Hallo Ihr,<\/p>\n
26 Stunden nach der Abfahrt in Helsinki kamen wir nachts um 23 Uhr in Rostock an. Schnell musste noch ein Hotel gefundenwerden, das von uns ausgesuchte Hostel war n\u00e4mlich telefonisch leider nicht ereichbar.<\/p>\n
Am n\u00e4chsten Morgen gings dann immer Richtung S\u00fcden, angekommen sind wir dann bei regnerischem Wetter an der mecklenburgischen Seenplatte. In R\u00f6bel fanden wir Unterkunft in einem gemieteten Wohnwagen auf einem Campingplatz. Am n\u00e4chsten Morgen ging die Fahrt weiter in Richtung Berlin. Da wir beide noch nie in der deutschen Hauptstadt waren, entschlossen wir spontan, einen Halt einzulegen. Da der Verkehr auf der Autobahn recht stark war, k\u00e4mpften wir uns in den S\u00fcden vor, um die Stadt von dort aus per Zug zu besichtigen. Gespannfahren in Berlin ist f\u00fcr uns Landeier in etwa \u00e4hnlich prickelnd wie Gespannfahren in Istanbul, auch wenn es nat\u00fcrlich lang nicht so chaotisch ist.<\/p>\n In Berlin besichtigten wir, wie wohl jeder Berlin-Tourist, zuerst das Mauer-Museum, das uns doch recht beeindruckte. Nat\u00fcrlich mussten wir auch das „1. DDR-Motorrad-Museum“ besichtigen – k\u00f6nnen wir speziell f\u00fcr MZ-Fans w\u00e4rmstens empfehlen. Momentan gibt es dort eine Trabi-Sonder-Ausstellung, inklusive einem Film mit Kommentaren der Konstrukteure. Ansonsten wanderten wir duch die Sadt, bis die Socken qualmten. Allerdings ist ein Tag f\u00fcr eine Berlin-Besichtigung zu wenig.<\/p>\n Brandtor in Berlin<\/p><\/div>\n Neuste Errungenschaft von mir<\/p><\/div>\n MZ Gespann<\/p><\/div>\n Pitty<\/p><\/div>\n \u00a0Nachdem wir am n\u00e4chsten Tag in Zossen abgefahren waren, entdeckten wir kurz darauf bei W\u00fcnsdorf das Schild „Bunker-Stadt“ und „B\u00fccher-Stadt“. Da mussten wir doch mal kurz vorbeischauen.\u00a0Aus dem „kurz“ wurde dann aber leider nix: Zuerst besuchten wir einen teil der B\u00fccherstadt, sprich eins der drei sehr gut sortierten Antiquariate. Zwei davon sind \u00fcbrigens mit Militaria-B\u00fccher sowie Accessoires (sowjetische M\u00fctzen, Uniformen, Funkanlagen usw) ausgestattet. Eigentlich wollten wir dann weiter Richtung Dresden, aber ein sehr kurioser Bunker eregte unsere Aufmerksamkeit: wie eine riesige Gewehrkugel aus Beton ragte sie ca. 10 Meter in den Himmel. So erkundigte sich Sacha nach einer Bunker-F\u00fchrung, die dort angeboten wurde. Allerdings wurden dabei andere Bunker angeschaut und fand leider auch erst sp\u00e4ter an. So fanden wir uns in den Antiquariaten wieder…..<\/p>\n Bunker als Bauernhaus getarnt, 2 Stockwerke aussen, 3 im Boden<\/p><\/div>\n Die Bunkerbesichtigung war sehr interessant, das h\u00e4tten wir hier so \u00fcberhaupt nicht erwartet. Zuerst ging man in Richtung Wald und fanden uns dort vor der oberirdischen Bunkeranlage „Maybach II“ wieder, die aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs stammte. Die meisten der Bunker im Haus-Stil (also mit schr\u00e4gem Dach) sind in besch\u00e4digem Zustand – aber die Anlage gibt einen guten Eindruck wieder, wie das mal gewesen ist, als von hier aus beispielsweise die gesamte Verpflegung der deutschen Truppen koordiniert wurde. Erw\u00e4hnenswert ist der sehr gut informierte F\u00fchrer, der das alles sehr interessant erz\u00e4hlt und die immerhin zwei Stunden F\u00fchrung sehr kurzweilig h\u00e4lt. \u00dcbrigens fand am Wochenende vor unserem Besuch ein MZ-Treffen statt udn es gibt auch immer wieder Militaria-Treffen.<\/p>\n Am sp\u00e4ten Nachmittag brachen wir auf, zuerst Richtung Dresden, mit vielen Umleitungen danach in Richtung Augustusburg. Auf der Augustusburg besichtigten wir die Motorradsammlung, die wir absolut empfehlenswert finden, neben der Entwicklung der Marke DKW finden sich auch MZ, aber auch Exoten wie Mars, Nearacar, B\u00f6hmerland und Megola. N\u00e4chstes Jahr soll die Sammlung innerhalb der Burg umziehen – aber ein Besuch lohnt auf jeden Fall.<\/p>\n MZ Gepann<\/p><\/div>\n \u00a0<\/p>\n Haten wir noch auf einen sch\u00f6nen Ausblick auf das Erzgebirge gehofft, wurden wir abends leider entt\u00e4uscht: Nebel legte sich \u00fcber die Landschaft rund um die Augustusburg. Auf der Weiterfahrt Richtung Annaberg-Buchholz wurde der Nebel immer dichter, irgendwann konnte ich von Sacha, der vor mir herfuhr, noch nicht mal einen Schatten erkennen. Eigentlich verfalle ich nciht so leicht in Panik beim Motorradfahren, aber als ich dann wegen des Nebels nicht mal mehr merkte, ob wir durch eine Ortschaft fuhren oder nicht, wusste ich, dass das alles langsam sehr gef\u00e4hrlich wird. Ausserdem schlich ich frierend mit 40 km\/h durch den Nebel – lange wollte ich das nicht mehr machen. In B\u00e4renstein, dem n\u00e4chsten Ort, hatte Sacha ein Schild mit der Aufschrift „Biker Hotel“ entdeckt. Dieses fanden wir dann gl\u00fccklicherweise auch. Sofort wurde der Trockenraum angeschmissen und wir versuchten alles, um uns wieder aufzuw\u00e4rmen.<\/p>\n Nach der Auffahrt auf einen kleinen Pass passierten wir dann auch schon die tschechische Grenze. Langsam verschwand auch der Nebel, es wurde sonniger und w\u00e4rmer. Vorbei an\u00a0 Cheb erreichten wir wieder die deutsche\u00a0 Grenze. Nach der ultimativen Feststellung, dass es zwei Freiungs in der N\u00e4he von Amberg gibt (das n\u00f6rdlicher gelegene Freihung, sowie das \u00f6stlicher gelegene Freiung), haben wir dann nach l\u00e4ngerem Suchen den Reichhardsschacht gefunden.<\/p>\n Cheb<\/p><\/div>\n Die \u00dcberraschung war offensichtlich gelungen, es hatte tats\u00e4chlich niemand mit unserer Ankunft gerechnet. Das Ostbock-Treffen 2009 war gelungen: es war ein sehr friedliches Treffen, wir haben viele alte Gesichter wiedergetroffen, aber auch neue kamen hinzu. Das Wetter war bestens, eine solche\u00a0Hitze hatten wir schon lange nicht mehr erlebt. Wir bedanken uns noch f\u00fcr den Stehpinkler…<\/p>\n
\nAbends erkundeten wir das zweifellos sehr nette St\u00e4dtchen und stiessen dabei auf eine sehr empfehlenswerte Kneipe, das „Kugellager“ (www.kugellager.name<\/a>). Der MZ-fahrende Wirt Carsten hat die Kneipe sehr stilecht eingerichtet; so sitzt der gast im vorderen Raum der ehemaligen Schlosserei auf bequemen Autositzen, umgeben von interessanten Postern, Fahrr\u00e4dern und anderen Dingen. Im hinteren Raum thronen auf einer Empore sch\u00f6ne Motorr\u00e4der, zB EMW und andere Sch\u00e4tzchen. Mit Carsten verrbachten wir einen sch\u00f6nen, interessanten Abend, bei dem wir feststellen mussten, dass es sich auch mal lohnen w\u00fcrde, mit dem Gespann durch sardinien zu fahren…Er empfahl uns ein Buch von einer Enfield-Reise von Neustrelitz nach Neu-Delhi und zur\u00fcck. Autoren sind Lutz Friedel und Andreas Goeschel\u00b4, erschienen ist das Buch im B\u00fclten-Verlag und hat die ISBN 3-938510-31-5.<\/p>\n
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\n\u00a0Der n\u00e4chste Teil der F\u00fchrung ging in den unterirdischen Teil, n\u00e4mlich in\u00a0 den Nachrichtenbunker „Zeppelin“. Wen das und andere, weiterreichende F\u00fchrungen interessiert: http:\/\/www.buecherstadt.com\/bilder_s_bunker\/bunkeranlagen_1a.htm<\/a><\/p>\n
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