Nachdem die Fotos langsam geordnet sind, hier noch eine Uebersicht der Karte mit Fotos.
Und wenn wir die Muse haben, folgt noch ein gesamtes Fazit der Reise – immerhin ist es ja auch schon mehrere Monate her, dass wir wieder daheim sind.
]]>heute widme ich die Statistiken den abenteuerlichsten, pfuschigsten und abenteuerlichsten Umbauten, die wir auf unserer Reise gesehen haben.
Für den ersten Platz gibt es definitiv nur einen Anwärter, getroffen in Brasov, Rumänien: Mad Max mit seiner — Dnepr. Dazu möchte ich noch erwähnen, dass Mad Max ein unglaublich liebenswürdiger und irgendwie auch recht sozialer Typ ist – somit verzeihen wir ihm seine Dnepr, die tatsächlich mit zwei völlig unterschiedlichen Vergasern läuft (dass das überhaupt geht, wussten wir davor auch nicht):
Wir beachten den hölzernen „Rammschutzbügel“. Man beachte bitte auch die Sicherungsbox neben dem Lenker. Aber – habt Ihrs gemerkt? Der gute Mad Max hat wieder die heissesten Schnitten dabei! Also – Hauptsache, die Karre läuft irgendwie.
Hier nochmals die schaurig-schönen Details dieser wirklich unglaublichen Maschine:
Mal ehrlich, wer braucht schon langweilige Ansaugstutzen, zwei gleiche Vergaser, mehr als zwei funktionierende Gänge im Getriebe oder gar eine Lichtmaschine, die lädt (man kann doch auch auf Batterie fahren)? Mad Max ist der lebende Beweis: es geht alles irgendwie auch ohne goldene ADAC-Card und solchen Luxus. Wie er allerdings samt Maschine immer wieder von irgendwelche Treffen heimkommt, ist uns ein Rätsel. Aber trotzdem war Mad Max mit Riesenabstand der coolste und verwegenste Dnepr-Fahrer, den wir je getroffen haben.
Die Liste geht weiter mit Schmankerl aus Bulgarien und Polen, wir sind allerdings noch immer am Fotos-Sortieren (bei 34 GB läppert sich die Zeit schon etwas).
Schönes Wochenende, Regina
]]>verschiedene Leute haben mich gebeten, einen Erfahrungsbericht von meinem MobiHü zu machen. Ich hoffe dass ich mit dem nachfolgenden Bericht kein offenen Fragen mehr vorhanden sind.
Aufgrund von meinen zahlreichen Motorradreisen in verschiedene Länder, musste ich immer wieder feststellen, dass es nicht immer möglich ist bequem auf einem Klo sitzten zu können. In zahlreichen Situationen hat es sich gezeigt, dass es nicht einfach, soger unmöglich ist dieses sehr wichtige „Geschäft“ mit Ruhe, Entspannung und Gemütlichkeit ausführen zu können. Entweder gibts nur einen Busch/Baum wie beim Wildcampen, sehr rudimentäre Donnerbalken auf schlechten Campingplätzen, Plumsklos, lange Warteschlangen mit überfüllten Dixiklos (Motorradtreffen) oder ganz einfach versaute sanitäre Einrichtungen. Desshalb bin ich auf die Idee gekommen mir ein mobiles Hüsli (schweizerisch für Klo), ein MobiHü, zu bauen. Dieses sollte mir die Unabhängigkeit von obigen Situationen gewährleisten.
Der Bau des MobiHü war einfach. Die Basis sollte aussehen wie ein Klappstuhl (ohne Lehne) und mit einem Loch in der Sitzfläche (es braucht wohl keine Erklährung warum es ein Loch braucht). Der „Output“ vom „Geschäft“ soll mit einem Plasiksack aufgefangen werden, der dann verknotet entsorgt werden kann. Desweiteren muss das MobiHü leicht, stabil und einfach zusammenbaubar sein. Das Resultat dieser Spezifikation kann hier angeschaut werden. Wichtig ist der Teller unterhalb des Lochs. Dieser soll verhindern, dass der „Output“ tief runterfällt und den Sack mitreisst.
Der Zusammenbau des MobiHü kann in 2 Minuten erfolgen. Diese Vorlaufzeit muss fürs „Geschäft“ einkalkuliert werden. Ein normaler 5 bis 10 Liter Plastiksack soll vorne am Rand etwas eingerissen werden, damit sich der Sack besser auf die Sitzfläche ausbreiten lässt. Von Vorteil hat sich gezeigt, dass der Sack undurchsichtig ist. Es erleichtert die Entsorgung beziehungsweise weniger Fragen werden gestellt.
Das MobiHü kann überall eingesetzt werden, wo man einen Sichtschutz hat: Im Aussenzelt (der/die Partner/in sollte zuerst mal wegeschickt werden), im Hotelzimmer oder wo auch immer. Die Entsorgung des Plasiksackes sollte in der nächsten Mülltonne geschehen. Wenn man natürlich biologisch abbaubare Säcke verwendet, können diese auch in der Natur verbuddelt werden.
Mit ein bisschen Uebung gibts keine Probleme bei der Verwendung des MobiHü. Mein einziges Problem war, dass der Auffangteller durch den Transport kaputt ging. Danach musste ich den Plasiksack mehr festhalten, da der „Output“ den Sack vermehrt herunterzureissen drohte. Während der ganzen Reise habe ich mein MobiHü ca. 20 mal gebraucht. Bei jedem Mal war das „Geschäft“ sehr angenehm machbar im Gegensatz zur lokalen angebotenen Alternative.
Das Fazit: Es hat sich geloht, das MobiHü zu entwickeln, mitzunehmen, aufzubauen und zu benützen. Jedesmal konnte ich mich in aller Ruhe hinsetzen und der Dinge harren, die da kamen. Ohne dass ich mich mitten im „Geschäftsgang“ entscheiden musste, was ist schlimmer: der Krampf in den Beinen oder das noch nicht abgeschlossene „Geschäft“.
Ich wünsch euch allen noch eine gute Geschäftszeit.
Sacha
]]>Langsam gewöhnen wir uns wieder an ein normales Leben ohne ständig auf dem Bock zu sitzen. Die letzten drei Wochen konnte ich mich erfolgreich vom Thema „Motorrad“ drücken. Aber schon bald muss ich mich wieder um unsere Mädels kümmern, denn zwei grosse Revisionen sind angesagt.
Bei Babuschka sind folgende Arbeiten geplant: Lima Ritzel/Flansch Geschichte richtig und haltbar aufbauen; Neuer Gaszug; Lackschäden beheben; Endantrieb revidieren (Oelbverluste und Mitnehmerflansch verschlissen); Stossdämpfer revidieren (Oelverluste); Oelwanne neu abdichten; Getriebe revidieren (Eingangswelle verschlissen); Zylinderfussdichtungen ersetzen (Oelverluste); Hallgeber Halterung verbessern
Bei Lola sind es folgende Arbeiten: Oewechsel; Anlasser abdichten; neu Tachowelle; Kupplungsausrückmechanismus anschauen (Zug muss immerwieder nachgestellt werden); Elektrik Seitenwagen überprüfen; Zündschloss festmachen; Gabeldämpfer revidieren; Endantrieb revidieren (neue SiRi/Lagerfesthalte Mutter); Tank reinigen; Rückspiegel festschweissen; Lenker Schaltereinheit links ersetzen;
Es gibt doch einiges zu tun. Aber da der Winter schon bald da sein wird, werde ich die Zeit haben. Alles Gute
Sacha
]]>Dnepr: satte 25 Liter (allerdings hat der Motor selbst sehr viel Oel verloren)
Changjiang: sehr wenig, maximal 3-4 Liter (der Motor hat noch so wenig verbraucht, seit ich ihn habe. Den grossen Durchbruch brachten Autokolben aus europäischer Produktion. Als ich noch mit originalen Kolben gefahren bin , hab ich dise oelmenge für einen Rumänien-Urlaub verbraucht…)
Reifenverbrauch
Verblüffendes Ergebnis auf 20.000 km:
Dnepr mit Heidenau-Bereifung in überladenem Zustand, rd. 1000 km waren vor Reiseantritt bereits auf den Reifen drauf: 1,5 Hinterradreifen, 1 Vorderradreifen, 1 Seitenwagenreifen, 1 Ersatzreifen zuviel mitgeschleppt!
Changjiang, nicht ganz so beladen wie die Dnepr mit Avon-Bereifung, die vor der Reise neu draufgekommen sind: 1 Hinterradreifen, 1 Vorderradreifen, auf dem Seitenwagenreifen ist noch etwas Profil drauf
Wir finden, die Reifen haben sehr gut durchgehalten, die Heidenaus sogar noch etwas besser als die Avons. Dass wir sie so lange benutzen konnten, schieben wir auf die langsame Geschwindigkeit, die wir gefahren sind
Die schlimmsten Hotelzimmer der Reise
1. Die Nummer eins fanden wir tatsächlich in – Griechenland! Und zwar auf der Insel Kos. Wir müssen aber zugeben, e war auch verdächtig günstig für Kos-Stadt (15.- EUR für zwei Personen). Eins der wenigen Hotelzimmer, bei dem wir die Schlafsäcke mitgenommen haben, um nicht von der Griechischen Grätzschlange angefallen zu werden…..Voila (leider bringen die Fotos das Original in keinster Weise rüber)
Es haette in der Ukraine übrigens einen würdigeren Anwärter auf den ultimativen ersten Platz gefunden, für 9,- EUR (für Einheimische wären es übrigens 4,50 EUR für ein Doppelzimmer gewesen!). Leider war das Zimmer so schlimm, dass Sacha spontan entschieden hat, das teurere Hotel 100 Meter weiter für 18,- EUR zu beziehen….Das besagte Budget-Hotel sah schon von aussen ziemlich kuschlig aus:
2. Den zweiten Platz vergeben wir ans Hotel Turist in Chisinau und zwar in den Disziplinen: a. durchgelegenste Matratze, b. geschmackvollstes Interieur, c. verlogenstes Bild an der Wand (Matterhorn, was sonst?), d. eine eher unprickelnde Aussicht und e. die Rezeptionistin, die wir am liebsten geschüttelt hätten. Allerdings muss man dem Hotel zu Gute halten, dass es viel Flair hat (man sollte es quasi als Ostblock-Themenhotel vermarkten)
3. Auf Platz 3 wären einige Zimmer, meist welche in Hotels aus kommunistischen Zeiten (in Opole und Poznan fallen mir je eins ein). Das Zimmer hinter Tür im Bild unten war übrigens lang nicht so schlimm wie erwartet – aber die Türnummer ist eines meiern Lieblingsdetails während unserer Moldawien-Reise. Gefunden im Hotel Nistru in Soroca, Nordmoldawien, das übrigens auch noch eine Bank sowie ein paar Büros im ersten Stock hat. Unten befindet sich ein Friseur-Salon und hinter dem Hotel befindet sich alles, was der ambitionierte Russenschrauber braucht (nämlich Abfall von der Hausrenovierung)
Auf Wunsch von Sacha die nächste Kategorie
Frauen in Osteuropa
Unglücklicherweise ist er nicht oft zum Fotografieren von Frauen gekommen
Aber einige Damen haben wir doch auf Foto, bitteschön:
Männer in Osteuropa
Wer denkt, dass diese Damen leichtbekleidet sind, täuscht sich gewaltig: Die Herren in Bulgarien toppen das souverän, 12 Punkte für diesen Mut!
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anbei die erste der Statistiken. Fangen wir an mit
den empfohlenen Musikgruppen während unserer Reise
Beim bulgarischen Motorradtreffen in Kazanlak spielte EPIZOD, laut den Fans ist das eine Art „Ethno-Metal“. EPIZOD vertont beispielsweise Texte von Christo Botev, einem sehr nationalitischen Dichter des 19. Jhds. Die Texte drehen sich oft um den Kampf mit den Osmanen, die Bulgarien 500 Jahre besetzt hatten und im Jahre 1877/1878 mit Hilfe der Russen zurückgedrängt wurden. Für uns war es wahrscheinlich gut, dass wir die Texte nicht verstanden haben. Um Euch einen authentischen Einblick in ein Konzert zu geben, empfehlen wir Euch: http://www.youtube.com/watch?v=cmNI4QP5WYA&feature=related
Die Rumänen empfahlen uns IRIS. Wir haben sie nicht live gehört, es wurde uns einfach auf Anfrage von einigen Rumänen genannt. Viel lieblicher als EPIZOD, rumänisch ist sprachlich auch nicht ganz so hart wie bulgarisch: http://www.youtube.com/watch?v=doq10dkRRHI&feature=PlayList&p=764F4485B8F0C829&index=0
Die Moldawier haben ZTOP ZI ZTUB, auf die ich bei meinen Recherchen über Chisinau vor unserer Reise gestossen bin. Die andere berühmte Band in Moldawien ist die Casting-Band O-Zone mit ihrem berühmten Dragostea din tei (ihr wisst schon, Maia Hi, Maia Ha, Majahahah, laut den Rumänen „saupeinlich“ und nixsagend“) http://www.youtube.com/watch?v=ksJEGApQNCI
ZTOP ZI ZTUB live bei der Eurovision, man beachte die Oma im Schaukelstuhl:
Uebrigens haetten wir die Moldawier, als wir dort waren, so nicht eingeschätzt. Unbekannten gegenüber scheinen sie extrem reserviert und sehr, sehr unemotional zu sein.
In der Ukraine hatten wir relativ wenig Bekanntschaften, die uns etwas empfehlen hätten können. Aufgefallen ist uns, dass sie über recht viel Humor verfügen. Meine Empfehlung wäre GOGOL BORDELLO, wobei wohl nur der Sänger aus der Ukraine stammt. Musik, die absolut zum Land passt (wobei Ukrainer natürlich die „ziganis“ nicht leiden können):
http://www.youtube.com/watch?v=elyQ4ShVw-Y
In einem Musikgeschäft in Riga eine Heavy Metal Band namens Skyforger empfohlen, sind wohl recht erfolgreich in den baltischen Staaten: http://www.youtube.com/watch?v=gjHN8x0uYBI
Doch nicht ganz unser Geschmack, wie wir beim zweiten Mal hinhören bemerken mussten. Aber nu….
Von den Russen kam der Tipp für KIPELOV: http://www.youtube.com/watch?v=4WRPLXJ_nhI
Ein Zufallsfund aus Finnland, Amorphis: http://www.youtube.com/watch?v=QtdfQPEjTRw
Für sentimentale Gemüter noch ein Beitrag der Leningrad Cowboys: http://www.youtube.com/watch?v=CXP7ZeuW_T4
Bücher, die wir während der Reise gelesen haben
Jaha, ein Gespann hat viel Platz. Auch für Bücher. Die wurden allerdings in Hotels oder Campingplätzen immer wieder ein- und umgetauscht:
Rot sei mein Name, Orhan Pamuk (liest sich schön, wenn man durch die Türkei fährt, ist allerdings eher schwere Kost); Der Medicus, (schön, wenn man über den Balkan fährt); Der Pianist von Wladyslaw Szpilman (passendes Buch für eine Fahrt durch Polen); Meines Vaters Land von Wiebke Bruhns; Wyrm von Wolfgang Hohlbein (Ein Buch, das man notgedrungen liest, wenn man nix anderes hat, während man in einer rumänischen Holzhütte nächtigt. Handlung nicht schlüssig aufgelöst); Die Tuchhändlerin, Rebecca Gable ( Typischer Historien-Schmöker. Sacha hat noch einen weiteren dieser 1000-Seiter verschlungen); Meteora von Dan Brown (Für einen Dan Brown-Schmöker eine eher enttäuschende Kost. Ich habs halt gelesen, weil ich in der Nacht auf der Fähre partout nicht schlafen konnte. Wir finden, es gibt bessere Dan-Brown-Bücher); Der Schuldschein von Andreas Weber ; Der Transport von Desmond Bagley; Sacha hat in seiner Not sogar noch ein englisches Buch durchgelesen, ich hab mich halt mit Zeitschriften „über Wasser gehalten“
Gesammelte Gegenstände für Provisorien aller Art
Patras, Griechenland: Teil eines weissen Plastikeimers, dessen Zweck die Unterfütterung zwischen der Bremsplatte und der Vordergabel der Dnepr war. Hielt nach 7000 km, obs noch hält, müsst ich nachschauen
Campingplatz beim Kloster Dyanow, Bulgarien: Teil einer „Tyskie“-Bierdose, rausgefischt aus einem Container. Der Zweck war die Unterfütterung der Hinterradachse der Dnepr
Kastamonu, Türkei: Kauf von türkischen Haarhaken und Haushaltsgummis, die zusammengebastelt eine Halterung für die gewindelose Kardanglocke bei der CJ ergaben (die Gummis liefen um den Endantrieb herum.
Allerdings war erst das Update 2.0 erfolgreich (das obere Provisorium riss auf unebenen Strassen schnell): In Rumänien ersetzten wir die Haushaltgummi durch ein Stück Expander, in Polen kauften wir statt der Haarhaken zwei stablie Haken mit Gummi in einem Sportgeschäft. Mit dieser Konstruktion steht der Chinese heute noch in der Garage
Sofia, Bulgarien: gefundener Nagel, Zweck war die Unterfütterung des Kupplungsausrückmechanismus des Chinesen.
Bafa Gölü, Türkei: Fund zweier verzinkter Gewindestangen neben der Strasse. Auf Verdacht mitgeführt, man kann ja alles mal brauchen, nicht wahr. Eine davon bedauerlicherweise verloren, die andere wurde zu unserem Dnepr-, Ural- und CJ-Gedenk-Kreuz am Berg der Kreuze in Siauliei, Litauen, verarbeitet
Soroca, Moldawien: verostetes Stück Metall, gefunden auf Hof hinter Nistru-Hotel (überhaupt ein Mekka für den ambitionierten Bastler). Zweck war eine erneute Unterfüllung des Kupplungsausrückmechanismus des Chinesen
]]>unten seht Ihr die Karte der gesamten Reise. Ich habs so präzise wie möglich versucht, aber kann natürlich nix garantieren…
Gute Nacht, Regina
]]>die 20.000 km haben wir leider nicht ganz voll gekriegt, aber wir wollten ja ehrlich sein und nicht noch 20 mal Zürich umrunden…..
Ja, nun sind wir wieder daheim; das Internet ist bereits wieder angeschlossen, der Urwald vor unserer Wohnung ist wieder zum Garten mutiert, Tonnen von Wäsche sind gewaschen und irgendwie kommts mir so vor, als wären wir nie weggewesen.
Als wir vor einigen Tagen in Wutöschingen losfuhren, passierte übrigens die letzte Panne der Reise. Und – richtig geraten, es war wieder mal einer der üblichen Verdächtigen: das Lima-Ritzel. Also hat Sacha den Uebeltäter kurzerhand ausgebaut und ist auf Batterie die restlichen Kilometer heimwärts gefahren. Die Chinesin hatte ja bereits in Bayern laute, schabende Geräusche von sich gegeben; im Verlauf der Heimreise wurden sie stärker. Es beunruhigt mich aber nicht wirklich, da sie höchstwahrscheinlich aus der Lampe – also evtl. von Tacho oder Tachowelle – stammen. Irgendwann werden wir es wissen und in die lange Statistik-Schlange einreihen.
Die Moppeds sind jetzt in ihrer Garage, in nächster Zeit folgt die grosse Bestandsaufnahme. Ein Seitenventiler sieht nach rd. 20.000 km Osteuropareise übrigens so aus:
Schönen Abend wünsch ich Euch,
Regina
PS: Demnächst erscheint hier noch ein Fazit der Reise, Statistiken, Karten, evtl Tipps, usw.
]]>und wieder erfolgreich ein paar Tage rausgeschunden….
Nach unserem Besuch in Obersanding gings zum Abschiedskaffee zu den Motoflotten, wo wir auch noch auf den Klaus gestossen sind. Von Rottenburg aus fuhren wir in Richtung Süden, östlich um München herum, nach Wolfratshausen, um Fabian, Martina und Gerhard zu besuchen. Natürlich sind wir auch dort wieder länger geblieben als erwartet – es ist schon ein Kreuz, ich sags Euch
Jedenfalls kann keiner behaupten, wir wären bei unserer Reise mit bayrischer Kultur zu kurz gekommen!
Übrigens hatte ich bei der Bayern-Fahrt noch gelegentlich Sorge, dass mir der Chinese stehenbleibt – er war etwas störrisch zu fahren. Bisher hat er mir diese Schande glücklicherweise erspart.
Am Samstag kam dann der Tag der Wahrheit: wir mussten weiter Richtung Westen. Erst sah das alles auch noch ganz schön aus – die Sonne schien, die Temperaturen schienen erträglich und es war mal wieder richtig schön, Motorrad zu fahren. Rund um Kempten dann wurde es allerdings immer regnerischer und am Bodensee sah es dann völlig katstrophal aus. War aber auch machbar und von Konstanz aus gings dann immer weiter Richtung Südwesten. Nach rund 300 km und einigen Umleitungen sind wir dann in Wutöschingen gelandet. Falls einer von Euch den Ortsnamen noch nie gehört haben sollte, ist das nix tragisches. Jedenfalls sitzen wir jetzt hier und Familie und Freunde bringen uns langsam wieder auf den neuesten Stand der Dinge 
Unsere Wohnung scheint inzwischen wieder bewohnbar zu sein, voraussichtlich werden wir dort am Dienstag aufschlagen.
Wenn ich die Muse habe, bekommt dieser Blog in nächster Zeit noch einige Statistiken und den kompletten Weg als Grafik angefügt. Ausserdem wurde noch eine Bewertung des Mobihüs verlangt – diesem Wunsch werden wir natürlich nachkommen!
Gute Nacht,
Regina
so die letzte Nacht waren wir zu Gast bei Sabine und Oli am Nabel von Bayern.
Was ich gestern vergessen habe zu erwaehnen ist die Tatsache dass wir bei Hari so nebenbei erfahren haben, dass dieser für ein paar Tage in Georgien war. Er hatte da unten dem Charley Boorman (von Long-Way-round) eine Ural zur verfügung gestellt. Dabei enstanden wohl ein paar Filmsequenzen die in einer DVD gefunden werden können. Für mehr Infos, haltet euch an Hari Schweighofer.
Regina und ich suchen immernoch Möglichkeiten unsere Heimreise zu verzögern. Aber das wird immer schwieriger. Aber wir kennen immernoch ein paar Leute, die wir besuchen wollen. Und so gewinnen wir wieder ein oder zwei Tage.
So nun wünsch ich euch noch einen schönen Tag
Sacha
]]>so nun sind wir wieder in Bayern und haben bei den Motofloten Kost und Logis gefunden. Wir wollen euch natuerlich noch von den letzten paar Tagen berichten:
Nach Telc sind wir ueber Dacice nach Lesna gefahren wo wir ein weiteres Motorrad Museum besuchen wollten. Aber als wir dann da angekommen sind, hat es sich rausgestellt, dass Ruhetag war. Aber zum Glueck war der Besitzter doch noch aufzutreiben und so konnten wir eine Huette im angeschlossenen Campingplatz beziehen. Den Besuch mussten wir dann auf den naechsten Morgen vertagen.
Dieses Museum (www.veteransalon.cz) hat neben den ueblichen CZ und Jawas doch ein paar sehr schoene Gespanne ausgestellt. Auch betreibt der Besitzter gleichzeitig einen kleinen Veteranenmarkt mit Jawa Teilen. Es lohnt sich auf jeden Fall da mal reinzuschauen. Vorallem fuer die Oesis, da die Grenze gerade mal 30km weit weg ist.
Nach dem Besuch des Museums haben wir uns dann noch bei Hari Schweighofer in Linz angemeldet. So sind wir ueber Drosendorf, Gmuend und Freistadt nach Linz gefahren wo wir dann Hari getroffen haben. Wir durften dann auch noch in die heiligen Hallen von Hari und hatten das vergnuegen das kleine Hari-Museum anzuschauen. Abends sind wir dann zu dritt noch in die Stadt um etwas zu essen und ein wenig zu trinken.
Am naechsten Morgen (Samstag) haben wir uns dann noch verabredet um gemeinsam eine kleine Ausfahrt zu machen. Als Hari um 1000 nicht aufgetaucht ist hat er mich angerufen um zu sagen, dass er noch ein wenig Zeit braucht, da er uns doch standesgemaess rumfuehren will. Wir waren dann natuerlich gespannt was uns erwarten wird. Als wir dann bei Hari in der Werkstatt angekommen sind, standen da zwei M72 mit Hari und Guenter (Mechanik Gottheit). Zusammen sind wir dann im Grenzgebiet von Oesterreich und Tschechien rumgefahren.
Nach einem halben Tag Fahrt über gute und schlechte Wege, sowie einer Burgbesteigung, kamen wir im tschechischen Rozemberk an. Dort verabschiedeten wir uns von unserer Begleitung und schlugen den Weg Richtung Cesky Krumlov ein.
Cesky Krumlov ist eine mittelalterliche Stadt mit einem sehr schönen Altstadtkern sowie einer sehr eindrücklichen Burg. Können wir für einen Kurztrip sehr empfehlen, auch wenn die Stadt natürlich sehr touristisch ist. Zudem gibts ein kleines Motorrad Museum in einer alten Muehle. Das Umland ist für Motoradfahrer absolut interessant. Als wir während der Fahrt in Richtung Deutschland einen Kaffee tranken, lernten, wir Mathias, einen KTM-fahrenden Österreicher kennen. Dieser war von Insbruck aus nach Kasachstan und in die Mongolei gefahren und seit einer Woche ist er nun zurück. Die Homepage von ihm lautet http://www.longwayhome.at
Über Horny Plana, Vimperk, Susice gings nach Rabi und von dort nach Nepomuk. Die dortige Kirche, die wir gern angeschaut hätten, war allerdings nur Samstags und Sonntags geöffnet….. Genauso ging es uns dann auch in Zelezna Ruda: das dortige Motorradmuseum war ebenfalls zu. Pech gehabt, Nachsaison. Und so sind wir dann halt die paar Kilometer nach Rottenburg an der Laaber zu Michi, Oli und Elke gefahren, wo wir grad den Computer in Beschlag genommen haben.
Herzliche Grüsse aus Bayern, Sacha und Regina
]]>so nun wollen wir uns doch wiedermal melden. Nach Plzen sind wir zur Burg Karlstejn gefahren, wo es ein grossen Mittelalter Weinfest gab. Regina und ich habe uns dann ganz spontan entschlossen, da unser Zelt aufzuschlagen. Am Abend habe ich mir den Burcak, neuer Wein, reingepfiffen. Es war recht lustig die vielen Verkleideten Leute zu beobachten. Im Burghof hats auch noch ein Konzert mit anschliessendem mittelalter Darbietungen gegeben.
Am naechsten Morgen haben wir dann noch die Burg besichtigt. Nach dem Besuch sind wir weiter nach Prag gefahren, wo wir dann auch 2 Naechte geblieben sind. Diese Stadt ist wohl eine der schoensten Staedt auf unserer Tour. Extrem viele gothische und barocke Haeuser, Kirchen und Tuerme. Auch die Prager Burg ist sehr impossant. Vorallem die Kathedrale in der Prager Burg war genial. Nach der Burg haben wir noch den alten juedischen Friedhof besucht: Dieser ist fuer seine alten und schaurig schoenen Grabsteine bekannt, fast 12000 Stueck.
Allgemein kann gesagt werden, dass es in Prag viele Sachen zu entdecken gibt. Eine Reise dahin lohnt sich allemal.
Nach Prag sind wir Richtung Osten gefahren. In Prerov nad Labem haben wir noch ein kleines privates Motorrad und Velo Museum besucht. Vorallem gabs viele CZ und Jawas zu sehen. Auch ein paar Harleys waren da. Aber auch eine wunderschoene Praga hatte der Besitzer. Das Ambiente des Museums ist sehr stilvoll.
Kurz danach ging die Reise weiter nach Sedlec, ein Vorort von Kutna Hora, wo wir das Beinhaus besucht haben. Dieses war ein Highlight fuer mich. In diesem Beinhaus hatte um 1850 ein Kuenstler die Gebeine von vielen hundert Toten kunstvoll hergerichtet. So wurden unter anderem ein Kronleuchter aus Menschlichen Knochen gemacht. Dieses Beinhaus ist ein Mekka fuer gothic Fans.
Von Sedlec aus gings anschliessend die 3 km nach Kutna Hora. Dort lohnt sich die Besichtigung der St. Barbara- Kathedrale, die auf dem Hoehepunkt der boehmischen Gotik gebaut wurde. In Sedlec wollten wir nochmals eine Kathedrale besichtigen. Auf dem Weg dorthin wurden wir von einem Auto verfolgt, dass hinter uns auf dem Parkplatz hielt. Der Fahrer war ein norwegischer Ural- und Jawa-Fahrer, der uns u.a. erzaehlte, dass er neulich mit seiner Jawa die 7000 km von Hammerfest nach Prag gefahren ist.
Gegen Abend kamen wir in Havlickuv Brod an, eine nette, aber unspektakulare Kleinstadt. Heute morgen sind wir dann weiter nach Telc, wo wir uns gerade befinden.
Liebe Gruesse aus Telc, Regina und Sacha
]]>Regina und ich sind wieder auf der grossen Fahrt. Leider immer mit dem Hintergedanken, dass es langsam nach Hause geht. Aber davor wollten wir noch die Tschechei anschauen.
Gestern haben wir noch die Stadt Plzen angeschaut. Diese Stadt lohnt sich allemal einen Blick draufzuwerfen. Viele schoene alte und gut restaurierte Haeuser. Auch eine grosse Synagoge, die man auch besuchen darf, gibt es. Weiter koennte man die Brauerei besuchen, aber das interessierte uns nicht so.
Also ihr lieben Bayern, auf mal nach Plzen, die Tschechen beissen nicht.
Regina ist gerade die Weiterfahrt am organisieren. Wir haben festgestellt, dass dieses Land viel anzubieten hat.
So ich wuensch euch noch ein schoenes Wochenende. Gruesse aus Plzen
Sacha
]]>Es geht weiter. Heute werden wir in Richtung Tschechien fahren. Die letzten paar Tage haben uns gut getan. Es war herrlich das schöne Wetter zu geniessen und nicht auf den Moppeds zu sitzen. An dieser Stelle möchten wir Tanja und Schnüffi nochmals danken für ihre Gastfreundschaft.
Die beiden Motorräder sind nun auch wieder ready.
Ich wünsch euch noch einen schönen Tag.
Sacha
]]>wir geniessen immernoch die Gastfreundschaft von Tanja und Schnüffi hier in Amberg.
Gestern habe ich angefangen an meinem Moped ein paar Sachen zu machen. Der Stossdämpfer vom Boot hat durch die Reise doch arg gelitten und musste ersetzt werden (danke Schnüffi). Auch die Bremsen mussten wiedermal zum bremsen gebracht werden. Aber das grösste Problem ist wiedermal das Ritzel der Lima. Nach kurzem Anschauen des Spiels (von aussen) habe ich mich entschlossen den Stirnraddeckel wegzunehmen um die Sache genauer anzuschauen. Dabei ist rausgekommen, dass sich der Halbmondkeil in die Achse von der Lima eingearbeitet hat. Es ist noch nicht schlimm, aber gemacht muss es werden. Ritter Klaus hat sich angeboten eine neue Nut in die Achse der Limaflansches zu machen. Gleichzeitig will er mir noch eine zusätzliche Halterung machen um die Lima noch besser am Motor zu befestigen. Es hat sich nämlich gezeigt, dass sich die Konstruktion die die Lima hällt, etwas bewegt.
Hoffentlich werden wir bald wieder auf Achse sein.
Grüsse aus Amberg
Sacha
]]>26 Stunden nach der Abfahrt in Helsinki kamen wir nachts um 23 Uhr in Rostock an. Schnell musste noch ein Hotel gefundenwerden, das von uns ausgesuchte Hostel war nämlich telefonisch leider nicht ereichbar.
Am nächsten Morgen gings dann immer Richtung Süden, angekommen sind wir dann bei regnerischem Wetter an der mecklenburgischen Seenplatte. In Röbel fanden wir Unterkunft in einem gemieteten Wohnwagen auf einem Campingplatz.
Abends erkundeten wir das zweifellos sehr nette Städtchen und stiessen dabei auf eine sehr empfehlenswerte Kneipe, das „Kugellager“ (www.kugellager.name). Der MZ-fahrende Wirt Carsten hat die Kneipe sehr stilecht eingerichtet; so sitzt der gast im vorderen Raum der ehemaligen Schlosserei auf bequemen Autositzen, umgeben von interessanten Postern, Fahrrädern und anderen Dingen. Im hinteren Raum thronen auf einer Empore schöne Motorräder, zB EMW und andere Schätzchen. Mit Carsten verrbachten wir einen schönen, interessanten Abend, bei dem wir feststellen mussten, dass es sich auch mal lohnen würde, mit dem Gespann durch sardinien zu fahren…Er empfahl uns ein Buch von einer Enfield-Reise von Neustrelitz nach Neu-Delhi und zurück. Autoren sind Lutz Friedel und Andreas Goeschel´, erschienen ist das Buch im Bülten-Verlag und hat die ISBN 3-938510-31-5.
Am nächsten Morgen ging die Fahrt weiter in Richtung Berlin. Da wir beide noch nie in der deutschen Hauptstadt waren, entschlossen wir spontan, einen Halt einzulegen. Da der Verkehr auf der Autobahn recht stark war, kämpften wir uns in den Süden vor, um die Stadt von dort aus per Zug zu besichtigen. Gespannfahren in Berlin ist für uns Landeier in etwa ähnlich prickelnd wie Gespannfahren in Istanbul, auch wenn es natürlich lang nicht so chaotisch ist.
In Berlin besichtigten wir, wie wohl jeder Berlin-Tourist, zuerst das Mauer-Museum, das uns doch recht beeindruckte. Natürlich mussten wir auch das „1. DDR-Motorrad-Museum“ besichtigen – können wir speziell für MZ-Fans wärmstens empfehlen. Momentan gibt es dort eine Trabi-Sonder-Ausstellung, inklusive einem Film mit Kommentaren der Konstrukteure. Ansonsten wanderten wir duch die Sadt, bis die Socken qualmten. Allerdings ist ein Tag für eine Berlin-Besichtigung zu wenig.
Nachdem wir am nächsten Tag in Zossen abgefahren waren, entdeckten wir kurz darauf bei Wünsdorf das Schild „Bunker-Stadt“ und „Bücher-Stadt“. Da mussten wir doch mal kurz vorbeischauen. Aus dem „kurz“ wurde dann aber leider nix: Zuerst besuchten wir einen teil der Bücherstadt, sprich eins der drei sehr gut sortierten Antiquariate. Zwei davon sind übrigens mit Militaria-Bücher sowie Accessoires (sowjetische Mützen, Uniformen, Funkanlagen usw) ausgestattet. Eigentlich wollten wir dann weiter Richtung Dresden, aber ein sehr kurioser Bunker eregte unsere Aufmerksamkeit: wie eine riesige Gewehrkugel aus Beton ragte sie ca. 10 Meter in den Himmel. So erkundigte sich Sacha nach einer Bunker-Führung, die dort angeboten wurde. Allerdings wurden dabei andere Bunker angeschaut und fand leider auch erst später an. So fanden wir uns in den Antiquariaten wieder…..
Die Bunkerbesichtigung war sehr interessant, das hätten wir hier so überhaupt nicht erwartet. Zuerst ging man in Richtung Wald und fanden uns dort vor der oberirdischen Bunkeranlage „Maybach II“ wieder, die aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs stammte. Die meisten der Bunker im Haus-Stil (also mit schrägem Dach) sind in beschädigem Zustand – aber die Anlage gibt einen guten Eindruck wieder, wie das mal gewesen ist, als von hier aus beispielsweise die gesamte Verpflegung der deutschen Truppen koordiniert wurde. Erwähnenswert ist der sehr gut informierte Führer, der das alles sehr interessant erzählt und die immerhin zwei Stunden Führung sehr kurzweilig hält.
Der nächste Teil der Führung ging in den unterirdischen Teil, nämlich in den Nachrichtenbunker „Zeppelin“. Wen das und andere, weiterreichende Führungen interessiert: http://www.buecherstadt.com/bilder_s_bunker/bunkeranlagen_1a.htm
Übrigens fand am Wochenende vor unserem Besuch ein MZ-Treffen statt udn es gibt auch immer wieder Militaria-Treffen.
Am späten Nachmittag brachen wir auf, zuerst Richtung Dresden, mit vielen Umleitungen danach in Richtung Augustusburg. Auf der Augustusburg besichtigten wir die Motorradsammlung, die wir absolut empfehlenswert finden, neben der Entwicklung der Marke DKW finden sich auch MZ, aber auch Exoten wie Mars, Nearacar, Böhmerland und Megola. Nächstes Jahr soll die Sammlung innerhalb der Burg umziehen – aber ein Besuch lohnt auf jeden Fall.
Haten wir noch auf einen schönen Ausblick auf das Erzgebirge gehofft, wurden wir abends leider enttäuscht: Nebel legte sich über die Landschaft rund um die Augustusburg. Auf der Weiterfahrt Richtung Annaberg-Buchholz wurde der Nebel immer dichter, irgendwann konnte ich von Sacha, der vor mir herfuhr, noch nicht mal einen Schatten erkennen. Eigentlich verfalle ich nciht so leicht in Panik beim Motorradfahren, aber als ich dann wegen des Nebels nicht mal mehr merkte, ob wir durch eine Ortschaft fuhren oder nicht, wusste ich, dass das alles langsam sehr gefährlich wird. Ausserdem schlich ich frierend mit 40 km/h durch den Nebel – lange wollte ich das nicht mehr machen. In Bärenstein, dem nächsten Ort, hatte Sacha ein Schild mit der Aufschrift „Biker Hotel“ entdeckt. Dieses fanden wir dann glücklicherweise auch. Sofort wurde der Trockenraum angeschmissen und wir versuchten alles, um uns wieder aufzuwärmen.
Nach der Auffahrt auf einen kleinen Pass passierten wir dann auch schon die tschechische Grenze. Langsam verschwand auch der Nebel, es wurde sonniger und wärmer. Vorbei an Cheb erreichten wir wieder die deutsche Grenze. Nach der ultimativen Feststellung, dass es zwei Freiungs in der Nähe von Amberg gibt (das nördlicher gelegene Freihung, sowie das östlicher gelegene Freiung), haben wir dann nach längerem Suchen den Reichhardsschacht gefunden.
Die Überraschung war offensichtlich gelungen, es hatte tatsächlich niemand mit unserer Ankunft gerechnet. Das Ostbock-Treffen 2009 war gelungen: es war ein sehr friedliches Treffen, wir haben viele alte Gesichter wiedergetroffen, aber auch neue kamen hinzu. Das Wetter war bestens, eine solche Hitze hatten wir schon lange nicht mehr erlebt. Wir bedanken uns noch für den Stehpinkler…
Momentan befinden wir uns in Amberg, wo wir uns wieder in zivilisierte Menschen verwandeln: duschen und vor allem unser „Hauptproblem“ Wäsche waschen.
Danach werden wir in Bayern noch einige Besuche machen, bevor es auf den Heimweg über die östlichen Nachbarländer Tschechei und Slowakei zurück in die Schweiz geht.
Noch was im Nachhinein: Wir haben noch ein paar Bilder in alten Blogs reingetan. Geht doch mal hinschauen.
Herzliche Grüsse,
Regina
]]>so, wir haben wieder Anschluss ans Netz, deshalb gibts jetzt in zwei Artikeln einen Überblick über die Erlebnisse der letzten Woche, ausserdem haben wir noch Bilder für Tallinn un d Helsinki reingeladen.
Von Helsinki aus sind wir letzte Woche in östlicher Richtung nach Porvoo gefahren. Auf Nebenstrecken ging es in die ca. 50 km entfernte Hafenstadt. Helsinki selbst empfanden wir als sehr pompös, das Hinterland dagegen als sehr lieblich. Die Kleinstadt Porvoo mit seinen bunten Holzhäuschen empfanden wir als sehr typisch finnisch.
Um die finnische Südküste mit den vorgelagerten Schären anzuschauen, fuhren wir auf eine der länglichen Halbinseln. Leider hörte die Strasse kurz vor dem Ende der Landzunge auf: Militärgebiet. Schade, aber während der Fahrt bekamen wir den Eindruck, dass sich eine Reise nach Finnland auf jeden Fall lohnt.
Kurz vor Helsinki begnegnete uns übrigens ein Ural-Ranger-Fahrer – er war der erste seiner Art seit Monaten.
Abends fuhr unsere Fähre nach Rostock.
Wer sich jetzt fragt, warum wir nicht über Skandinavien auf eigenen 3 Rädern heimgereist sind, dem sei gesagt, dass wir unser ursprüngliches Reiseziel, Estland, erreicht haben. Dort haben wir gemerkt, dass es zeitlich gut drinliegt, das Ostbock-Treffen in der Oberpfalz zu besuchen. Damit es allerdings auch eine Überraschung wird, entschieden wir uns dafür, den Blog etwas zu verzögern….Wir bitten das zu entschuldigen.
Herzliche Grüsse aus Amberg,
Regina
]]>endlich wiedermal die Moeglichkeit euch auf dem Lauffenden zu halten. Sorry dafuer.
In Tallinn haben wir uns am Abend mit Anatoli getroffen. Ein Freund (Mischa) von Anatoli konnte sehr gut Englisch und hat uebersetzt. Als wir alle zusammen auf Anatoli gewartet haben, ist er dann ploetzlich mit einem Eimer voller Pilze aufgetaucht.
Als erstes haben hat Anatoli seine K750 aus der Garage genommen und wir sind eine kleine Tour (Mischa war in Anatolis Beiwagen) um Tallinn gemacht. Unter anderem haben wir die Altstadt und die Autohandlung von Anatoli besucht. Da hatte er doch ein paar schoene Autos, unter anderem ein Volga und ein seltener russicher Jeep aus dem WK2. Zurueck bei Anatoli wurden wir mit Pilzsuppe, Grillhuener, russischer Pizza und natuerlich mit Vodka aufgefuellt. Wir haben dann noch lange diskutiert warum Menschen wie wir russische Motorraeder fahren und noch vieles mehr. Irgendwann haben wir unsere Schlafsaecke im Wohnzimmer von Anatoli aufgeschlagen.

Stadtmauer in TallinnAm naechsten Morgen wollten wir alle zusammen ein Museum in Tallinn besuchen, das in keiner Tourin Info zu finden ist: www.made-in-ussr.com . Leider hat das Museum erst um 1200 aufgemacht, unsere Faehre nach Helsinki ist aber schon um 1100 abegefahren. Somit mussten wir uns nur mit einem Blick ueber die Mauer begnuegen.Ach ja, fast vergessen: In Tallinn haben wir noch Gabriel (Franzose) mit seiner alten Ente getroffen. Er ist von Paris aus zum Baikalsee gefahren. Er hat eigentlich eine aehnliche Route genommen wie wir. Er war ca. seit 19000km unterwegs, allerding funktioniert seit Moskau nur noch ein Zylinder der Ente. Aber solange die Ente faehrt wird er auch ankommen. Fuer Leute dies interessiert: http://dyanenvadrouille.blogspot.com .Um 1100 ist dann unsere Faehre nach Helskinki ausgelaufen. 2 Stunden spaeter waren wir dann auf Finnischem Boden. Zuerst sind wir zur Touri Info und haben gestaunt, dass alle Hostels ausgebucht waren. Das naechste billigere Hotel waere 20km ausserhalb gewesen und vom Preis will ich gar nichts sagen. Zum Glueck fanden wir noch einen Campingplatz mit Bungalows und Metroanschluss zu relativ kleinem Preis (45Euros) verglichen mit den Hotels. Am Abend sind wir noch die Stadt besuchen gegangen. Wir muessen sagen, dass uns Helsinki nicht so schoen gefaellt wie zum Beispiel Talllinn. Helsinki hat viele gerade Prachtstrassen und wenig kleine Gasssen. Die Gebaeude sind pompoes und eher neu. Und auch die Preise sind sehr hoch.Viele kleine Inselchen vor Helsinki
Also haben wir uns entschlossen in die Pampa von Finnland zu fahren. Wir wissen also nicht wann wir uns das naechste mal melden koennen. Und das mit den Bildern ist auch nicht so einfach wenns kein USB Anschluss gibt.
Gruesse aus dem Outback.
Sacha und Regina
]]>wir sind jetzt in Tallinn, der estischen Hauptstadt, angekommen.
Tallinn wirkt, wenn man Richtung Innenstadt fährt, sehr modern und es gibt sogar ernstzunehmende Hochhäuser.
Die Altstadt dagegen ist sehr malerisch: Sehr viele mittelalterliche Häuser, Kopfsteinpflaster, Teile der früheren Befestigungsmauer, die immerhin noch über 20 Türme hat, sowie einige wirklich originelle Kirchen finden sich in Tallinn. Wir würden Tallinn als eine wirklich sehr charmante Stadt mit viel Flair bezeichnen. Es gibt überraschende Orte und sehr schöne, verwinkelte Gässchen. Auch die orthodoxe Kathedrale ist sehr impossant.
Mit das originellste der Museen dürfte das Minen-Museum sein. Mit der jüngeren Geschichte wird hier auch Umsatz gemacht – so kann man in Tallinn zB. frühere Sowjet-Propaganda-Poster, russische sowie deutsche Weltkriegs-Uniformen, Weltkriegs-Militaria Zeugs erstehen, es werden in Turi-Shops aber auch völlig schmerzfrei T-Shirts mit sowjetischen Propaganda-Sujets angeboten. Übrigens sind in Tallinn wohl 40 % der rund 400.000 Einwohner russischstämmig.
Heute Abend werden wir uns mit Anatoli treffen. Wir haben ihn am Russentreffen in Narva kennengelernt und er hat uns eingeladen. Wir werden berichten wie es war.
Bilder werden wiedermal spaeter folgen.
Herzliche Grüsse,
Regina
manchmal auf unserer Reise war es schon so, als gaebe es da einen unsichtbaren Regisseur, der sich darum bemüht, uns einen möglichst abenteuerlichen Trip zu bieten. So war es auch diesmal, beim Russentreffen in Narva:
Den Samstagvormittag verbrachten Sacha und ich noch in Narva, eine Stadt, die für Touristen nur wenig interessantes bietet. Da gibt es die wirklich schöne Hermannsfeste, und auf der anderen Seite dann die Festung Ivangorod – beide interessanterweise aus verschiednen Jahrhunderten. Und das wars dann auch schon fast…es sei denn, man kann sich schwer für Architektur aus der kommunistischen Aera begeistern. Eines dieser Ueberbleibsel ist uebrigens eine Lenin-Statue, die in einer Ecke vor der Festung steht – es duerfte wohl eine der letzten ihrer Art in Europa sein!
Gegen nachmittag fuhren wir noerdlich, im an der Narva, dem Grenzfluss zwischen Estland und Russland, entlang. Um halb vier wollten wir uns mit Pavel in Narwa-Joesuu zu einer kleinen Ausfahrt mit seinen Russen-Kumpels treffen.
Passenderweise riss mir kurz vor dem Ziel das Kupplungsseil an der Chinesin. Nach kurzem Abschleppen durch Sacha kamen wir bei Pavel an.
Kurzerhand wurde ich für die Ausfahrt auf den Rücksitz eines GAZ-Jeeps verfrachtet, was auch nicht schlecht war.
Der Konvoi der Classicriders bestand aus einem GAZ- sowie einem UAZ-Jeep, zwei Seitenventil-Gespannen (K 750 und MW 750) sowie einem Dnepr MT 16-Gespann.
Kommentar Sacha: Die K750 hatte einen sehr speziellen Motor den wir noch nie zuvor gesehen hatten. Das Besondere war der vordere Teil wo normalerweise der Zuendverteiler drauf ist. Bei diesem Motor war da ein Ventilator der ueber ein Gussgehaeuse die beiden Zylinder gekuehlt hat. Dieses Gehaeuse schuezt zudem die Zylinder vor Schlamm. Gleichzeitig war an diesem Gehaeuse noch eine Seilwinde, die ueber eine Kette (vom Ventilator her) und ein „Umlenkgetriebe“ angetrieben wurde. Anstelle des Zuendverteilers hatte die K ein Zuendmagnet. Eine „externe“ Lima hat dem Moped den Saft gebracht. Der Besitzer der Maschine wusste nichts genaues ueber den Motor. Er hat zwei dieser Motoren auf einem Markt erstanden. Er sagte noch was ueber eine Entwicklung fuer die Armenische Armee. Auf jeden Fall war dieser Motor etwas richtig seltenes.
Die Fahrt führte zuerst durch den Wald, wo alle an einer Ruine hielten. Nach kurzer Fotopause fuhr man dann über einen Markt, um nach einer weiteren Offroad-Einlage zur Club-Garage zu kommen. Von dort gings dann waldeinwärts über ein paar gröbere Bodenwellen zu einem Grillplatz.
Dort wurde dann ausgepackt, was ein ambitionierter Russe zum Picknicken so braucht: von Motorsäge über Axt, den Samowar nebst Kamin!, Essen, einer Pfanne bis hin zu einem Kästchen, das Ampullen enthielt. Somit wurde also geklärt, ob das Gebiet nicht zufällig kontaminiert sei (ich bin mir aber sicher, dass Gasmasken nicht weit gewesen wären). Die ganzen Häppchen nebst obligatorischen Essiggurken wurden kurzerhand auf der Motorhaube des UAZ ausgebreitet. An Getränken gab es Saft, Wodka sowie Samagon, der laut Anatolij aus „guter Quelle“ stammte – der Konsum hielt sich übrigens sehr in Grenzen. Die Gespanne rückten aus, um mit halben Bäumen für das Lagerfeuer wiederzukommen.
Später am Abend gesellte sich noch Aleksander zur Runde, ein in Finnland lebender Russe. Zuerst rpäsentierte er seinen motorisierten Off-Road-Roller, mit dem man prima durch den Wald heizen konnte. Uns wurde erklärt, das Aleksander Fahrzeuge, zB Trikes, in sehr origineller Art und Weise selbst konstruiert. Später griff er dann zur Gitarre und sang auf russisch seine selbstgeschriebenen melancholischen Lieder. Die Themen umfassen wohl Dinge wie Narva, seine Gedanken, Russenboxerfahren usw.
Leider war dann dieses wunderschöne, private Treffen mit rund 15 Russen irgendwann auch vorbei. Nach einer abendlichen Fahrt zogen Sacha und ich in das sehr gemütliche Clubhaus der Classicriders ein. Den Rest des Abends verbrachten wir in Pavels Küche zusammen mit Anatolij bei Vana Tallinn, Tee und einem leckeren Bortsch.
Dabei erfuhren wir einiges über die Russen, die in Narva die absolute Mehrheit der Einwohner der Stadt bilden (Pawel schätzte auf 50-70 Prozent, der Anteil liegt aber offensichtlich noch weit höher). Dass sie sich beispielsweise von den Esten ungerecht behandelt fühlten, da diese den in Estland geborenen Russen oft nur den sogenannten „Alien-Pass“ ausstellen.
Dieser Pass, auf dem das wirklich so steht, besagt, dass der Inhaber dieses Passes kein Staatsbürger von Estland sei. Auf unsere Frage, wie sie denn den estischen Pass erhalten würden, meinten sie entrüstet, dass sie dazu zu einem Sprachtest müssten! Sie, die in diesem Land Geborenen. Dieses kleine Beispiel zeigt anschaulich das Verhältnis zwischen den Esten und den aus ihrer Sicht früheren Besatzern.
Ferner war schnell zu erkennen, dass die Russen in Estland die estischen Politiker nicht sehr schätzen und die EU als Institution absolut ablehnen. Wichtig scheint ihnen die persönliche Freiheit zu sein udn Narva (und vor allem die Umgebung am Śtrand) ist für sie der schönste Ort der Welt.
Am nächsten Morgen wurde der Kupplungszug in professioneller Art und Weise von Walerij gelötet, der dafür extra mit Lötkolben und Lötwasser anreiste. Mittags fuhren wir dann weiter Richtung Süd-West-Estland, davor erhielten wir noch eine Einladung von Anatolij, der in Tallinn wohnt.
Nach einer sehr regnerischen Fahrt erreichten wir Pöltsamaa, wo wir unser Nachtquartier bezogen. Heute morgen gings dann weiter nach Türi, wo wir den estischen Ural-Händler besuchen wollten. In der angegebenen Strasse deutete aber leider nichts auf den Händler hin und nach einer halben Stunde des Suchens sind wir dann weitergefahren in Richtung Tallinn.
In Tallinn werden wir ein paar Tage bleiben, um danach nach Finnland weiterzureisen.
Herzliche Grüsse aus dem schönen Tallinn,
Regina
]]>nun stehen Regina und ich am Ende von Europa in Narva. Hier faengt das russische Reich an. Eigentlich schon ein paar Kilometer weiter westlich, da 95% der Bevoelkerung Narvas russisch ist.
Hier im Norden Estlands hat es gestern den ganzen Tag geregnet. Darum sind Regina und ich ein Oelschiefer Bergwerk in Kotla besuchen gegangen, dass bis 2001 in Betrieb war. Leider war die Fuehrung nur in estnischer Sprache, und wir mussten uns damit begnuegen, die Sachen anzuschauen. Besonders interessant waren aber die Maschinen, die noch funktionstuechtig waren und unser Guide auch unter lautem Getoese vorgefuehrt hat.
In der Umgebung hier gibs auch ueberall die Schutthaufen von diesen Bergwerken. Im Winter werden diese als Abfahrtspiste gebraucht. Der hoechste dieser „Berge“ ist 173m hoch.
Als wir dann nach Narva reinfuhren, begann ca. 8 Kilometer vor der Stadt eine Kolonne von Lastwagen, die auf die Passage nach Russland warteten.
Als wir vor der Touistinfo standen und Sacha wegen Uebernachtungsmoeglichkeiten nachfragte, bleib ein junger Mann mit Harley Emblem an der Jacke stehen und begruesste mich. Er gehoere zum Classic Club Narva, sie fahren alte Motorraeder und Autos. Wir tauschten Mail-Adressen aus und verabredeten uns heute nachmittag fuer eine kleine Ausfahrt mit den Clubmitgliedern.
Gruesse aus Narva,
Regina und Sacha
]]>lange ist es her, dass wir ein Internetkaffee gefunden haben. Estland ist zwar eine einzige, riesige Wireless Zone (man kann wirklich fast ueberall Internet empfangen und eigene Schilder weisen auch draufhin), aber ohne einen Schlapptop bringt uns das leider nicht viel. Und weil eben alle einen eigenen Compi haben, gibts eher weniger Internetkaffees. Also verzeiht uns, wenn wir uns eher weniger melden koennen. Zu den letzten paar Tagen:
Von Paernu aus sind wir in Richtung Nord-Westen nach Virtsu, wo wir die Faehre genommen haben, um auf die Insel Muhu zu gelangen. Wir hatten extremes Glueck, da waerend der Faehrfahrt ein grossen Unwetter niederging. Als wir auf der Insel angekommen sind, war das Wetter (bis auf ein paar kleine Schauer) wieder ok. Waehrend eine Caffee Pause haben wir dann erfahren, wo die von uns gesuchte ehemalige Sowjet-Raketenbasis zu finden ist. Der Chef des Caffees hat uns einen kleinen Plan gezeichnet, da diese Base, in der Naehe des Dorfes Piiri, in keinem Touistenplan (und auch nicht ausgeschildert) zu finden ist.
Damals waren in dieser Base einige mobile Abschussrampen fuer Kurz- und Mittelstrecken Racketen (die grossen Oemmels, also Nucleardinger) stationiert, die wohl auf Westeurope geziehlt haben. Jetzt sind nur nor ein paar verrottete Haeuser, ein paar verrostete Bunker und ein paar Hangare sichtbar. Das ganze Areal wird heute als die wohl coolste Motocrossstrecke Estlands verwendet. Vor 30 Jahren waeren wir wohl weder so einfach da reingekommen noch heil wieder rausgekommen…
Von Piiri gings dann weiter ueber einen Damm auf die Nachbarinsel Saarema, wo wir den rund 100 m breiten Meteoritenkrater in Kaali angeschaut haben. Danach sind wir weiter zur groessten Stadt der Insel, Kuressaare, gefahren. Da haben wir die Bischofsburg von aussen angeschaut, da im Innern ein Museum ist.
Am naechsten Tag sind wir nach Karujaerve, wo es weitere Ruinen einer ehemaligen Soviet Basis gibt. Einzig ein verblasstes Bild auf einer Mauer hat auf die Zeit der damals glorreichen, roten Armee erinnert – ansonsten gab es nur geplünderte Ruinen von vielen Kasernen zu sehen.
Nach dieser kurzen Exkursion haben wir in Panga die sehr idyllische „Steilkueste“, die immerhin 21 Meter hoch ist, angeschaut. Danach gings weiter zu ein paar typischen estischen Windmuehlen sowie einer mittelalterlichen Kirche. Abends versuchten wir eine Unterkunft zu finden, was sich als Problem herausstellte, da die Sommersaison fuer die Esten wohl komplett vorbei ist.
Mangels Unterkunft sind wir somit halt wieder zum Festland uebergesetzt in der Hoffnung, dort einen Campingplatz oder ein Motel zu finden. Allerdings mussten wir dann doch noch rund 50 km zuruecklegen, um in Haapsalu ein Hostel zu finden. Haapasalu ist eine schoene und normalerweise auch sehr touristische Stadt (es hat eine Ruine einer Bishofsburg) . Als wir abends durch die Strassen gingen, war es allerdings fast unheimlich: fast kein Licht in den Haeusern und fast keine Menschen auf der Strasse.
Das naechste Ziel unserer Reise waren eigentlich die Ruinen eines Herrenhauses. Diese fanden wir auch, aber es gab etwas, dass speziell Sacha mehr interessierte, naemlich den riesigen Hangar hinter der wirklich schoenen Ruine des Hauses: Eine weitere Hinterlassenschaft der Russen in Estland und für uns auch eine der interessantesten. Schnell fanden wir die Einfahrt zum ehemaligen Flughafen, zu dem der besagte Hangar gehörte. Als wir auf dem langen Rollfeld standen, kam ein Fahrradfahrer (!) auf uns zu. Der Este erklaerte uns auf Englisch, dass auf diesem Areal früher MIG 21 und MIG 23 gestartet waehren. In seinem Sommerhäuschen hätte beim Start der Maschinen jedesmal die Küche gebebt und reden wäre dann kaum mehr möglich gewesen. Bis zu 50 Maschinen wären hier stationiert gewesen. Dann schilderte er uns den Abzug der Russen, der mit riesigen Transportflugzeugen von statten gegangen sein soll. Am Schluss des kurzen Gesprächs nannte er uns eine astronomisch hohe Zahl, was die Errichtung dieses Areals gekostet haette. Und heute, so meinte er leicht resiginiert, sieht man ja, wofür das noch gebraucht werde. In diesem Moment fuhr ein Fahrschulauto vorbei… Im übrigen kamen uns auch ambitionierte BMW-Fahrer entgegen, die ihr Schätzchen mal probefahren wollten und den Spuren auf den beiden Rollfeldern war zu entnehmen, dass es hier auch Beschleunigungsrennen gibt. Das Gebiet gehört heute übrigens der estischen Armee, aber sie scheint nur einige der Hangare für Lagerzwecke zu benutzen. Für uns wär das jedenfalls der Ort schlechthin für die tollste Russen- und Chinesenboxerparty in Europa!
Eine andere Sehenswuerdigkeit an diesem Tag waren eine mittelalterliche Kirche in Harju-Risti mit einem halbrundem Turm und eine Ruine eines Zisterzienserklosters in Padise.
Auf der Suche nach der nächsten Übernachtungsgelgenheit kamen wir an einem Schild vorbei, auf dem ein Zelt abgebildet war und das in den Wald zeigte. Wunderbar, das Wetter passte und Vorraete waren vorhanden. Einen richtigen Campingplatz fanden wir nicht, allerdings wurde uns nach einiger Zeit klar, dass das hier „estisches organisiertes Wildcampen“ war: An mehreren Stellen in dem Wald, der an die Ostseeküste grenzte, waren sehr gepflegte Grillstellen, mit hölzernen Klohüttchen, Abfalleimern sowie Tischen und Bänken. An zweien dieser Orte durfte man sein Zelt aufstellen – einen solch luxuriösen und schönen Platz hatten wir selten davor und das gratis! Können wir sehr enpfehlen.
Von der Küste fuhren wir tags darauf zu einem kleinen Ort südlich von Tallinn (Kurtna), um ein Motorradmuseum anzuschauen. Das Museum selbst war eine nette, kleine Sammlung mit den üblichen russischen Maschinen, ein paar BMWs, einigen Harleys, Indians sowie einigen Rennmaschinen im oberen Stockwerk. Ein schönes Exponat war eine Jawa 350, mit der der Besitzer in den 70er Jahren Reisen von Tallinn aus nach Archangelsk und Vladiwostock unternommen hat.
Auf dem Weg nach Narva (das nordoestlichste Ziel dieser Reise) schauten wir uns noch die kleinste Festung von Estland an: der Turm (wirklich nur ein Turm) von Kiiu.
Nun sind wir in Rakvere und haben bereits die ersten Entfernungsschilder nach St. Petersburg gesehen (Peterburi 340 km). Aber wir können Euch beruhigen: wir haben kein Visum für Russland. Schade eigentlich, denn die Dnepr und die Chang-Jiang fahren noch.
So, nun wuenschen wir euch noch was Schoenes.
Regina + Sacha
]]>Danach gings in Richtung Atasiene, wo sich eine kleine Motorrad- und Uniformensammlung befinden sollte.
Nachdem wir den Hof nebst Besitzer in dem kleinen Dorf gefunden hatten, erlebten wir einige Ueberraschungen.
Auf dem Hof selbst standen neben einem Dnepr-Gespann uebrigens auch mehrere Izh-Gespanne, ein Minenwerfer, ein paar antike Standmotoren, einige Fleischwoelfe an der Scheune und eine alte Teufelsmaske.
Der Besitzer entschuldigte sich kurz, als er uns sah und meinte, dass er sich kurz umziehen muesste. Als er wiederkam, hatte er einen hoelzernen Zeigestock in der Hand, ein weisses Kaeppi auf sowie ein T-Shirt an, auf dem saemtliche Motorradtypen aufgedruckt waren. „Der Krieg ist noch nicht vorbei“, meinte er mit einem verschmitzten Laecheln und fuehrte uns in seine Scheune.
Dort beginnt seine Sammlung vornehmlich russischer Motorraeder mit einer M 72. Interessant uebrigens waren auch die originalen, russischen Plakate und Diplome, die er aufgehaengt hatte. Nach der M 72 zeigte er uns ein Modell, das er M72 N nannte und er klaerte uns, dass das die Grundlage der ersten Dnepr war. Danach folgte eine K 750 und danach Modelle mit ohv-Motor. Danach kamen einige russische Roller-Nachbauten, die runde davon mit der Bezeichnung „Turist“ wurde von den Letten wohl als „Schwein“ bezeichnet. Hinten, in der Scheune folgte die Sammlung der Benzinkanister aus aller Welt…..Auf der anderen Seite ging seine Sammlung oestlicher Motorraeder mit Pannonia und Izh weiter. Darauf folgten die Jawas, von denen er bedauernd meinte, dass ihm leider 3 Modelle fehlen wuerden. Ueberhaupt sei die tschechische Jawa DAS Motorrad schlechthin gewesen, quasi die Upper-Class. Das gleiche hatte uns uebrigens seinerzeit auch Pjotr in Moldawien erzaehlt. Jawa scheint demzufolge eine recht zuverlaessige Maschine zu sein. Von Jawa und Izh hatte er auch die neueren Modelle in einer Sammlung, die die Jahre 1935 bis 1980 umfasst. Im Eingangsbereich stand eine maschine, die wir bereits aus dem Motorenmuseum Riga kannten: eine gelb-blaue M 67, die wohl frueher ihren Dienst in der „Milicja“ tat. Stolz kickte er sie an, um uns die funktionstuechtige Sirene zu demonstrieren.
Draussen durften wir anschliessend seine umfangreiche Uniformensammlung anschauen: neben SS-Uniformen, die aussehen wie frisch ab Werk hatte er auch lettische sowie russische Uniformen im Programm. Selbstverstaendlich mit netten Accessoires wie den originalen Helmen und Muetzen, Kalaschnikows, Maschinengewehren, Handgranaten und was man als Soldat sonst noch braucht.
In seiner Scheune der Vollstaendigkeit halber noch originale Munition, Plakate, Buecher usw. Als ich abschliessend etwas in sein Gaestebuch schrieb, kurbelte er sein Grammophon und legte Marschmusik auf!
Die harmlose Frage von uns, weshalb er denn seine Dnepr auf einen Zentralvergaser umgeruestet hatte, beantwortete er mit der Aufforderung, dass ich bitteschoen in den Beiwagen klettern sollte, waehrend Sacha hinten auf dem Motorrad Platz nehmen sollte. Und dann gab der Endfuenfziger Gas: Zuerst ratterte er mit uns durch eine Pfuetze und zielte auf das ungemaehte Gras. Dort drehte er rasant, um auf den wald zu zielen. Dort ging es fuer einige Minuten durch Buesche und das Unterholz. Als ich aus dem Beiwagen stieg, musste ich mir saemtliche Graeser, die hinter seinem Hof wuchsen, von der Jacke wischen… Bedauernd teilte er uns mit, dass der Motor somit halt leider nur ca. 60 km/h Endgeschwindigkeit haette.
Weiter ging unsere Reise nach Norden Richtung Madona. Auf dieser Strecke lernten wir lettische Nebenstrecken kennen, die oft nicht mehr als Sandpisten sind. Wir hatten sogar die Sorge, dass uns in dieser Gegend das Benzin ausgehen koennte. Gluecklicherweise gibt es aber auch im lettischen Outback immer mal wieder menschliche Ansiedlungen. In der einzigen auf der Strecke fand sich eine kleine Tankstelle. Daneben lungerten ein paar Junge herum, von denen uns einer in deutsch ansprach: Normalerweise arbeite er auf einem Bauernhof bei Bremen – was will man denn hier in der Gegend schon? Mehr als Beerenpflücken koenne man eh nicht tun.
Von Madona aus gings auf gut geteerten Wegen nach Sigulda und Turaida. Das Schloss in Turaida ist, obwohl es von weitem spektakulaer aussieht, von innen nichts besonderes. Das interessanteste ist der Ausblick vom Turm aus ueber die lettische Landschaft.
Abends kamen wir zufaellig an einer alten Muehle aus dem 18. Jhd vorbei, die laut dem Besitzer bis zum 1. Weltkrieg in Betrieb war. Es handelt sich um eine Muehle hollaendischen Typs mit drehbarem Kopf. Der Besitzer zeigte uns noch seine selbstgebaute Sauna und war ueberhaupt sehr kommunikativ und auskunftsbereit. Nur die Russen, die wuerde er hassen, meinte er noch.
In Cesis fanden wir einen sehr guten Campingplatz an einem der vielen kleinen Seen, die es hier gibt. Von dort aus sind wir heute an der Kueste entlang nach Estland gefahren und hier in Paernu angekommen.
Gruesse aus Estland Regina
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endlich duerfen wir euch wiedermal ein paar News von unserer Seite geben. Als wir von Riga Zentrum am Morgen losgefahren sind mussten wir uns noch durch die Vororte kaempfen um zum Motormuseum in Riga zu gelangen. Aber der Weg lohnt sich.
In diesem Museum werden (neben ein paar BMW’s und Zuendapp’s) vor allem Autos und Motorraeder aus dem ehemaligen Ostblock gezeigt. Dabei wird oft die Geschichte (Herkunft, wer hat das Fahrzeug gefahren..) der Fahrzeuge etwas erleutert. Zum Beispiel wurde ein demoliertes Auto gezeigt mit dem Breschnev (der ist oft selber gefahren) in einem Unfall verwickelt war. Wer Schuld am Unfall hatte wurde nicht erklaehrt, somit wars wohl Breschnev selber. Auch wurden viele Autos von anderen Staatshaeuptern der Sovietunion gezeigt. Lustig ist, dass zum Beispiel Stalin Packard Autos aus den USA am liebsten hatte.
Aber am interessantesten waren die Motorraeder: Jede Mege Dneprs und Urals (speziell eine M75, eine Dnepr Eskorta mit spezial Ausstattung, M52S Rennmaschine, M63S Rennmaschine und eine M67) aber wie schon gesagt auch ein paar BMW, Zuendappen, BSA, Norton, Jawas, Ish … . Die Besten Mopeds waren aber die drei PMZ-A-750 Motorraeder aus der Sovietunion. Es waren Solo Maschinen mit einem V-Twing Motor drin. Eine Art Mischung aus Harley und Indian.
Sehr interessant waren auch immer wieder die Gegenueberstellungen der Originale mit den „Kopien“: BMW R71 mit der ersten M72, oder eine BMW mit dem EMW Pendant.
Der Besuch dieses Museums hat sich sehr gelohnt. Also wenn ihr mal zufaellig in Riga seid…
Ich habe euch ein paar Bilder reingestellt. Es ist aber nur eine kleine Auswahl.
Gruesse Sacha
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Ortodoxe Kirche
Litauen ist sehr angenehm zu befahren, da es relativ wenig Verkehr gibt.
Die Strassen sind recht gut, wenn man Wert drauf legt, kann man auf Nebenwegen (zB. in Richtung Russland) wunderbar Wellblech-Offroad fahren.
]]>da wir jetzt in Letland sind, wollte ich euch noch die letzten Tage in Litauen beschreiben:
Ab Kaunas sind wir gegen Westen ueber die Landstrasse gefahren. Diese ist dann eine Zeit lang an der Russischen Grenze entlang gegangen. Einmal sind wir sogar abgebogen um ueber den Fluss nach Russland zu schauen. Wir waren ueberrascht, dass die Grenze ueberhaupt nicht gesichtert ist (zumindest haben wir nichts gesehen). Das Ziel dieses Tages war Klaipeda, das wir aber nicht mehr erreicht haben. Wir haben dann in Silute uebernachtet. So sind wir dann erst am naechsten Tag nach Klaipeda und von da direkt auf die Kurische Nehrung. Dieses Ding ist eine riesen lange Landzunge die Litauen mit Russland verbindet. Um dieses Gebiet zu besuchen, muss man 7 Euro Faehre plus 7 Eure Eintitt (pro Moped) bezahlen.
Es fuehrt genau eine Strasse von Norden nach Sueden auf dieser Nehrung. Diese fuehrt durch dichte Waelder. Es gibt auch immer wieder Moeglichkeiten die Ostsee oder das Binnenmeer zu besuchen. Auf beiden Seiten gibs sehr hohe Sandduenen (bis ueber 50 Meter hoch). Die Straende sind super schoen und daher hats auch viele Strandbesucher. Da diese dann am Abend wieder nach Klaipeda zurueckwollen, gibts an der einzigen Faehre einen riesen Stau. Wir mussten ca 1 Stunde warten, bis wir dran waren.
Abends wollten wir eigentlich Campen (in Palanga), aber die Plaetze waren eher schlecht. So habenwir uns in einer Brauerei mit Gasthaus und Hotel einquartiert. Auf der Seite vom Parkplatz waren kurioserweise viele alte Autos und Mopeds aufgestellt. Diese waren aber zum Teil in einem erbaermlichen Zustand, da die Besucher des nahen Freizeitparks, auf den Fahrzeugen rumturnten. Auch eine M72 war darunter. Ich habe mit mir gekaempft ob ich nicht das Ersatzrad mit meinem tauschen sollte, da meines ja ein Riss hatte. Aber mein Gewissen hat gesiegt.
Von Palange sind wir wieder Richtung Osten nach Siauliei gefahren und weiter zum nahegelegenen Berg der Kreuze. Dieser kleine Huegel ist voll von Kreuzen jeder Groesse: von grossen bis zum ganz kleinen Kreuz. Auch waren die Kreuze aus verschiedenen Materialien. Die meisten sind aus Holz, aber auch aus Metall, Stein und weiss ich noch was waren einige gemacht. Angeblich sind es mehr als 200000 Kreuze. Auch haben einige Pilger Radios aufgestellt, die einen Kirchensender eingestellt hatten. Wenn man durch diesen Wald von Kreuzen geht, hat man ein komisches Gefuehl.
Regina und ich haben dann unser Ersatzteillager gepluendert und ein kleines Kreuz fuer alle Russen und Chinesenfahrer aufgestellt. Es soll uns allen Glueck und eine gute Fahrt beschehren.
Vom Berg der Kreuze gings dann Richtung Norden zur Grenze nach Lettland. Vor dem Grenzuebergang haben wir noch die letzten Litas in einer super Fressbeiz ausgegeben. Regina hat Fasan und ich habe Reh gegessen.
So das wars. Ich wuensch euch noch eine geruhsame Nacht.
Sacha
]]>es ist doch ein paar Tage her, dass wir in Polen waren und es langsam Zeit wird ein kleines Fazit zu Polen zu machen:
Generell koennen wir sagen, dass es ein abwechslungsreiches Land ist. Im Sueden gibts ein paar Berge mit sehr schoenen Holzkirchen, im Zentrum und im Nordwesten schoene Staedte aber flach und im Osten das Seengebiet Masuren.
Die Strassen sind eigentlich gut, bis auf die (zum Teil tiefen) Spurrinnen. Die sind vorallem als Gespannfahrer etwas laestig, da man etweder mit dem Motorad oder mit dem Boot in einem der Rinnen fahren muss. Der polnische Faher/in sind rasant unterwegs aber es war eigentlich nie ein Problem. Das 95 Benzin liegt bei ca. 1.10 Euro. Autobahnen sind Gebuehrenplichtig und an den Mautstellen zu bezahlen.
Die Staedte Krakau, Torun, Poznan, Wroclaw und Gdansk waren besonders schoen und absolut empfehlenswert.
Zum Uebernachten gibs sehr viele Moeglichkeiten: der normale Campingplatz bietet natuerlich Zelten aber man kann auch Bungalows mieten. Pension und Hotelpreise sind ca. 30Euros fuer ein Doppelzimmer (natuerlich gibs auch immer was teureres).
Essen: Das polnische essen war immer gut. Typische Gerichte sind zum Beispiel Piroggen und Bigos. Aber auch viel Eisbein und Sauerkraut konnten wir finden. Da sollte sich doch jeder Bayer wohl fuehlen.
Leute: alle die wir getroffen haben waren sehr nett und hilfbereit. Leider war es mit dem Kommunizieren wiedermal schwierig, da die Polen eher wenig Englisch koennen.
Ersatzteillage fuer Russen/Chinesen Mopeds: es gibt keinen offiziellen Haendler.
Also hopp, fahrt mal nach Polen. Sie sind nicht boese. Es lohnt sich.
Gruesse Sacha
]]>in Druskininkai haben wir den sehenswerten Grutas-Park besucht. Es waren viele Lenins-Skulpturen, weniger Stalin-Statuen, dafuer aber naturgemaess viele der litauischen Kommunisten vertreten. Lustigerweise gab es einen originalen, sowjetischen Kinderspielplatz, der zum Spielen voll zur Verfuegung stand. Was weniger lustig war, waren die Sowjet-Klos, die in jeder Beziehung im originalen Zustand waren.
Nach der Besichtigung des Soviet-Parks hatte Sacha danach mit echt sowjetischen Problemen zu kaempfen: auf dem Parkplatz entdeckte er, dass sich ein ca. 25 cm langer Riss in der Hinterrad-Felge befand. Natuerlich konnte er damit nciht weiterfahren und musste so das Hinterrad wechseln.
Vom Grutas-Park aus sind wir Richtung Osten nach Vilnius gefahren. An der Strasse waren immer wieder herrliche Holzschnitzereien zu sehen, meist waren sie an Abfahrten zu Haeusern aufgestellt. Die Landschaft erinnert uns sehr an Skandinavien: Holzhaeuser, keine Berge, viele Waelder und Seen.
Die Hauptstadt Vilnius fanden wir nett, aber unspektakulaer. Die Stadt hat einen sehr barocken Touch, aber fuer unseren Geschmack wenig erwaehnenswertes.
Die groesste Aufregung, die wir dort hatten, entstand durch einen eigentlich sehr einfachen Wunsch: ich wollte mal wieder nach Hause telefonieren. Also gingen wir zur naechsten Post und dort wurde mir auch sofort eine Art Telefonkarte (oder besser gesagt, ein Falzblatt mit Geheimnummer) verkauft. Das System kannten wir bereits aus Polen.
Da sich in der Post eh eine Telefonzelle befand, nahm ich die gelegenheit wahr. Aber leider schienen die Nummern auf der karte nicht zu funktionieren, der Apparat brach die Nummer sofort ab. Also holten wir die Verkaeuferin, die uns die Funktion erklaeren sollte. Wir waren aber offensichtlich die ersten, die je gefragt hatten, wie sowas funktioniert. ..Nachdem die dritte Angestellte der Post uns auch nciht helfen konnte und am Schluss die Karte sogar in den Schlitz stopfen wollte, mussten wir jemand kompetenteren fragen.
Wuerde die litauische Post in die Weiterbildung dieser drei Grazien investieren, muesste sie 6 Litas (rund 2 EUR) investieren, und zwar in ein Busticket zum marktplatz von Vilnius. Dort wuerde Ihnen die Angestellte des Kiosks neben dem Tourist-Office erklaeren, dass sie nur Ergaenzungskarten verkaufen. Und dass man eine normale Telefonkarte zum Starten braucht. Diese Erkenntnis hatte sie uebrigens in rund 10 Sekunden, ohne das Produkt zu kennen.
Von Vilnius aus gings auf die Autobahn in Richtung Kaunas. Ueber die litausche Autobahn klaesst sich sagen, dass sich hier so einiges tummelt: ein Mann mit Hund auf dem MIttelstreifen, Leute ueberqueren zu Fuss die Autobahn, Velofahrer am Rand, Fussgaenger und sogar Bushaltstellen am Rand. Die Litauer fahren einigermassen gesittet, insofern ist das alles kein Problem.
Auf dem Weg von Vilnius nach Kaunas haben wir noch einen kurzen Halt in Trakai gemacht. Dort hats eine gotische Inselburg, die vom deutschen Orden gebaut wurde. In der Burg konnten verschiedene Ausstellungen (Muenzen, Geschirr, Schniztereien, Moebel….) angeschaut werden.
Kaunas ist ein nettes Staedtchen, und so beschlossen wir, zwei Tage zu bleiben. Sacha wechselte gestern den Endantrieb der Dnepr, da aufgrund von Abnuetzungserscheinungen die Antriebsnabe nicht mehr so frisch aussah. Ausserdem konnten wir uns mit Motorraddingen eindecken und haben auch das Teufelsmuseum besichtigt. Als wir gestern mittag am Marktplatz sassen, fuhr ein Harley-Gespann vorbei (Night Train mit modifiziertem Pannonia-Boot)
Wir gruessten udn er hielt spontan an. Es entwickelte sich eine sehr interessante Unterhaltung, bei der wir unterem erfuhren, dass heute morgen um 8 Uhr eine baltische Biker-Sternfahrt beginnt: Ab kaunas startete eine gruppe Biker, die nach Vilnius fuhren. Ab Tallinn startete die Gegengruppe der estnischen Biker udn gemeinsam wollten sie sich in Letttland treffen. Der Grund ist das 20-jaehrige Jubilaeum der Unabhaengigkeit der baltischen Staaten.
Falls jemand von den Lesern Interesse hat an einer K750 (mit Lima-Problem), Preis ca. 500.- EUR, Zustand fahrbereit laut Besitzer, Standort Kaunas. Wir haben die Adresse des Besitzers, und vermitteln sie gerne weiter.
Viele Gruesse zu den Daheimgebliebenen
Regina
]]>viele Gruesse nach Hause,
Sacha
Polnische Versuche Bunker abzustuezten
]]>so wir sind gestern in Gdansk (ich hoffe ich habs richtig geschrieben) eingetroffen. Nach einer langen Suche haben wir abends dann doch endlich ein Camping Platz gefunden. Aber weit draussen in Sopot.
Heute haben wir die Stadt angeschaut. Super schoene Backsteinbauten. Vorallem wenn man weiss, dass diese Stadt nach dem Kriech recht platt ausgesehen hat. Unter vielen anderen Bauten hat uns das Krantor am besten gefallen.
Wir wollten auch die Werften anschauen, die 1980 eine grosse Rolle in der Solidarnosc Bewegung (warscheinlich falsch geschrieben) gespielt haben. Leider war dies nicht moeglich, da das ganze (riesige) Areal geschlossen ist.
Ach ja, da wir nun an der Ostsee sind, haben wir den ganzen Kontinent von der suedlichen tuerkischen Mittelmeer Kueste bis hierher durchquert.
Bilder koennen leider immernoch nicht drauftun, da wir kein USB Anschluss haben. Bitte spaeter nochmals nachschauen.
Tschuess zusammen,
Sacha + Regina
]]>uns allen gehts immer noch gut. Nach Poznan sind wir nochmals in den Sueden gefahren, um die Hallgeber, die mir Hari gesendet hat, im Hotel abzuholen. Von da aus sind wir nach Torun gefahren, wo wir heute angekommen sind. Die Landschaft ist immer noch gleich oede und man freut sich ueber jede noch so kleine Abwechslung: Als wir auf einer langweilig geraden Strecke fuhren, troehnte ploetzlich eine extrem laute Hupe. Sowohl Regina als auch ich sind voellig entsetzt nach rechts an den Strassenrand ausgewichen, da wir glaubten, dass uns ein Lastwagen ueberholen will. Aber es war ein Zug, der uns ueberholt hat. Der Zugfuehrer hat uns noch zugewinkt. Das Gute daran, wir waren beide wieder wach….
Ueber Torun kann man sagen, dass es sehr schoene Backsteinbauten hat. Unter anderem auch einen schiefen Turm, der auf zu weichem Boden gebaut wurde.
Heute habe ich enddeckt, dass bei Babuschka die obere Motorenhalterung (da wo die Zuendspule drauf ist) gebrochen ist. Ich muss mal rumfragen, ob diese wichtig ist, oder ob ich es so lassen kann.
Bilder werden wir wiedermal nachreichen.
So nun noch alles Gute Ihr Lieben und gute Nacht
Sacha
]]>nach dem furchtbar anstrengenden Motorrad-Wochenende fuhren wir wieder in Richtung Poznan. Zum einen natuerlich, um uns die Stadt anzuschauen (das sich definitiv lohnt) – zum anderen natuerlich auch, um in der Naehe der Hallgeber-Express-Sendung zu bleiben.
Unsere Unterkunft in Poznan war einer dieser alten Betonklotze von Orbis, dem frueheren staatlichen Hotelanbieter in Polen. Die Wahl fiel auf dieses Hotel wegen des eigenen Bades und des Wochenend-Rabatts.
Das interessanteste an diesem Hotels war uebrigens der Parkplatz, auf dem naemlich eine grasgruene M 72 stand. Nach dem Parken wollten wir uns die Maschine naeher anschauen, als Sacha ploetzlich Fuesse entdeckte. Zuerst dachten wir, dass jemand daneben schlaeft – bei naeherem Hinsehen allerdings bemerkten wir, dass da jemand schraubt: Ein aelterer Senior (laut eigenen Angaben 80, was wir auch sofort glaubten) lag neben dem Motorrad und war gerade im Begriff, den Zuendverteiler einzubauen!
Sacha fragte, ob er helfen koennte, aber das Angebot wurde abgelehnt. So fanden wir immerhin heraus, dass Herr Manczak sehr gut deutsch spricht. Er erzaehlte uns von seiner M 72, die er in den 70er Jahren von der polnischen Polizei gekauft hatte (man beachte die Verkleidung am Lenker). In der Zwischenzeit haette er sie oefter mal modifiziert und auch umlackiert; ihm ginge es eher um den praktischen Nutzen als um Originalitaet. Allerdings sei er wegen seiner Zuckerkrankheit seit 2 Jahren nicht mehr gefahren und repariere sie nun, um sie dann zu verkaufen. So sind wir also auf diesem Parkplatz Zeugen der Wiederbelebung dieser Maschine geworden: Einige Kicke von dem recht ruestigen Herrn, und die M72 lief!
Wir trafen ihn heute nochmal und er hatte uns versprochen, Bilder seiner Maschinen (er ist ein riesiger Indian-Fan) mitzubringen. Im Verlaufe dieser Stunden erfuhren wir auch einige Dinge ueber polnische Geschichte und das Schicksal seiner Familie: Sein Vater Jozef war Flieger im 1. Weltkrieg und laut seinem Sohn irgendwann sogar in der Staffel von Richthofen. Wie der Vater 1939/40 von den Russen verschleppt wurde und noch bis Januar, Februar Briefe an seine Familie schrieb. Danach hoerte die Familie nichts mehr von ihm und befuerchtete das Schlimmste. Einige Jahre spaeter wurde ihm auf Anfrage durch das Rote Kreuz mitgeteilt, dass man unter den Opfern von Katyn (ein Ort in Russland in der Naehe von Smolensk) auch persoenliche Dinge seines Vaters gefunden haette…
Normalerweise liest man solche Dinge in Geschichtsbuechern – aber diese lebendige Geschichtsstunde mit Herrn Manczak war sehr viel eindruecklicher und anschaulicher. Er zeigte uns alte Familienbilder mit der Bemerkung, dass er heute der einzige Ueberlebende sei. Wir konnten auch Originalfotografien seines Vaters anschauen sowie Luftaufnahmen von Poznan von 1919.
Herr Manczak hat die Dokumente einer Ausstellung ueber das Massaker von Katyn zur Verfuegung gestellt und uns erklaert, er erzaehle uns das, weil man das nie vergessen duerfe und viele Leute davon noch nie gehoert haben.
Laut Wikipedia haben die Russen (veruebt hat das Verbrechen der NKWD) das Massaker uebrigens immer der Wehrmacht in die Schuhe geschoben und erst 1989 ihre Schuld zugegeben. Bei diesem Massaker verloren um die 20.000 Polen ihr Leben, meist Offiziere, aber auch Intellektuelle und Zivilisten.
Herzliche Gruesse,
Regina
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Kuebelwagen
]]>nachdem Sachas Dnepr lief, sind wir in Richtung Norden gefahren. Ein komisches Gefuehl, wenn man sich die naechsten 200 km auf die Haltbarkeit zweier Kleber an einem Magneten verlassen muss.
Noerdlich von Posen ging es immer noerdlich mit dem Ziel des kleinen Staedtchens Debrzno, an dem an diesem Wochenende ein Motorradtreffen stattfinden sollte. Eine Fahrt durch die pommersche Landschaft ist fuer einen Motorradfahrer schoen, aber recht eintoenig: eine absolut flache Landschaft, links und rechts Heufelder, mal ein Heuballen, ein paar Buesche, ab und zu mal ein paar Baeume. Die groesste Abwechslung sind die paar Orte am Weg. Letzlich hat die Fahrt etwas fast meditatives: Die gleichmaessigen Geraeusche der Seitenventilmotoren, der Heugeruch und sonst gar nix aufregendes. Uebrigens versagt bei einer solchen Fahrt auch der komfortabelste Sattel.
Je naeher wir an Debrzno kamen, desto staerker meine Zweifel: wenn es nun (wie zB oft in Rumaenien) zwei Orte mit gleichem Namen gibt? Finden wir das ueberhaupt? Als wir in Debrzno ankamen, verstaerkte das die Zweifel: ein kleines, verschlafenes Kaff, wo normale Menschen niemals ein Motorradtreffen organisieren wuerden!
Gluecklicherweise kam nach dem Vorort noch der richtige Hauptort mit gleichem Namen. Dort fanden wir selbstgebastelte Schilder mit dem Wort Zlot. Wir wissen bis heute nicht, was das bedeutet, fuhren dem aber auf gut Glueck nach. Die Schilder fuehrten auf eine Sandpiste in den Wald und schlussendlich an einen Badesee. Und tatsaechlich, in der linken oberen Ecke des Parkplatzes befanden sich einige Motorraeder und eine Barriere. Gefunden!
Das Treffen selbst empfabnden wir als wohltuend unkommerziell: ein Esstand, ein Bierstand, ein Stand mit Shirts und tassen, und das wars dann auch schon. Ansonsten verbrachten die Teilnehmer die Zeit mit dem Roehren ihrer (meist japanischen) Motorraedern, Rumhaengen oder am Samstag mit Schlammfahren (mit anschliessendem Schlammcatchen). Wem das alles zu hektisch war, der konnte die paar Meter um den Badesee gehen und auf einer der kleinen, friedlichen Anglerpiers verweilen.
Die Motorraeder der Polen waren erwartungsgemaess recht neue Modelle – von Harley zu BMW war alles moegliche vertreten. Aber auch alte, polnische Junaks gab es zu bewundern. Ferner gab es mehrere Cliquen mit alten Dneprs und einigen wenigen Urals, sie reisten sogar mit Kuebelwagen, Marschmusik und tarnzelten an. Hauptsaechlich waren ihre Motorraeder Seitenventiler und fast alle in einem fast uebertriebenen Militaer-Trimm. Es gab sogar einen, der seine Dnepr liebevoll mit Aesten tarnte, man weiss ja nie..
Ueberhaupt waren ueberraschend viele Gespanne anwesend, darunter einige Harleys, MZ, Jawa, Dnepr.
Hier, an diesem Treffen, haben wir die bisher professionellsten und aufwendigsten Umbauten gesehen: Einer der Besucher praesentierte eine Dnepr mit einem VW-Motor, eine Arbeit von mehreren Monaten. Eine andere, sehr aesthetische Variante war der Einbau eines Sapporosch-Motors in einen Dnepr-Rahmen. Laut dem Besitzer scheint es in Polen nicht so schwer zu sein, einen solchen Umbau legal zuzulassen.
Das Treffen fand in sehr freidlicher Atmospaere statt, abgesehen von einem kleinen Streit, bei dem sich die Militaria-Clique ueber den voellig unsinnigen Motorenlaerm der Heizer-Fraktion aufregte. Die Veranstalter schlichteten, auch wenn spaeter die MG-Atrappe zufaellig auf die Motorraeder der Gegner gerichtet war. Ich hoffe, dass hier in Polen nur Atrappen von Gewehren erlaubt sind.
Musikalisch bot die Hauptband am Freitag vor allem Blues, am Samstag trat eine ACDC-Coverband auf. Davor gab es allerdings noch eine Preisverleihung, die wir mangels Polnisch-Kenntnissen aber nicht weiter interessiert verfolgten. Erst als wir Romier und Regina, Kilometri, Schweizaria, Dnepr hoerten, daemmerte uns was. Und siehe da, wir bekamen den Preis fuer die laengste Anfahrt, die inzwischen doch gute 13000 km betraegt. Leider konnten wir keine coole Ansprache auf polnisch halten – naechstes Mal dann. Die stolzen Preistraeger nach uns haben uebrigens alle ihr blankes Hinterteil praesentiert – haetten wir das mal frueher gewusst!
Ach ja, der Preis enthielt ein Diplom auf einer alten Schallplatte, die leider schlechte Chancen hat, daheim heil anzukommen. Ausserdem bekamen wir noch einen Jonny Walker (Black Label) mit auf den Weg. Auf den wird Sacha sicherlich besser aufpassen.
Das Treffen war insgesamt sehr gelungen, aber leider scheiterten groessere Gespaeche an der Sprache. Einige Polen sprachen Englisch, einige sogar ein sehr gutes Deutsch. Leider ergaben sich die interesseranteren Gespraeche erst kurz vor Abfahrt. Ich hatte das Gefuehl, dass die Polen entweder sehr zurueckhaltend sind oder nicht gerne Fremdsprachen sprechen, obwohl sie es gut koennten.
Wenn wir spaeter etwas mehr Zeit haben, werden wir Euch noch ein paar Impressionen des Treffens reinstellen.
Schoene Woche auch, herzliche Gruesse aus Poznan,
Regina
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seit Wroclaw sind es doch wieder ein paar Tage her und es ist wiedermal so einiges passiert.
Der Weg nach Norden zum Motorradtreffen fuehrt uns an unzaehligen Weizenfelder vorbei. Auch die Strasse ist nicht sehr anspruchsvoll, da Kurven eher selten sind. Um sich wachzuhalten schaut man dann schon mal an einem Mofa nach und fragt sich was fuer eine Marke es wohl ist. Oder man schaut sich die Strohballen in den Feldern etwas genauer an. Kurz gesagt, es ist sch… langweilig. Aber sobald man sowas auch nur denkt, passiert wieder etwas, was man eigentlich nicht will.
Dieses einlullende Motorradfahren hat mich so beansprucht, dass ich ploetzlich Regina nicht mehr im Rueckspiegel gesehen habe. Also bin ich wie ueblich an den rechten Strassen Rand um auf sie zu warten. Als es dann doch etwas laenger ging, habe ich gewendet und wollte schon zurueckfahren. Aber der Motor ging ploetzlich aus. Ich konnte gerade noch in eine Seitenstrasse reinfahren und Babuschka hinstellen. Ich hoffte, dass Regina nicht gerade jetzt vorbei fahren wuerde, da sie mich hinter der Hauswand nicht sehen wuerde. Aber natuerlich fuhr Regina gerade dann vorbei ohne dass ich mich bemerkbar machen konnte. Das einzige war jetzt das Haendy einzuschalten und hoffen dass Regina irgendmal merkt, dass sie mich nicht einhohlen kann. Nach ca. 15Min kam dann auch die erste SMS wo ich denn sei.
Unterdessen habe ich nach der Ursache der Panne gesucht. Benzin ok, Kerzen kein Funken, Hallgeber gibt wiedermal kein Signal. Ohje. Bei der Suche hat mir Robert von der Tankstelle, wo ich gelandet bin, tatkraeftig mit Polnischen Worten geholfen. Seine erste Vermutung war, ob mit dem Benzin alles ok ist, da die Kerzen trocken sind. Ich habe ihm dann versucht zu erklaeren, dass die elektrik wieder mal nicht geht. Er hat nur die Augen verdreht und genickt.
Mein Problem ist jetzt einen Hallgeber zu finden. Beim Untersuchen des eingebauten Hallgebers sah ich eher zufaellig, dass der Magnet des Gebers locker ist. Das sollte doch nicht sein. Da ich den alten Hallgeber (derjenige, den ich in der Schweiz schon getauscht habe) nicht weggeworfen habe (man weiss ja nie) konnte ich die Originalposition des Magneten feststellen und mit der Position vergleichen der der Magnet jetzt hatte. Weil der Magnet sich verschoben hatte, konnte dieser auch nicht mehr mit dem Hallgeber zusammenarbeiten und somit auch kein Signal mehr generieren. Also kurzerhand den Sekunkenkleber gesucht um den Magneten festzumachen. Als der Kleber nach einer Stunde immernoch nicht fest war (Gebrauchsanleitung war kyrillisch) haben wir uns entschlossen in ein Hotel in der Naehe zu gehen. Ich konnte ja nicht weiterfahren, wenn der Kleber nicht troken ist und der Magnet sich gleich wieder verschieben wuerde. Robert hat uns auch eine gutes Empfohlen. Nach ein paar Bierchen im Hotel habe ich mich entschlossen, den scheiss Sekundenkleber weider rauszunehmen und den Magneten mit 2K Kleber einzukleben.
Am Morgen wussten wir ja nicht, ob der Hallgeber nun wieder „gibt“ und so habe ich mich entschlossen auf Nummer sicher zu gehen und habe dem Harry angerufen. Er hatte sich ja als Sponsor fuer den naechsten Hallgeber geoutet. Mein Glueck war, dass ich noch im richtigen Moment mit ihm telephoniert habe. Wenn ich nur eine halbe Stunde laenger gewartet haette, waere Harry nicht mehr im Buero gewesen, sondern im Urlaub. Er hat mir also versprochen, gleich zwei Hallgeber per Express nach Polen in Hotel zu schicken. Nochmals vielen Dank an Harry fuer den schnellen Einsatz.
So war ich auch fuer den Fall, dass mein geklebter Hallgeber nicht geht, auch abgesichtert. Nach dem Fruehstueck hat mich Regina wieder zu Babuschka gebracht. Nach einem Schwaz mit Robert, habe ich den Hallgeber eingebaut und Robert hat noch ein paar Beschwoehrungsformeln gesprochen. Danach habe ich angekickt und Babuschka hat wieder Toene von sich geben. Hurra.
Robert hat uns dann noch an seiner Tanke (neben LPG gabs auch Massierstaebe und so Sachen zum kaufen) zum Trinken eingeladen.
Danach gibs wieder Richtung Norden. Regina wird darueber berichten.
So nun alles Gute allen Zuhause und denen die unterwegs sind.
Sacha
]]>tja, fuer Sacha hat es sich jetzt leider wieder ausgeprostet! Jetzt muss er wieder allein sein Bierchen schluggern. Es ist schon hart fuer ihn….
Nachdem sich Dani und Evrim vorgestern wieder in Richtung Heimat verzogen haben, haben wir – leider – wieder das Hotel verlassen und sind nach Wielicza, suedwestlich von Krakau, gefahren. Dort befindet sich die aelteste Salzmine Europas.
Der wohl eindruecklichste Raum der Mine ist, wie koennte es in Polen anders sein, eine Kirche. Es ist so ziemlich alles aus Salz gehauen, selbst die Statue von Johannes Paul II, die einen von weit oben anlaechelt, besteht aus dem Material. Auch die Kronleuchten und die Kerzenhalter sind aus Salz.
Von Sacha: Razi muss sich schon was einfallen lassen, dass die „nicht Preussen“ auch sowas fuer ihn machen….. Ausserdem muessten die Bayern fuer jedes Bier ein „Razi-Euro“ spenden, dass so viele Statuen von ihm gaebe wie vom „Tramper-Paul“.
Um den industriellen Ballungsraum Kattowice schnellstmoeglich zu durchfahren, benutzten wir die Autobahn. Da Polen mit das modernste der bisher besuchten Laendern ist, ist die Autobahn natuerlich in bester Verfassung – dafuer haelt man hier aber auch oft an Baustellen.
Bei relativ kuehlem Wetter und gelegentlichem Nieseln sind wir abends in Opole angekommen.
Schlesien hat uns erstaunt: Durch die Naehe zu Tschechien/Deutschland dachten wir eigentlich, dass der Landesteil Schlesien sehr modern und toprestauriert sein muesste. Stimmt aber nicht. Suedostpolen wirkt erheblich restaurierter, und ist zugegebenermassen auch die Gegend mit erheblich mehr Sehenswuerdigkeiten.
Die Landschaft suedlich von Wroclaw ist etwas huegelig, in Richtung Kattowice dagegen topfeben.
Heute haben wir in Swidnica die Friedenskirche angeschaut (ich getraus fast nicht zu sagen). Aber Polen ist halt voll von sehenswerten KIRCHEN!…
Momentan befinden wir uns im Osten von Wroclaw und wenn wir das notduerftigste erledigt haben (Waesche waschen, aufhanengen, Sacha schaut grad noch die Dnepr durch), werden wir uns der Innenstadt widmen.
Herzliche Gruessse,
Regina
von Sacha: heute haben wir noch Infos bekommen von einem Motorrad Treffen auf unserer Route. Da werden wir doch mal auftauchen und Russenpraesenz zeigen. Die Polen selber scheinen nur noch YamaSuKawa zu fahren.
Landschaftlich ist es ziemlich langweilig. Nur noch Flaeche. Aber das tut der Hardyscheibe gut….
Ach ja, neue Bilder im letzten Blog-Beitrag haben wir nachgereicht.
Gute Nacht und schoene Traeume
Sacha
]]>ich melde mich wiedermal um unsere letzten Tage zu beschreiben.
Von Lancut aus sind wir Richtung Westen nach Nowy Sacz gefahren. Da es in Suedpolen enorm viele Holzkirchen hat, haben wir uns nur auf ein paar wenige beschraenkt. Aber diejenigen, die wir besucht haben, waren meist geschlossen und erst am Wochenende offen. Aber dennoch haben sich die Besuche der Holzkirchen geloht, da diese immer in einer sehr schoenen Umbegung stehen.
In einem suedlichen Kaff von Nowy Sacz verbrachten wir zwei Naechte auf dem Campingplatz. Von da aus machten wir einen kleine Ausflug an der Slovakischen Grenze entlang um, was sonst, Holzkirchen anzuschauen und die Gegend zu geniessen.
Am Samstag mussten wir in Krakau sein, da Freunde von uns, uns besuchen wollten. Als ich mit Dani vor ein paar Wochen dieses Datum abgemacht habe um uns zu treffen, sagte ich ihm auch, dass er das Hotel organisieren soll. Als Regina und ich dann die Hotelbestaetigung vom Sheraton bekommen haben, glaubten wir dass dies ein Witz ist. Na ja, dem ist nicht so, da ich nun in der Lobby sitzte und euch schreibe.
Auf jeden Fall sind wir zusammen mit unseren Freunden (Dani und Evrim) unterwegs um Krakau anzuschauen. Krakau ist eine aussergewoehnlich schoene Stadt, die sich ein Besuch lohnt. Gestern zum Beispiel haben wir den Wawel besucht. Dies ist die Burg, die mitten in der Stadt auf einem Huegel gebaut ist. Dies war wohl lange die Residenz der Polnischen Koenige. Leider muss man fuer jeden Teil, den man besuchen moechte wieder ein neues Ticket kaufen (und die Verkaufsstaende befinden sich immer wieder an anderen Orten). So haben wir uns entschlossen, nur die staatlichen Empfangsraeume zu besuchen.
Diese waren doch sehr eindruecklich: Viele schoene Wandtepiche und Bilder dekorierten die Waende. Die grossen Teppiche zeigten uns, dass wohl doch mal auch ein Pole in Istanbul einem Teppichhaendler in die „Falle“ ging.
Auf jeden Fall geniesse ich nun das Vorhandensein von Dani und Evrim, denn Biertrinken macht spass, aber wenn man jemanden zuprosten kann, macht es noch viel mehr Spass.
Leider musste ich feststellen, dass Bilder im Moment wieder ein Problem ist. Also habt wiedermal ein wenig Geduld.
So nun Wuensch ich euch noch einen guten Montag Morgen Anfang. Auch der wird bald vorbei sein.
Gruesse
Sacha
]]>
nach Sandomierz haben wir uns Richtung Sueden gehalten. Auf der Strecke lag die sehr sehenswerte Burg/Schlossruine von Krysztopor – ein riesiges Gebaeude aus dem 17. Jhd. Zu seiner Zeit war das wohl ein sehr teuerer Bau, errichtet von einem italienischen Architekten. Interessant ist das Konzept des Gebaeudes, das sich nach dem Jahr richtet: Seine vier Tuerme symbolisieren die Jahreszeiten, die zwoelf Ballsaele die Monate, es gibt insgesamt 52 Raeume mit insgesamt 365 Fenstern.
Es waere eine schones Bauwerk gewesen, waeren nicht eines Tages die Schweden daran vorbeimarschiert. Nun kann man eine schoene Ruine besichtigen, die aber noch gut Auskunft darueber gibt, wie das Schloss wohl zu seiner Glanzzeit ausgesehen haben mag.
In Lancut kamen wir in einer Herberge der PTTK (der polnischen Touristenorganisation) unter, das frueher einmal ein Dominikanerkloster war. Ueberhaupt hat Polen sehr viele verschiedene Uebernachtungsmoeglichkeiten und falls man nicht allzuviele Ansprueche an eine Unterkunft hat, sind diese sehr guenstig.
Lancut besitzt ein Schloss von Mitte des 17. Jhd., das erstaunlich gut erhalten ist. Man kann etwa 40 der insgesamt 100 vorhandenen Raeume besichtigen. Der Besucher bekommt eine gute Vorstellung davon, wie die polnische Oberschicht vor dem 2. Weltkrieg gehaust haben mag. Der letzte Besitzer musste 1944 mitsamt seinen 400 wertvollsten Besitztuemern vor der roten Armee fluechten.
Von dort ging es dann ueber sehr schone Nebenwege Richtung Dynow, wo wir auf die ersten Holzkirchen trafen. Diese sind sehr unterschiedlich: es gibt welche mit Blechdaechern, dann gibt es Kirchen mit einem Tuermchen sowie welche, die mehrere Kuppeltuermchen besitzen.
Eine der bekannteren Holzkirchen befindet sich in Ulusz. Allerdings ist es gar nicht einfach, dorthin zu gelangen: Zuerst muss man den Ort finden, auf unserer Karte war er jedenfalls nicht verzeichnet. Danach mussten wir mit einer Holzfaehre den genaechlichen Fluss San ueberqueren. Daraufhin folgte eine Schotterpiste, die sich ueber Kilometer durch den Wald zog. Und wenn man glaubt, man findet das nie, steht man ploetzlich vor einem Schild, das mitten in den Wald zeigt. Man muss dann nur noch 300 steile Hoehenmeter bwaeltigen und findet sich auf einem Berg, auf einer Lichtung wieder. Inmitten von alten Grabsteinen befindet sich die wunderschoene Holzkirche von Ulucz. Wir hatten sogar das Glueck, das die Kirche geoeffnet war. Innendrin war sie nciht besonders spektakulaer, da sie leer war; lediglich eine Ikonenausstellung war zu sehen.
Der Weg nach Sanok ist gesaeumt von diesen Holzkirchen und wir haben noch einige andere besichtigt. Wen die Kirchen nicht interessieren: die Strassen und Wege sind die Fahrt auf jeden Fall wert.
Heute geht es von Sanok aus in Richtung Westen, damit wir am Wochenende puenktlich in Krakau sind.
Herzliche Gruesse,
Regina
Nachtrag von mir:
wir haben von Sebi aus Brasov noch ein Bild seinem chopper bekommen. Dieses wollen wir euch nicht vorenthalten.
Bilder im alten Blogeintrag sind nachgereicht.
Sacha
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Als wir vor einigen Tagen von Lviv in Richtung polnische Grenze fuhren, hat es stark geregnet. Und auf ukrainischen Strassen mit den Spurrillen und Flicken ist das nicht immer lustig. Aber wir haben es schlussendlich geschafft.
An einer Tankstelle haben wir unsere letzten Griwnas auf den Kopf gehauen und wurden Zeugen, wie die Polen bis zur maximalen Grenze volltanken: Man nehme einen Keil, fahre mit dem Hinterrad (da wo der Tankstutzen ist) drauf, damit das Auto schraeg steht. Anschlliessend tanken bis zum Anschlag…und am besten noch ein paar zusaetzliche PET-Flaschen fuellen. Wenn man bedenkt, dass der Benzinpreis in Polen fast doppelt so teuer ist, verstehen wir das Verhalten ansatzweise.
Der ukrainische Grenzuebertritt bei Hrebenne war mit 15 Minuten recht unproblematisch, beim polnischen Zoll dagegen mussten wir uns erst etwa eine Stunde in der Schlange anstellen. Das Grenzprozedere selbst ging dann etwa 20 Minuten und war relativ unproblematisch. Lustig war dabei anzuschauen, wie die Zoellner sackweise beschlagnahmte Zigaretten vorbeitrugen.
Da es doch schon spaeterer Abend war, fanden wir ein Quartier in einem erstaunlich schoenen Tankstellen-Hotel.
Am naechsten Tag haben wir Zamosz, die wohl italienischste Stadt Plolens, besichtigt. Danach waren wir in Lublin, das uns wegen seiner restaurierten, aber auch unrestaurierten Altstadtfassaden gut gefallen hat. Abends sind wir dann in Kasimierz Dolny angekommen. Dort hatten wir das Glueck der Dnepr-Fahrer: Kasimierz Dolny ist ein von Polen sehr beliebter Urlaubsort und entsprechend ausgebucht. Als wir da also vor einem Hotel standen, wurden wir von zwei bereits beschickerten Polen wegen unserer Moppeds auf deutsch angesprochen. Schnell wurde mit deren Hilfe eine gute, guenstige Privatunterkunft organisiert.
Heute sind wir wieder Richtung Sueden, an der Weichsel entlang gefahren und sind nun auf dem Campingplatz in Sandomierz. Gestern war es hier noch sehr kalt und regnerisch, erst heute haben wir wieder die Gelegenheit und das Wetter zum Zelten.
Eben hatten wir noch ein kleines Gespraech mit dem Sohn der Campingplatzbesitzer: seiner Meinung nach gibt es in Polen nur noch wenig Ural und Dneprs, die Jungen wuerde das eh nicht mehr interessieren. Am ehesten wuerde man noch eine Junak oder Teile davon bekommen.
Dass man in Polen ist, merkat man schnell: die Strassen hier im Suedosten des Landes sind im Gegensatz zur Ukraine bombastisch. Es ist auffallend, dass der Lebensstandard in Polen erheblich hoeher sein muss als in der Ukraine: Die Haeuser sind schoener, die Nebenstrassen geteert, selbst die alten Sowietblocks sind in Polen bereits restauriert und bunt angemalt (in Rumaenien zB faengt man damit erst an). Wir empfinden Polen als ein relativ einfach zu bereisendes Land, mit genuegend Hotels, Campingplaetzen und vor allem schoenen, interessanten Orten.
Bilder folgen in den naechsten Tagen.
Unser Fazit zur Ukraine
Leider sind wir nur 5 Tage durch die Ukraine gefahren, um genau zu sein, auch nur im Westen des Landes. Ukraine war fuer uns mit das guenstigste Reiseland (normalerweise waere das eigentlich Moldawien gewesen, aber die Hotelpreise dort waren erheblich hoeher!). Wir hatten keinerlei Probleme mit Zoll oder Polizei und hatten auch niemals Angst um unser Hab und Gut. Die Strassen waren relativ schlecht (holprig, viele Spurrinnen), Benzin kostete zwischen 56 und 65 Cent. Auch Zigaretten und natuerlich Alkohol ist sehr billig zu haben. Die Hotelpreise waren entgegen aller Vorurteile ebenfalls sehr guenstig (ab 15,- Eur das Doppelzimmer), natuerlich ginge es noch billiger (alte Sowiethotels), aber das muss man sich nicht wirklich antun, wenn man die Wahl hat. Interessant sind die Maerkte und vor allem Autobasare, wobei man allerdings Einheimische fragen sollte, wo sie sich befinden.
Grundsaetzlich sind die Ukrainer sehr interessiert und wuerden gerne spontan mit einem reden – aber leider haperts meist an der Sprache. Englisch scheinen die wenigsten zu koennen, was wir sehr bedauerten.
Am letzten Tag habe ich noch eine Aussage von zwei jungen Ukrainern gehoert, die ich Euch nicht vorenthalten will: Dnepr-Fahren, das faenden sie schon irgendwie cool, aber eigentlich auch peinlich. Weil, diejenigen, die in der Ukraine Geld haetten – die kaufen sich ein Auto….
Herzliche Gruesse aus dem mueckenverseuchten Sandomierz,
Regina
]]>endlich haben wir wieder mal ein Internet Cafe gefunden. Wir sind nun schon der 5te Tag in der Ukraine. Ein Fazit zu Moldavien und ein paar Sachen ueber Rumaenien wird in einem anderen Blog Eintrag von Regina gemacht. Aber zurueck zum Dnepr-Land.
Der Grenzuebertritt von Rumaenien in die Ukraine ging ziemlich Problemlos. Auf der rumaenischen Seite war es eine Sache von 10 Minuten. Es waere noch kuerzer gewesen, wenn wir uns nicht immer wieder von Einheimischen abdraengen gelassen haetten. Aber wir sind ja friedlich und halten uns an die Reihenfolge. Auf der ukrainischen Seite wars ein wenig interessanter. Zuerst mal das normale Vordraengeln der Leute. Als wir dann drann waren, mussten wir noch ein paar wenige Formalitaeten ausfuellen (Einreise und Ausreise). Nebenbei konnte ich beobachten, wie ein Rumaene die Zollabfertigung beschleunigte, indem er ein paar Noten diskret per Handschlag dem Zoellner uebergeben hat. Jetzt wollen die Zoellner meine Kisten anschauen. Also habe ich diese aufgemacht. Nach kurzem Reinschauen dachte ich dass es das war. Dem war nicht so. Ich wurde aufgefordert dem Zoellner zu folgen. Hmm, ich dachte, dass ich nun auch einen „Zollbeitrag“ geben muesste. Aber als ich dann auf einem Platz neben dem Zollgebeude den Hundezwinger sah, wusste ich dass nun eine Schnueffelnase zum Zug kam. Tatsaechlich musste ich jeweils die Haelfte meiner Kisten auf dem Boden auslegen. Dann kam ein Cocker-Spaniel ins Spiel. Der hat an allem rumgeschnueffelt und wurde dann sogar in die erste Kiste reingehoben. Als er dann sogar in die zweite (hintere) Kiste geschoben wurde, hatte ich Angst, dass der Kistendeckel (mit Ersatzrad) auf den Hund fallen koennte, was wohl ein paar Probleme gegeben haette. Auch das habe ich gut ueberstanden und zum Schluss hat die Nase noch an Babuschka geschnueffelt. Auf ein Zeichen des Hundes an meiner zusammengerollten Blache, wollte der Zoellner diese anschauen. Aber nachdem nichts gefunden wurde, haben die mitlerweile 5 Zoellner das Interesse an mir und Babuschka verlohren. Einer hat sich dann mit den Worten „Welcome to Ukraina“ verabschiedet. Somit konnten Regina und ich dann ins Land.
Auf einer ziehmlich holprigen Strasse sind wir dann gegen Westen in die erste groessere Stadt gefahren. Das erste Hotel das ich angeschaut habe war sehr erstaunlich: der Preis fuer Ukrainer war 4.5Euros, fuer Auslaender 9Euros. Aber der Zustand des Zimmers war katastrophal. Zwei freundliche Jungs haben uns dann ein anderes Hotel gezeigt, das nur 100m weiter war. Dessen Zimmer war super und fuer 18Euros ein guter Preis.
Am Tag drarauf sind wir gegen Norden in die Auslaeufer der Karpaten gefahren wo wir dann auch eine Nacht wild gecampt haben. Am naechsten Tag sind wir dann nach Lviv gefahren. Diese Stadt ist ein Unesco Erbe und hat viel zu entdecken: Verschiedene architektur Stile (Soviet, Oesterreich, Deutsch) haben der Stadt ein nettes Bild gegeben. Leider sind die Hotelpreise mega teuer und die Strassen sind mega holpriges Kopfsteinpflaster. Nach einem Hinweis vom Hotelmanager, sind wir am naechsten Tag noch auf einen Basar gegangen, wo ich hoffte ein paar Dnepr Teile zu finden. Dieser Basar war die genial. Da konnte man alles finden was das Techniker/Bastler/Heimwerker Herz begehrte. Ich habe soger meine Dnepr Teile gefunden.
Nach diesem Einkauf sind wir gegen Osten gefahren, wo wir ein paar Nette Schloesser angeschaut haben. Das erste war in Olesko und man konnte es besuchen. Das zweite Schloss war in einem schlechten Zustand (aber morbide schoen) und man konnte es nicht besuchen. Aber man hat begonnen es zu restaurieren. Eigentlich schade, denn der Charme wird dadurch verlohren gehen.
Die gestrige Nacht auf heute haben wir in Zolociv verbracht. Da es heute Samstag ist, gabs einen grossen Markt. Und auch auf dem habe ich wieder ein paar Dnepr Teile gefunden. Ein richtiges El-dorado.
Von hier aus wird unser Weg nach Polen fuehren.
Zur Ukraine generell: Im Sueden sind ja die Auslaeufer der Karpaten. Das macht die Landschaft interessant. Je weiter man in den Norden kommt, wird das Land flach. Ein Huegel von 40Meter ist schon strategisch genug, um ein Schloss draufzubauen. Die Leute sind sehr nett und versuchen auch mit uns zu sprechen. Leider ist hier das englisch nicht sehr verbreitet. Aber jedesmal wenn die Leute meine Dnepr sehen, scheinen sie stolz zu sein, dass ein Auslaender so was faehrt.
Eigentlich haben wir mehr Dnepr erwartet. Bis jetzt haben wir nur 10 Stueck gesehen. Der Grund duerfte darin sein, dass das Benzin fuer Ukrainer relativ teuer ist und ein kleiner Japanroller billiger im Unterhalt ist.
Tschuess bis zum naechsten mal.
Doswidanja, Sacha
PS.: Noch ein Wort zur Essensbeschaffung in einem Land, dessen Sprache wir nicht wirklich verstehen und selbst die Menuekarte ein echtes Uebersetzungsproblem mit sich bringt: Sacha ist inzwischen ein echter Meister der phantomimischen und lautmalerischen Essensbestellung. So brachte ihm gestern abend der Dialog << Haben Sie gok-gok-gok?>> die freundliche Antwort von der Koechin ein: <<Njet, gru-gru-gru>>. Bekommen hat er erwartungsgemaess ein Putenschnitzel. Das Wort <<cartofi>> kennt man von Bulgarien bis in die Ukraine und ist auch auf kyrillisch zu entziffern. Und <<fri>> wie <<Fritten>> liegt sprachlich auch noch drin.
Ach ja, richtig Spass macht das Einkaufen in den Laeden, ueber denen <<Produkti>> steht: Von einzelnen Bonbons (fuer Schweizer: Zeltli) ueber Wurst- und Milchwaren, Alkohol, Gemuese, bis hin zu einzelnen Keksen (fuer Schweizer: Guetzli) gibts an Lebensmittel so ziemlich alles. Und hier gibts im Gegensatz zB zu Rumaenien fast keine auslaendischen Marken. Sacha und ich koennten hier richtig shoppen, wenn wir nur ein Anhaengerchen haetten…..
]]>Somit gilt unsere Reiseempfehlung vor allem fuer Abenteurer und Sowjetnostalgiker. In Moldawien laesst sich also durchaus was erleben, allerdings kommt man mit Englisch nicht wahnsinig weit (was sehr schade ist, wenn man mit Leuten ins Gespraech kommen will). Wir wuerden zudem rudimentaere Kyrillisch-Kenntnisse empfehlen, allein, um schon nicht zu verhungern. Aber man hat dafuer die Gewissheit, fast allein in diesem Land unterwegs zu sein und als Tourist als echtes Alien aufzufallen.
Trauriger Nachtrag: In Chisinau hatte ich erfahren, dass im April Wahlen waren und es daraufhin Demonstrationen in der Hauptstadt gab. Ein rumaenischer Student erzaehlte mir vor einigen Tagen, dass er gehoert haette, das an jenem Tag einige Studenten direkt von der Strasse verschwunden und bisher nicht wieder aufgetaucht sind. Ob das eine dieser Schauermaerchen der Rumaenen ist, vermag ich nicht zu sagen, traue eine solch undemokratische Aktion dem Land Moldawien aber durchaus zu.
Seit Januar 2009 muessen die Rumaenen uebrigens wieder Visa beantragen, um Moldawien besuchen zu koennen. Und interessanterweise haben wir nur eine Rumaenin getroffen, die je das Nachbarland besucht hat! Eine Hostel-Besitzerin, die aufgrund der Nachfragen von vielen Backpackern das Land besucht hat. Die Rumaenen, die fuer den Wiederanschluss von Moldawien sind, scheinen in der Minderheit zu sein und stammen aus dem rumaenischen Landesteil Moldova.
Besuch im Memorialul Victimelor Comunismului si al Rezistentei
An unserem letzten Rumaenien-Tag besuchten wir das sehr sehenswerte Memorial in Sighetu Marmatiei. Es war ein frueheres Gefaengnis im kommunistischen Rumaenien und zeigt sehr eindruecklich, wie tief das kommunistische System sich in der Gesellschaft verankert hat und wozu es gefuehrt hat (Inhaftierung von Intellektuellen und nichtkommunistischen Politikern, Deportation von Rumaenen nach Kasachstan, Ausloeschung von Opposition, usw.). Da Gefaengnis zeigt auch den Gefaengnisalltag, ein Raum widmet sich inhaftierten Frauen, es werden Zellen gezeigt. Leider erfaehrt derjenige, der kein Rumaenisch kann, erheblich weniger: speziell die Zitate der Gefangenen wurden nciht uebersetzt.
Der Raum, der die Arbeitslager behandelt, stellt ein Motorrad aus, das in einem rumaenischen Gefaengnis (ich glaube, es war in Ieud) zusammengeschraubt wurde. Leider wissen wir weder Marke noch sonstwas darueber.
Interessant fanden wir die Tatsache, dass junge Rumaenen keinen grossen Hass auf die Russen hegen, immerhin war laut dem memorial jeder 8. Rumaene irgendwie von diesem System (IVerhoere, Gefaengnis, usw.) betroffen. Allerdings moegen sie die Ukrainer schon nciht so wirkklich, in ihren Augen sind das ja alles Russen…..
]]>gestern haben wir die Umgebung von Sighetu Marmatiei angeschaut. Der erste Anfahrtspunkt war der „Froehliche Friedhof“. Das spezielle an diesem Friedhof ist, dass die Kreuze mit einer (meist lustigen) Szene aus dem Leben des Toten bemalt sind. Zudem werden auch Anekdoten aus dessen Leben aufgeschrieben (zum Beispiel, dass derjenige doch gerne etwas zuviel getrunken hat oder dass diejenige manchmal etwas eitel war). Das erste dieser Kreuze wurde ab 1935 geschmueckt, mit der Idee, dass man sich an etwas lustiges aus dem Leben des Toten erinnert und so das Traurige ueberwinden kann. Diese Tradition wird bis heute weitergefuehrt.
Danach besuchten wir noch ein schoenes Kloster (Barsana). Dieses steht unter dem Unesco Kulturerbe. Die verschiedenen Gebaeude sind ganz aus Holz. Die Kirche ist sehr schmal gebaut mit einem sehr hohen und spitzigen Turm.
Da wir heute in die Ukraine fahren werden, ist wohl nun die Zeit fuer ein Fazit von Rumaenien:
Leute: Die Rumaenen sind super offene Leute. Meistens kommt man sehr schnell mit ihnen in Kontakt (auf englisch). Wenn derjenige kein englisch kann, wird mit Zeichen weitergemacht. Die Hilfsbereitschaft wird auch grossgeschrieben. Jedesmal wenn wir irgendwelche Probleme hatten, fanden wir jemanden, der uns weiterhelfen konnte.
Verkehr: Dieser ist moerderisch. Wir muessen leider sagen, dass sobald der Rumaene/Rumaenin hinter einem Steuerrad sitzt, zur Bestie wird (der groesste Teil jedenfalls). Saemtliches soziales Denken wird ausgeblendet. Es wird ohne Ruecksicht auf Tiere und Menschen gefahren. Man hupt lieber, als dass man kurz auf die Bremse geht. Wir haben Beispiele gesehen, wo Innerorts ein Lastwagen mit total ueberhoehter Geschwindigkeit hupte, um eine alte Frau von der Strasse zu scheuchen. Auch die vielen Toten (Menschen und Tiere) bezeugen dieses Verhalten. Wir sind auf Strecken gefahren, da zaehlten wir 10 Kreuze am Strassenrand auf der Distanz von grad mal 10 Km. Oft waren es auch mehrere Kreuze auf einmal. Ueberholt wird ueberall. Vor allem dann, wenn der Gegenverkehr auch gerade ueberholt wird. Oft konnten wir uns nur durch starkes Bremsen von einem Abflug in den Strassengraben retten.
Motorrad: Unverbleites Benzin gibs ueberall. Seit zwei Jahren gibs kein verbleites mehr. 20W50 Oel findet man teilweise an Tankstellen.
Land: Rumaenien ist ein wunderschoenes Land, indem es enorm viele Sachen zu besichtigen gibt. Das Land bietet schoene Kloester, geniale Kirchen, Hoehlen, Schlammvulkane, verwahrloste Industrieanlagen und super Naturgebiete. Der Zustand der Strassen ist mittlerweile zum groessten Teil gut bis neu. Nur gelegentlich fanden wir noch Strassen, auf denen man nur maximal 50km/h fahren konnte, weil es riesige Loecher zu vermeiden gab.
Preise: fuer Uebernachtungen variierten (fuer zwei Personen) zwischen 8 Euros in kleinen Bungalows auf dem Zeltplatz bis zu 50 Euros in einem 4* Hotel in der Grossstadt. Im Mittel mussten wir ca. 25 Euros fuer eine gute Pension (aehnlich wie ein Hotel) bezahlen. Die Lebenskosten sind hier relativ tief. Ein Essen in einem guten Restaurant kostet selten mehr als 25 Euros fuer zwei Personen (Vorspeise, Hauptspeise und Getraenke zusammen), in einfachen Restaurants auf dem Land kann es aber auch gut darunter sein.
Pannen: Babuschka: Kupplung neu, Lima Ritzel neu. Lola: Neue Vergaseransaugstutzen. 4 neue Kerzen.
Mein persoenliches Fazit ist:
Wenn ich Koenig von Rumaenien waere, wuerde ich folgendes erlassen: Jeder Rumaene/in, der im Verkehr durch ruepelhaftes Verhalten aufgefallen ist, soll sein Auto fuer ein Jahr gegen einen Eselskarren eintauschen. Zudem soll er helfen 1km von einer rumaenischen Strasse neu zu teeren und einer der vielen wilden rumaenischen Strassenhunden bei sich aufnehmen. Zugegeben, in Rumaenien gaebe es dann praktisch nur noch Eselskarren, aber es wuerde die Umwelt schonen.
Wir haben noch ein paar Bilder im vorherigen Blogeintrag eingefuegt. Schauts doch mal an.
Bis bald wiedermal,
Sacha
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sorry liebe Blog Leser, dass wir uns erst jetzt wieder melden. Die letzten paar Tage waren sehr stressig und haben uns voll beansprucht. Aber der Reihe nach:
In Suceava (vor 4 Tage) war die Welt des Gespannreisens noch in Ordnung. In der Stadt selber haben wir (wiedermal) ein paar Kirchen und eine alte Festung angeschaut. Da dies uns einen halben Tag gekostet hat, sind wir erst spaet da los und sind nur 14km weit zum naechsten inofficiellen Camping Platz gefahren. Da wollte ich sowieso wiedermal eine gross Inspektion der Mopeds machen.
Aber da Babuschka ein sehr komisches Geraeusch aus dem Bereich der Stirnraeder machte, habe ich mir das zuerst angeschaut. Nach kurzem Anschauen des Radialspiels an der Lima (von Aussen moeglich) habe ich festgestellt, dass da was nicht in Ordnung sein kann. Also habe ich kurzerhand den Stirnraddeckel abgenommen. Meine Befuerchtungen haben sich bewarheitet: Das speziell angefertigte Ritzel fuer die Lima (das letzte in Reserve) war hinueber. Das Problem war offensichtlich, dass das Material des Ritzels zu weich war und sich der Halbmondkeil wieder (wie schon beim letzten Ritzel von 10000km) eine groessere Nut geschaffen hat. Dadurch wurde dann das Ritzel beschaedigt und es war nicht mehr fest genug auf der Welle. Es waere nur eine Frage der Zeit gewesen, dass es noch groesseren Schaden angerichtet haette.
Nun hatte ich also das Problem, dass ich auf einem no name Camping Platz wo nur alle rumaenisch Sprachen, ein neu angefertigtes Ritzel zu beschaffen. Ich bin dann zum Besitzer des Platzes und habe ihm das Ritzel gezeigt und mit Zeichen zu verstehen gegeben, was mein Problem ist. Er hat dann schnell begriffen und uns ein Plan gezeichnet wo wir ein Mechaniker mit komletter Werkstatt finden koennen. Und das alles auf rumaenisch.
Mit voller Hoffnung sind wir also am naechsten Morgen wieder zurueck nach Suceava gefahren (Babuschka nur auf Batterie, da das Ritzel ja draussen war). Tatsaechlich fanden wir dann die Werkstatt und hatten sogar das Glueck, dass der Sohn des Werkstattesitzers super gut englsich sprach. Nach kurzer Schilderung des Problems, meinten beide „no problem“. Sie koennten ein neues Ritzel machen und dieses sogar haerten. Nachdem mir der Preis fuer ein Ritzel gesagt worden ist, habe ich 5 Stueck bestellt. Ein Angestellter hat dann noch kurz die Lima Achse ausgemessen und sogar eine Verbesserung am Ritzel vorgeschlagen. Dies war am Donnerstag Mittag. Das einzige Problem bei der Sache sei, dass am Freitag kein Strom vorhanden waere, da die Stadtwerke einen Unterbruch machen. Ich wuerde die Ritzel also „erst“ am Samstag bekommen. Ich konnte mich vor Begeisterung kaum zurueckhalten. Regina und ich haben uns in eine 5 Minuten entfernte Pansion eingecheckt.
Um den Nachmittag noch Sinnvoll zu nuetzen, hat Regina Lola ausgeraeumt und wir sind dann ein zwei Moldau (Humor und Voronet) Kloester besuchen gegangen. Diese sind wirklich super, da diese nicht nur Innen, sondern aus Aussen auf den Kirchenmauern Fresken haben. Zudem waren beide Kloester stark befestigt.
Am Freitag um 10Uhr wollten Regina und ich weitere Kloester besuchen. Bevor wir aber losfuhren, bin ich noch kurz beim Mechanicus vorbei und wollte fragen ob alles ok ist. Er gab mir zu verstehen, dass die Ritzel fertig sind. Oha, schon. Super. Er hat dann noch sein Sohn angerufen und dieser ist dann nach kurzer Zeit auch bei der Werkstatt angekommen. Dieser fragte mich ob alles ok ist und ob die Ritzel passen. Waerend ich eines der Ritzel eingebaut habe, haben Regina und Steve zusammen geredet (vorallem Regina….). Eine halbe Stunde spaeter konnte ich den Motor mit dem neuen Ritzel austesten und als gut befinden.
Steve fragte uns noch, ob wir Lust haetten am Abend mit ihm und ein paar Freunde auszugehen. So verbrachten wir einen interessanten Abend mit einem angehenden Schauspieler, einem Kammeramann des nationalen TV, einem Computerfachmann fuers lokale TV und Steve (der Maschineningenieur ist).
Da der Aufbau von Babuschka am Freitag war, sind wir dann erst am Samstag zwei weitere Moldau Kloester anschauen gegangen: Sucevita und Moldovita. Beides wieder befestigte Anlagen mit super schoenen Fresken (Innen und Aussen).
Waerend der Fahrt klagte Regina ueber schlechten Verhalten von Lola, besonders als wir einen Pass raufgefahren sind. Das Problem wollte ich nicht mehr am Abend anschauen und habens auf heute Morgen vertagt.
Unser erster Verdacht waren die Ansaugstutzen, da diese schon Risse aufzeigten. Nachdem ich diese gewechselt habe, zeite sich aber noch keine grosse Veraenderung. So habe ich noch die Vergaser nachsynchronisiert. Aber wegen der ganzen Kickerei (Lola wollte einfach nicht mehr starten), sind die Kerzen auch noch kaputt gegangen (versoffen). Als wir dann diese auch noch gewechselt haben, rannte Lola wieder.
Endlich konnten wir wieder fahren. Unser Weg hat uns nach Westen ueber Viseu de Sus nach Sighertu Marmatiei gebracht. Die Strasse (uebrigens sehr schlecht) hat uns quer durch die Maramuren gebracht. Hier ist Holzwirtschaft angesagt. Das zeigt sich auch darin, dass vieles hier aus Holz gebaut ist unter anderem auch die Kirchen.
So, nun ist Schluss. Ich muss den Platz raeumen. Bilder werden wir Morgen reinstellen.
Gruesse und gute Nacht,
Sacha
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wir sind wieder in Europa. Gestern sind wir von Soroca nach Suceava gefahren. Moldavien hat sich am letzten Tag wieder von seiner typischen Seite gezeigt: Super schoene Landschaft, riesige Sonnenblumenfelder und mega schlechte Strassen.
Kurz vor der Abfahrt haben wir doch noch mit ein paar Jungs ueber Motorraeder sprechen koennen. Es ist einfach so mit den Moldaven, sobald einer anfaengt zu reden, kommen andere und reden mit. Die Moldaven muessen einfach zuerst mal auftauen. Sie meinten, dass wir verrueckt sein muessen mit solchen Mopeds rumzureisen, vorallem in Moldavien. Wir sind die ersten Auslaender die er in Soroca mit solchen Mopeds gesehen hat. Er selber hat eine Jawa, Ish und eine Ural. Aber keine ist fahrtuechtig und braucht ein weiteres Jahr um diese Instand zu setzten.
Ohne unsere Mopeds waeren wir nie mit Moldaven in Kontakt gekommen. Russenbonus!!!!
Unterwegs hatten wir noch einen Auffahrunfall! Als wir die Mopeds angehalten haben und ich die Karte studiert, hat Regina Lola hingestellt und mir ueber die Schulter geschaut. Leider war die Strasse etwas abschuessig so dass Lola angefangen hat zu rollen. Dieses Bist hat mir den Seitenwagenkotfluegel zerkrazt und mein Rueckstrahler beschaedigt. Babuschka hat dann zurueckgeschlagen und hat die linke Zuendkerze mit Stecker kaputgemacht. Zickenkrieg unter den Mopeds. Regina und ich haben dann beide beruhigt und alles wieder (bis auf Babuschkas Kratzer) wieder in Ordnung gebracht.
An der Moldauisch – Rumaenischen Grenze wurde es dann wieder spannend. Wie lange werden wir brauchen. Zuerst mal mussten wir wieder 20 Lei pro Fahrzeug bezahlen fuer irgendeine Steuer. Erst dann wurde die Barierre geoeffnet, damit wir zum eigentlichen Zoll fahren durften. Dort wurden wir vom Zoll und dann von der Polizei ueberprueft. Eine weitere Gebuehr von 3 Lei war faellig fuer irgendwas. Zum Glueck ist es nicht so viel (gerade mal 1.50Euros). Nach 30 Minuten waren wir durch. Danach 5 Minuten uebers Niemandsland (es war eine Staumauer) zum Rumaenischen Zoll. Dieser brauchte 10 Minuten zur Ueberpruefung, inklusieve der Frage ob wir Waffen, Munition oder Drogen dabei haetten.
Die letzte Nacht haben wir in Suceava verbracht. Von hier aus fahren wir nun zu den Moldau Kloester.
Ach ja noch eine Neuigkeit von Sebi: Er hat den ersten Platz in der Kategorie Chopper gewonnen. Leider haben die Veranstalter das Preisgeld nicht auszahlen koennen. Wir versuchen ein Paar Bilder reinzustellen, sobald wir welche haben.
Wir haben noch ein paar Moldavien Bilder in fruehere Artikel beigefuegt. Sieht sie euch an.
Gruesse
Sacha
]]>so wir haben die Festung gefunden. Leider ist dieses Schmuckteil nur vom Mittwoch bis Samstag offen. Somit konnten wir die Sehenswuerdigkeit Nr 3 nur von aussen anschauen.
Von der Festung aus konnten wir noch einen ersten Blick auf die Ukraine werfen. Moldavien und die Ukraine sind hier durch den Fluss Niestre getrennt. Wenn man in die Ukraine wollte, muesste man eine kleine Faehre nehmen, da es keine Bruecke gibt.
Dafuer konnte ich an Lola ein paar Sachen richten. Ein Problem war, dass die Kupplung sehr schwammig war. Der Grund war, dass der Kupplungsausrueckhebel und dessen Haltering ausgenudelte Loecher hatten. Das fuehrte dazu, dass die Kupplung nicht mehr ganz getrennt werden konnte. Zum Glueck hatten wir noch einen neuen Haltering dabei. Ein weiteres Thema waren die Tankschrauben, die sich losgerappelt haben. Aber nach einer Stunde war alles wieder ok.
Morgen fahren wir zurueck nach Rumaenien um noch ein paar Kloester zu besuchen.
Schlaft gut,
Sacha
Typische Landschaft in Moldavien
]]>wir sind nun am letzten Ziel in Moldavien angekommen. Hier befindet sich die letzte der drei Sehenswuerdigkeiten von Moldavien. Irgendwo in diesem Kaff soll sich eine Festung befinden, die einen Besuch Wert sein soll. Die Stadt selber ist voellig Trostlos, es sei denn man moechte hard-core Off-road fahren in einer Stadt. Der Weg hierher war sehr anstrengend, da es viel und stark geregnet hat und man desshalb die grossen Loecher unter den noch groesseren Pfuetzen nicht gesehen hat.
Gestern hatten wir Sehenswuerdigkeit Nr 2 besucht: der Hoehlenklosterkomplex von Orheiul Vechi. Diese Hoehlen (wir haben nur eine besucht) sind in einer grandiosen Landschaft die man gar nicht erwarten wuerde. Der Fluss hat eine Schlaufe in die Landschaft gefressen und da haben die Moenche in den Fels ein kleines Kloster gebaut. Weitere Hoehlen sind zwar sichtbar, aber wir wissen nicht ob die jemals bewohnt waren. Leider wird hier in Moldavien nichts erklaert.
Eine kuriositaet von Moldavien ist das zwei Stufen Preissystem in den Hotels. Wenn man sich nach dem Zimmerpreis erkundigt, bekommt man eine Antwort. Aber sobald man eingezogen ist, oder im Begriff ist das zu machen, wird ploetzlich ein hoeherer Preis genannt. Gestern zum Beispiel wurde gesagt, dass wir 25% Auslaender Aufpreis bezahlen muessen. Hinter der Frau an der Wand hing auch eine offizielle Preistabelle wo das so drauf war.
So das wars dann auch schon. Bilder folgen und wir suchen nun die Festung.
Gruesse
Sacha + Regina
]]>von Galati aus sind wir vorgestern in Richtung moldawische Grenze aufgebrochen.
Der Grenzuebertritt hat insgesamt rund 50 Minuten gedauert, obwohl wir uns nicht – wie alle anderen – vorgedraengelt haben… Kosten lagen bei rund 6 Lei pro Nase (ca. 1,20 Eur), wofuer auch immer.
Nach der Grenze fiel uns recht schnell auf, dass die Doerfer insgeamt erheblich aermer aussahen als die in Rumaenien. Auffallend war, das es einige Frauen gab, die Wasser aus den Brunnen schoepften und offensichtlich heimtransportierten. Somit gibt es hier also nicht ueberall fliessend Wasser.
Die Strassen sind oft sehr holprig und in keinem guten Zustand und es koennen auch mal ein paar Gullydeckel fehlen! Die Landschaft ist sehr landwirtschaftlich gepraegt, wir fuhren rund 200 Kilometer an Sonnenblumenfeldern, Getreidefeldern und Weinreben vorbei. Moldawien hat anfte Huegel, fuer uns bedeutet das, dass wir auf sehr geraden Strassen berghoch und bergrunter fahren.
Die Polizeipraesenz am Strassenrand ist sehr hoch, wir wurden bisher einmal angehalten. Als der Polizist allerdings einen Blick auf unsere Nummernschilder warf, winkte er uns schnell weiter.
Ueber die Fahrweise der Moldawier koennen wir nicht viel sagen: sie fahren zwar schnell (sofern es das Auto erlaubt) und ueberholen auch gerne, aber das Verkehrsaufkommen ist sehr gering. Insofern haben wir selten das Problem des Knapp-Ueberholtwerdens. Ausser uns gibt es noch Esels- und Pferdefuhrwerke auf der Strasse.
Auf dem Weg nach Comrat wurden wir von einem Jawa-Fahrer ueberholt, um dann am Wegesrand auf uns zu warten, um zu quatschen. Leider war unser Russisch und Moldawisch zu schlecht, und Pjotr Englisch ebenso. Irgendwie haben wir dann doch ein paar Informationen austauschen koennen.
Da Comrat eine der groesseren Staedte im Sueden Moldawiens ist, gab es immerhin ein Hotel dort. Generelll ist festzustellen, dass Uebernachten, Essen und auch Geld abheben erheblich schweriger ist als in Rumaenien: Pensionen oder Hotels gibt es in kleiner Anzahl nur in groesseren Staedten; Retaurants ebenso und falls es sie gibt, bekommt man die Karte garantiert in kyrillisch mit Woertern, die man noch nie gehoert hat. Geld abheben funktioniert nur an wenigen Bankomaten – wir mussten in einer Stadt 3 Bankomaten ausprobieren. Und fast niemand redet hier Englisch, im Gegensatz uebrigens zu den Rumaenen. Aber russisch koennen sie alle.
Ach ja, keine der eingezeichneten Autobahnen existieren, aber das nur am Rande. Erwartet ja auch keiner.
In einem Dorf vor Comrat haben wir erstaunlicherweise mindestens 8 (fahrende) Dneprs, OHVs, oft mit Seitenwagen gezaehlt. Als Sacha sie gegruesst hat, haben sie komisch geschaut.Sobald wir aber irgendwo stehenbleiben, gibt es einen Menschenauflauf – obwohl die Menschen hier wohl an Dneprs gewoehnt sind.
Momentan befinden wir uns in Chisinau, die wohl untouristischste Hauptstadt Europas, in der es ausser einem Sowjet-Gedenkpark nicht viel anzuschauen gibt. Es faengt an mit unserem lauschigen Hotel (In-) Turist, wo wir doch tatsaechlich unsere moldwischen Einreisestempel herzeigen mussten. Unser Zimmer trieft vor sowietischem Charme, es ist eine Freude! Fuer eine Hauptstadt hat Chisinau erstaunlich wenig an Restaurants zu bieten allerdings glaenzt es mit anderen Amusements: unzaehlige Casinos und Geldspielhoellen, unglaublich viele Geldwechselstuben – fuer welche Touristen auch immer, ein 24-Stunden-Internet-Cafe!, Denkmaeler in allen Groessen und Formen, und immerhin einige Bars.
Wer also mal einen Einblick bekommen moechte, wie das frueher im Ostblock so war, der moege nach Chisinau reisen. Die Steigerung davon scheint sich einige Kilometer weiter oestlich zu befinden: in Tiraspol, der Hauptstadt der abtruennigen Republik Transnistrien. Da bekannt ist, dass man erhebliche Probleme wegen korrupter Zoellner und Polizisten bekommen kann, verzichten wir auf den netten Ausflug.
Motorraeder: Heute morgen Routinearbeiten, die Chinesin bekam frisches Oel in die Gabel, was sie auf den moldawischen Strassen auch sehr schaetzt.
viele Gruesse
Regina
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nach dem Motorradtreffen im Seckler Land, dem sehr ungarisch angehauchten Teil von Transsilvanien, fuhren wir nach Sighisoara. Der Weg fuehrte durch eine sehr schoene Landschaft mit netten, kleinen Doerfchen – aber leider sind wir mal wieder verregnet worden.
Sighisoara ist gluecklicherweise immer noch sehr lieblich, trotzRestaurationen in den letzten sieben Jahren (als wir das letzte Mal dort waren). Im Vergleich zu frueher gibt es erheblich mehr Restaurants und Kneipen, den morbiden Charme hat es aber noch immer beibehalten.
Am naechsten Tag sind wir Richtung Westen nach Biertan gefahren, wo wir die maechtige Kirchenburg besichtigt haben. Die frueheren Sachsen befestigten ihre Kirchen mit zwei oder drei Verteidigungswaellen, um sich vor Ueberfaelle durch Tataren und Tuerken zu schuetzen. Befestigte Kirchen findet man einige in Transsilvanien.
Unsere Reise fuehrte uns danach ueber Sibiu nach Cisnadie gefahren. Auch dort besichtigten wir eine Kirchenburg.
Nach Ruecksprache mit Sebi haben wir erfahren, dass das Ersatzteilpaket mit den Schwimmernadeldichtungen in der Zwischenzeit angekommen ist. Also haben wir uns am naechsten Tag auf direktem Weg Richtung Brasov aufgemacht.
Als wir abends dann bei Sebi angekommen sind, um das Paeckchen in Empfang zu nehmen, wurden wir von der Groesse des Paeckchens etwas ueberascht. Wir hatten naemlich nur einen kleinen Umschlag von Christian erwartet. Aber unsere bayrischen Freunde hatten offensichtlich Angst, dass wir verhungern und furchtbar stinken koennten. Deshalb haben sie uns Leberknoedelsuppen, Sauerkraut, Suppen, Spagetthi, Klopapier, Buch, Duschzeug und Zahnpasta (!) mitgeschickt. Nebenbei haben wir irgendwo auch noch die Dichtungen gefunden….
An dieser Stelle nochmals vielen Dank an Grischi und Tanja und den anderen netten Briefeschreibern.
Wir werden die Gaben fuer hoechste Notfaelle aufbewahren!
Nach dem Empfang des Pakets sind wir die rund 12 km nach Prejmer gefahren, wo wir eine weitere, sehr sehenswerte Kirchenburg besichtigt haben. Das besondere an dieser befestigten Kirche ist, dass der Verteidigungswall oval um die Kirche gebaut wurde und sich in dieser ca. 270 Raeume befinden. Diese waren fuer die Bevoelkerung, die sich im Falle eines Angriffs verschanzen konnten.
Nach der Besichtigung fuhren wir in Richtung Suedosten, in den Bezirk Moldova, um die Schlammvulkane zu besichtigen.
Herzliche Gruesse aus Galati,
Regina
]]>Der Weg von Prejmer nach Berca war gut zu fahren. Als wir Abends am Zielort (noerdlich von Berca) angekommen sind haben wir uns sofort auf das Feld der Schlammvulkane begeben. Das ganze war sehr surreal, denn die Umgebung ist gruen, das Feld selber ist hellbraun und der Auswurf der „Vulkane“, der Schlamm, ist grau. Die Schlammvulkane hatten verschiedene groessen und Formen: einige hatten die typische Kegelform, andere waren wie grosse Pfuetzen. Es gab mini Vulkane (einige Centimeter gross) aber auch sehr grosse. Die einen hatten zaehen Schlamm als Auswurf, andere sehr fluessigen. Der Auswurf darf man sich nicht wie Fontaenen vorstellen, sondern wie grosse Blubbs (Blasen). Da wir fast die einzigen waren, hoehrte man ausser den „Blubbs“ nichts. Es war genial. Am naechsten Tag sind wir ein weiteres Schlamm Feld anschauen gegangen. Bei diesem Feld waren die Vulkane groesser aber weniger aktiv.
Nach dieser Schlammerei sind wir nun in Galati, an der Grenze zur Republik Moldavien. Morgen werden wir die Grenze ueberqueren. Leider koennen wir euch nicht sagen, wann wir uns das naechste mal melden koennen, da die Internet Dichte in Moldavien sehr gering sein duerfte.
Ein Fazit ueber Rumaenien werden wir euch erst spaeter geben, da wir nach Moldavien wieder nach Rumaenien fahren werden um die Moldau Kloester zu besuchen.
Schlaft gut,
Sacha
durch einen Tipp von MadMax wurden wir am Wochenende dazu animiert, ein kleineres rumaenisches Motorradtreffen zu besuchen. Ausgerichtet wurde es durch die „Free Frogs Riders“, der Ort war ca. 60 km nordoestlich von Brasov.
Leider wurden wir, kurz vor dem Ort, von einem heftigen Regenschauer erwischt. Das Wetter war sicher mit ein Grund, warum es nicht ganz so viele Teilnehmer gab wie wohl erwartet wurden.
Als wir am Treffen ankamen, waren die Spiele in vollem Gange. Die Lokalmatadore des Treffens waren die „Silver Pistons“‚ dessen heimlicher Koenig Mad Max war (Kleine Anekdote am Rande: Angeblich fahren alle immer so schnell, wie es die Dnepr grad so kann. Da sie aber momentan wegen eines Getriebschadens nur im ersten und zweiten Gang faehrt, wurde wohl eine Ausnahme gemacht….)
Auch bei den Rumaenen gibt es das allseits beliebte „Autoverhauen“. Die rumaenische Varianbte sieht dabei Holzkeulen und einen AudiA80 vor. Und die irren Rumaenen zuenden dabei auch gern mal rum…Wenigstens hatten sie einen gut funktionierenden Feuerloescher zur Hand.
Die Motorraeder waren zu 90% Standardware vom guten Japan-Dealer. Ausnahmen bildeten das rasende Badezimmer, eine schoene Dnepr-Chopper und ein paar mutige Mobra-, Cezet- und Dnepr-Fahrer. Wir hatten den Eindruck, dass der Lebensstandard bei den Rumaenen hoeher ist als bei den Bulgaren – eine Dnepr ist eine absolute Raritaet und man faehrt gerne einen Japanesen.
Spaeter am Abend gabs Live-Musik; interessant fanden wir die Rammstein-Coverband. Und das Publikum sang natuerlich in Deutsch mit. Ueberhaupt war es auch auf diesem Treffen relativ leicht, mit Leuten ins Gespraech zu kommen und gluecklicherweise sprechen sehr viele Rumaenen ein sehr gutes Englisch.
Unser Fazit vom Treffen: Nett, aber nicht ganz so wild wie bei den Bulgaren. Wir fragen uns, was passieren wuerde, wenn die Free Drinkers auf die Silver Pistons treffen wuerden?
Anbei einige Impressionen des Treffens:
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die letzten paar Tage waren sehr erlebnissreich. Ich hoffe, dass ich noch alles zusammenkriege und euch auch nichts vorenthalte:
Da ja die Kupplung von Babuschka schrille Kreischgeraeusche machte beim Anfahren, wollten wir so schnell als moeglich nach Brasov fahren. Dort hat uns Richard aus Berlin (RGF aus dem Forum) einen Kontakt gegeben den wir anfahren wollten. Sebastian (von allen Sebi genannt) hatte sich schon vor einer Woche bereit erklaert, die Schwimmernadel Dichtungen zu empfangen, wo wir sie dann abhohlen wollten. Nach einem weiteren Telephonat mit Sebi hat hat er uns sofort das OK gegeben, dass wir seine Garage benuetzen duerfen um Babuschkas Kupplung und Lolas kleine Gebrechen in Ordnung zu bringen.
Also ab auf die grosse Strasse und ein paar Stunden spaeter waren wir dann in Brasov. Wir verbrachten die erste Nacht in einer kleiner Pension, da Sebi kurzfristig weg musste. So haben wir Brasov kurz besucht. Diese sehr moderne Stadt am Rande der Karpaten ist sehr schoen. Die Hauptatraktion ist die schwarze Kirche. Sie wird so genannt, weil die Mauern durch einen Stadtbrand (vor langer Zeit) schwarz gefaerbt wurden. Es ist eine gothische Kirche und besonders interessant sind die Grabsteine im Innern der Kirche, die schoen behauen (mit Portraits der damaligen Stadtpolitiker zum Beispiel) wurden.
Am naechsten Morgen haben wir uns dann mit Sebi getroffen. Schon als wir auf dem Hof seiner Werkstatt einfuhren, ist uns sofort eine Dnepr aufgefallen. So was verwanztes haben wir noch nie gesehen. Ich dachte mir sofort, das wir wohl ein Teiletraeger sein. Aber Sebi hat uns erklaehrt, dass dieses Teil aktiv gefahren wir. 2 Minuten nachdem wir auf dem Hof gefahren sind, ist dann auch der Besitzer aufgetaucht. Er hat sich uns als Mad-Max vorgestellt. Dieser Name und das Aussehen der Dnepr haben gepasst. Es ist schwierig das Aussehen der Dnepr zu beschreiben und auf dem Bild sind auch nicht alle schoenen Details zu sehen. Desshalb hier ein paar Stichworte: Zusammengezwirbelte lose Kabel, Zylinder Rammschutz aus Holz, Strom aus der Autobatterie (im Boot), links ein offener (ohne Luftfilter) Mikuni Vergaser, rechts ein genauso offener K68 Vergaser, simple Rohre als Auspuff, Holzbrett als Soziussitz im Boot. Mad-Max selber ist super nett und ist so was wie eine Beruehmtheit in der Motorradszene. Er kennt jedemenge Leute, da er immerwieder mit seiner Dnepr liegenbleibt und er auf Hilfe angewiesen ist.
Nach den ueblichen Benzingespraechen mit verschiedenen Nachbarn, die auch aufgetaucht sind, hat uns dann Sebi erklaehrt und gezeigt, was sein Beruf ist: Er macht Custom Rahmen, Gabeln, Schwingen, Benzintanks und Blecharbeiten fuer Motorraeder. Sein neustes Projekt (fuer sich) wird ein Low-Rider auf Basis eines Dnepr Rahmens, mit einem Dnepr Motor und einer Springer Gabel (http://www.bastybikes.com). Was wir bis zu dem Zeitpunkt gesehen haben, sah sehr viel versprechend aus. Sebi und sein Gehilfe Daniel haben sich dann auch bald wieder an die Arbeit gemacht, da dieses Moped bis zum naechsten Wochenende fertig sein muss, da Sebi sie auf der ersten Custom Show in Rumaenien vorstellen wollte.
Ich habe mich dann auch bald an Babuschka gewagt um die Ursache der Kreischgeraeusche zu finden. Diese war dann auch schnell festgestellt, nachdem ich die Kupplung ausgebaut hatte: Eine Reibscheibenverzahnung war gar nicht mehr vorhanden und die zweite war zu 90% nicht mehr vorhanden. Weiter waren die Stahlscheiben der Kupplung arg lediert (die Rundloecher waren sehr oval). Zudem waren die Kupplungsbolzen sehr stark verbraucht. Also erstes haben wir versucht die Bolzen mit neuen (die ich mitgenommen habe) zu ersetzen. Sebis Handpresse war aber nicht stark genug und so haben wir dann die Schwungscheibe zu einem Mechaniker in der Naehe gebracht. Dieser hat mir dann die neuen Bolzen in die Schwungscheibe eingebaut. Danach konnte ich die Kupplung mit Teilen von Sebi wieder aufbauen, da ich keine Scheiben mitgenommen habe. Nachdem ich dann abends das Getriebe wieder drinn hatte, musste ich aber leider feststellen, dass die neuen Kupplungsteile etwas breiter waren. Das fuehrte dazu, dass die Kupplungsausrueckstange zu kurz war und die Kupplung nicht mehr richtig betaetigt werden konnte. Auch der Versuch, dieses Problem mit dem Kupplungszug zu umgehen schlug fehl. Da es aber mittlerweile schon spaeht war habe ich aufgehoehrt zu schrauben. Bei einem BBQ habe ich mit Sebi das weitere Vorgehen besprochen. So haben wir entschieden, am naechsten Morgen nochmals zum Nachbarmechanicus zu gehen und ihm zu sagen, dass er die Kupplungsausrueckstange um ein paar Milimeter verlaengern soll. Dies hat er dann promt gemacht und 2 Stunden spaeter (und 4 Euros leichter) konnte ich alles zusammenbauen. Waerend der Wartezeit habe ich Routinearbeiten an beiden Mopeds gemacht. Nach einem kurzen Test der Kupplung war Babuschka wieder einsatzbereit.
Mitlerweile war es Freitag Abend und Sebis Garage wurde zum Sammelpunkt der „Silver Pistons“, einem Motorrad Club dem auch Mad-Max zugehoehrte, die zu einem Treffen fahren wollten. Da wir den Abend mit Sebi und seiner Freundin verbringen wollten, haben wir uns dann von Mad-Max und Gesellen verabschiedet. Aber Regina und ich wollten am Samstag auch ans Treffen.
Nach einem Netten Abend mit Sebi, seiner Freundin und einem Nachbarn (dieser restauriert gerade eine Zuendapp) durften wir bei Sebi in der Wohnung unsere Schlafsaecke ausbreiten. Diese Wohnung ist genial. Im Zentrum des einzigen Zimmers steht eine Indian, die auf ihre Restaurierung wartet. Weitere Rahmen und verschiedene Motorradteile sind ueberall aufgehaengt oder aufgestellt. Dieses Wohnzimmer ist ein Maennertraum!!!!!!!
Am naechsten Morgen sind Regina und ich dann nachTargu Secuiesc ans Motorradtreffen gefahren. Dazu wird ein anderer Blogeintrag gemacht.
Hier noch ein Nachtrag zum komischen Verhalten der Rumaenen, als ich nach dem Weg fragen wollte aber keine Antwort bekommen habe. Einer aus Sebis Umgebung hat mir erkaehrt, dass dies das normale Rumaenische Verhalten sei, wenn derjenige kein Englisch kann. Lieber senkt er den Kopf und geht weiter, als zuzugeben dass er nicht helfen kann. Der Bekannte hat uns weiter erklaehrt, dass dies nichts persoehliches mit mir zu tun hat. Ich wollte das nur klarstellen, nicht dass jemand von euch die Idee hat, dass die Rumaenen unhoehflich sind.
So nun wuensch ich euch alles Gute
Tschuess
Sacha
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so wie melden uns aus Sibiu. Eigentlich wollten wir nicht so frueh hier sein, aber die Umstaende haben uns gezwungen. Aber eins nach dem anderen.
In Hunedoara haben wir das Schloss besucht. Dieses war von aussen sehr impossant, leider waren aber die meisten Teile des Schlosses nicht offen fuer Besucher, da in vielen Teilen die Restaurationsarbeiten im vollen Gang waren. Aber die Teile des Schlosses die man sah (auch die unrestaurierten) fanden wir sehr schoen. Das schaurig schoene war, dass ein Steinwurf weg vom alten Schloss ein riesig grosses Stahlwerk (im absolut marodem Zustand) war.
Danach sind wir gegen nordwesten in die Apuseni Berge gefahren. Das Ziel war Garda de sus, das eine seltene Gletscherhoehle zu bieten hat. Da wir erst spaet am Abend da angekommen sind, sind wir erst am naechsten Morgen hin gefahren. Ab dem Ort Garda de sus waren es noch 10km zu fahren. Allerdings wurde uns nicht gesagt, wie der Zustand der Strasse ist. Nach ca. 1km gings ploezlich steil rauf und das auf einer sehr schlechten Schotterstrasse. Diese wurde immer schlechter und so mussten wir immer wieder die Motoren auskuehlen lassen. Irgendwann wars dann nur noch eine Motorenquaelerei und so haben wir uns entschieden die Mopeds stehen zu lassen. Die restlichen 3km mussten wir zu Fuss zuruecklegen.
Die Hoehle war speziell darin, dass in ihr ein kleiner Glescher war (ca. 100000m3). Die Temperatur betraegt sogar im Hochsommer rund -1 Grad. Es gab auch Eisstalagmiten und Eisstalaktiten (Eiszapfen) die recht gross waren.
Als wir wieder bei den Mopeds waren und runtergefahren sind, ist uns erst aufgefallen wie steil der Weg war. Unten angekommen, schien alles ok zu sein. Aber nach den ersten Kilometern musste ich leider feststellen, dass nicht nur eine weitere Hardyscheibe zum Russenhimmel gegangen ist, sondern auch dass ich kreischende Geraeusche aus der Gegend des Getriebes oder Kupplung hoehrte. Nach vielen Ueberlegungen und austesten sind wir zur Erkenntniss gekommen, dass es eigentlich nur die Kupplung sein kann (sorry Schnueffi!). Am naechsten Morgen habe ich dann die Hardyscheibe gewechselt und die Kupplung so gelassen wie sie ist. Ich wollte die Kupplung nicht am Strassenrand wechseln, und das fahren geht ganz gut bis auf das Anfahren (da gibs immer diese Kreisch Geraeusche). Da wir sovieso nach Brashov wollten um bei einer Kontaktadresse Schwimmernadel Dichtungen (Schnueffi hat diese dahin gesendet) abzuhohlen, sind wir nun auf dem direktesten Weg dahin. Denn Sebastian (unser dortiger Kontakt) hat uns gesagt, dass ich bei ihm Schrauben koennte.
Noch was kurzes zu Sibiu: Es ist eine schoene Stadt mit altertuemlichen Charakter. Leider haben die Rumaenen waerend der Sowiet Zeit ein paar haessliche Bauten mitten in die Stadt geplazt.
So nun wuensch ich euch wiedermal ein paar gute Traeume,
Gruss Sacha
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heute sind wir von Horezu ueber eine recht gute Strasse durch dir Karpaten nach Hunedoara gefahren. In Horezu haben wir noch das sehr bekannte Kloster Horezu besucht. Dieses ist ein Koster mit zweifacher Befestigungsmauern. Der Unterschied zu den bulgarischen Kloestern ist, dass bei den rumaenischen Kloester die ganzen innenren Mauern der Kirchen total mit Fresken bemahlt sind (inklusieve Fenster, Saeulen und auch die Holzbalcken). Zudem sind die Fresken nicht rauchgeschwaertzt, da die Rumaenen die Opferkerzen ausserhalb, in einem separaten Ort, abbrennen und nicht in den Kirchen. Diese Kerzen haben wohl die Bulgarischen Fresken sehr dunkel gemacht.
In Hunedoara gibts ein riesiges Stahlwerk. Es beherrscht die ganze Stadt. Mal sehen ob wir euch ein schoen schauriges Bild liefern koennen. Morgen werden wir das hiesige Schloss besuchen.
Den Mopeds gehts nachwievor gut.
Ach ja noch ein Nachtrag zu gestern: Als wir in einem Ort um die Kurfe gefahren sind (sicherlich nicht schneller als 50) hat uns ein Polizist gesehen und hat uns dann auch gleich rausgewunken. Ich habe dann angehalten und schoen brav den Motor ausgemacht. Als dann der Herr zu mir kam, habe ich ihn gleich hoeflich mit „Guten Tag, do speak english“ angesprochen. Er hat nur sein Gesicht verzogen und „go, go“ gesagt und mit der Hand gewunken wir sollen weiterfahren. Das wars.
Nachtrag zu Bulgarien:
Was ich vergessen habe zu schreiben, ist dass es in Bulgarien viele Geschwindigkeitskontrollen gibt. Aber solange man sich an das Limit haellt, gibts keine Probleme.
Zu den Loechern in den Strassen gibs einen Bulgarischen Witz. Sinngemaess geht dieser so: Die Loecher koennen so tief sein, dass man sogar das GSM Netz verlieren kann.
So nun wuensch ich euch wieder eine schoene Nacht und traeumt was suesses.
Sacha
]]>lange ist es her wo wir uns gemeldet haben. Inzwischen sind wir in Rumaenien. Aber dazu spaeter. Wir wollen doch etwas chronologisch vorgehen.
Nach Kasanlak sind wir ueber eine sehr gerade und langweilige Strecke direkt an die Schwarz Meer Kueste. Diese Strecke waere zum einschlafen, wenn nicht zwischendurch mal ein Loch im Weg waere. Am Abend sind wir in Nesebar angekommen. Prinzipiell waere dieses Staedtchen super schoen, wenn man es zwischen den vielen Souvernirshops, Change Offices und Touristen sehen wuerde. Zu den „Souvenirs“ ist speziell zu erwaehnen, dass es relativ viel „Andenken“ aus dem Krieg gibt: Helme, Orden, Zipos (ich weiss nicht obs das gab), Buesten vom AH, Wehrmachtszeugs und sogar eine ausgebleichte Armbinde mit HK. Sicherlich alles „echt“. Aber wir fragen uns wer so was kauft. Naja.
Am naechsten Tag sind wir richtung Varna gefahren und haben westlich davon den „Steinernen Wald“ besucht. Genauer gesagt, ich habe ihn besucht, da Regina bei den Mopeds geblieben ist, da vor Diebstahl gewarnt wurde. Dieser Wald bestand aus Steinsaeulen und man weiss nur das diese sehr alt sind. Aber die Experten wissen nicht wie diese entstanden sind. Kurz danach sind wir auch von der Polizei angehalten worden und unsere Papiere wurden kontrolliert. Aber das war auch alles. Und das einzige mal in Bulgarien.
Weiter gings dann Richtung Norden an der Kueste entlang. Da gabs dann auch nur zwei Zeltplaetze (einer war scheisse, der andere war angeblich voll) und jedemenge Hotelanlagen und Resorts. Die Kroehnung war Albena als wir auf der Suche nach einem Zeltplatz ploetzlich vor einer bewachten Schranke gestanden sind. Diese Trennt den Poebel, wie uns, vor der all inclusive Anlage. Allein der Eintritt waere 2.5 Euros gewesen. Etwas weiter fanden wir in Balcik eine Privat Unterkunft. Zum Glueck, da es die Nacht durch schweres Gewitter heruntergegangen ist.
Die Strasse von Balcik zur Rumaenischen Grenze war schoen, aber vom Meer hat man nicht viel gesehen. Einzig waren riesige Sonneblumen und Weizenfelder zu sehen. Auch hatte es grosse Windkraftanlagen. Der Grenzuebertritt war in 10 Minuten gemacht. Der Zoellner wollte einzig den Umrechnungskurz Schweizer Franken zum Euro wissen. Wofuer auch immer. Regina wurde gefragt, was fuer ein Buch sie lese.
Die Suche nach einem Reisefuehrer hat uns nach Constanta gefuehrt. Da wurden wir dann auch von einem rumaenischen Polizisten gewart, nicht mit Fremden zu reden und auf die Mopeds achtzugeben. Ich habe aber zuvor schon eine gute Diskussion mit Taxifahrern gehabt und er hat uns dann auch den Weg aus Constanta erklaehrt. Nicht alle Rumaenen schienen boese zu sein.
Da die fuer uns interessanten Sachen im Westen liegen, sind wir dann Richtung Bukarest gefahren. Die Strasse ist laut Karte eine Autobahn, aber in Wirklichkeit sind die ersten 50Km eine normale Strasse auf der der ganze Verkehr faehrt. Dieser Verkehr ist echt schlimm. Natuerlich wird ueberholt, aber das auch wenn der Gegenverkehr schon in Wurfnaehe ist. Der Verkehr ist schlimmer als in der Tuerkei und Bulgarien und das mit den schlechtesten Strassen (zum Teil).
Allgemein gesagt, ist unser Empfinden dass Bulgarien weniger Verfall hat als Rumaenien. Besonders sind die Strassen in einem besseren Zustand. Aber in Rumaenien gibts offensichtlich mehr auslaendische Investitionen, da wir bisher doch ein paar grosse und neue Industrieanlagen gesehen haben. Die Leute in Rumaenien scheinen verschlossener zu sein, da ich doch ein paar mal nach dem Weg fragen wollte. Die Leute haben mich einfach ignoriert oder haben hoechstens den Kopf geschuettelt. So was hatten wir bisher noch nicht. Aber mal schauen, das Land ist ja noch gross.
Gruss aus Curtea de Arges
Sacha und Regina
Noch ein kurzes Fazit zu Bulgarien:
Leute: Auf dem ersten Blick sind die Bulgaren distanziert. Aber sobald man ein Gespraech in Gang gesetzt hat, kann man gut mit ihnen reden und sie geben auch gerne Auskunft. Und viele haben uns spontan zu sich nach Hause eingelanden. Sie sind aber sehr stolz auf ihr Land (nicht die Regierung) und vergessen auch nichts was mal vor ein paar hundert Jahren passiert war.
Motorrad: Benzin gibs ueberall, aber wenn man etwas mehr bezahlt, scheint die Qualitaet auch besser zu sein. Unsere Motoren waren beim besseren Benzin leiser. 20W50 Motoroel dagegen haben wir keines gefunden.
Land: Das Hinterland (alles auser der 30km am Rand des schwarzen Meeres) ist super und absolut empfehlenswert. Man kann gut und guenstig wohnen, ca 20 Euros fuer ein Doppelzimer. Es gibs sicherlich Campingplaetze, aber diese sind fast nie angeschrieben und desshalb findet man sie nicht. Die Kyrillische Schrift machts nicht leicht, aber mit etwas Gedult gehts doch. Das Essen ist sehr gut und Fleichhaltig, harhar. Von der vielgepriesenen Korruption haben wir absolut nichts mitbekommen. Die Hauptstrassen sind generell gut, nur ein paar Nebenstrassen koennen mal schlecht sein. Als Reiseland ist Bulgarien sehr sicher.
Pannen: ein chinesischer Kupplungszug ist gerissen. Sorry Leute, auch diesmal kein Getriebe!!!!!!!!!!
Mein Abschluss: Wenn ich Tsar von Bulgarien waere (es gab scheinbar solche) wuerde ich jedem Bulgaren unter 25 Jahren einen Trabant verordnen. Denn damit wuerden diese heisskoepfigen jungen Leute ihre Lebenserwartung erhoehen, da die risikoreichen Ueberhohlmanoever nicht mehr moeglich waeren.
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so, wir (vor allem ich) haben das bulgarische Motorradtreffen ueberlebt. Im Moment sind wir in Nesebar, an der Schwarzmeerkueste. Aber dazu spaeter.
Am Freitag sind wir gegen 16.00 Uhr ans Treffen gefahren. Als erstes sahen wir – die Polizei. Auf MZ!
Der erste Eindruck des Treffens selbst war, dass es sehr professionell aufgezogen war: bewirtete Grillstaende, Haendler, eine Buehne, Tatoo, Hotel, Campinghuetten und ueberdachte Sitzbaenke. Um diese Zeit waren noch nicht viele Mopeds da. Aber schon bald haben wir die erste Ural M62 Solo entdeckt. Etwas spaeter haben wir noch einen Dnepr-Chopper Eigenbau gefunden. Der Besitzer der Maschine sei an dem Tisch da hinten und wir sollen doch mal da vorbeischauen. Das war dann auch der Anfang vom Ende von meiner Leber: Der Uralfahrer sass naemlich am Tisch der Free Drinkers. Wir (d.h vor allem ich) wurden sofort eingeladen, mitzutrinken. Neben viel Bier wurde noch viel mehr Rakia getrunken. Auch wird gerne mal Bier mit Rakia gemischt. Nebenbei haben wir auch den Praesi des Clubs kennengelernt: Doncho (aus Varna). Er konnte recht gut Deutsch und hat uns allen anderen vorgestellt. Ich wurde zu „Saschko“ umgetauft. Von da an konnten wir nicht mehr am Tisch der Free Drinkers vorbeigehen, ohne dass ich mindestens ein halben Becher Rakia trinken musste! Zum Rakia noch ein kleines Detail: nur der Home-made Rakia ist der wahre, denn der gekaufte vom Laden hat nur 40% (!) und man ist nicht sicher, ob dieser auch „gesund“ ist. Derjenige, den man selber brennt, hat um die 60% und man weiss zumindest, was drin ist.
Zwischendurch sind wir immer wieder Mopeds anschauen gegangen. Eine weitere Dnepr (diejenige, die wir in der Garage in Sofia gesehen haben) ist auch dazu gekommen. Neben vielen YamaSuKawas hatte es ein paar IZH (Jupiter mit Beiwagen), eine Balkan, eine AWO-Chopper und ein paar Cezet-Umbauten. Ach ja, Trikes gabs auch noch. Erwaehnenswert ist besonders, dass die Umbauten (und da hats wilde gegeben) richtig zugelassen sind und von den Besitzern immer gefahren werden, nicht nur zu Treffen.
Zu den Leuten: Es war relativ einfach, mit den Leuten ins Gespraech zu kommen. Meistens gab es irgendwo einer/eine die uebersetzen konnte. Viele sprechen auch Englisch.
Was uns an allen Bulgaren aufgefallen ist: Allen gemeinsam ist ihr Hass auf die Tuerken. Oft kommen die Gespraeche auf diesen Punkt. Dazu muss man erklaeren, dass sich Bulgarien mit Hilfe der Russen bereits ca. 1860 vom damligen osmanischen Reich freigekaempft hat. Aber die Bulgaren vergessen wohl nicht so leicht…
In der Nacht zum Freitag wollten wir irgendwann zurueck ins Zelt. Leider haben wir dann den LPG Dnepr Umbau von Dimitry gesehen und promt sass ich wieder bei einem Becher Rakia………….
Samstag Morgen bin ich dann im Zelt aufgeweckt worden von Donchos Stimme (Doncho aus dem Hotel in Plovdiv). Leider haben wir nur kurz mit ihm gesprochen, da er kurz darauf weg musste. Danach haben wir ihn leider nicht mehr gesehen.
Nach einem guten Fruestuck im Restaurant sind wir zufaellig dem Doncho (Free Drinker) wieder ueber den Weg gelaufen. Ihr wisst ja bereits, was das hiess: Rakia fuer mich. Um 11.00 Uhr morgens.
Den ganzen Tag durch sind auch immer wieder neue Mopeds angekommen. Biker Spiele wurden gemacht (Seilziehen, Ladas verklopfen, Motorradgeschicklichkeits-Pruefungen usw). Um 20.00 Uhr hat dann die erste Band angefangen zu spielen. Da diese uns nicht ganz zugesagt hat, sind wir mal wieder zu den Free Drinkers – Rakia trinken gegangen.
Irgendmal hat dann eine Lokale – und offensichtlich sehr beliebte – Band (Episod) angefangen, zu spielen. Auffallend war, dass ploetzlich viele Leute vor der Buehne waren (sogar die eher phlegmatischen Free Drinkers). Unter anderem gab es ploetzlich einen kleinen Aufmarsch ( ca. 5 Leute) von Skinheads mit bulgarischer Flagge. Das war doch recht befremdlich fuer uns, dass es Leute gab, die offen mit Hakenkreuz-Tatoos auf der Brust rumlaufen. Und das in Bulgarien!
Aber zurueck zur Band: diese sang auf bulgarisch ganz offensichtlich patriotische Lieder. Ploetzlich wurden Fackeln angezuendet, bei einem Song sind alle Leute sogar auf die Knie gegangen – mit der Hand auf dem Herz. Ich muss aber sagen, dass es weder Probleme noch Schlaegereien gab. Es schien alles ganz normal. Fuer uns sehr komisch, aber so ist das halt.
Nach der Band war Erotik angesagt. Aufgefordert wurden wohl Maenner, die sich auf der Buehne ausziehen sollten. Es gab tatsaechlich einige Freiwillige. Die meisten haben dann aber (gluecklicherweise) bei der Unterwaesche aufgehoert, sich weiter auszuziehen. Zwei gingen allerdings aufs ganze: Einer davon sogar mit zweien dieser Kreuze auf der Brust. Aber es war wohl kalt, denn naja, das Resultat war eher mickrig. Die Dame nach dieser Vorstellung dagegen hat es viel besser gemacht, wobei sie dann aber nicht bis zum Schluss gegangen ist. Bulgarien ist da ein wenig anders.
Nach diesem Schock musste/wollte ich Rakia trinken. Die letzten zwei Schluecke waren aber dann doch zuviel und mir gings recht schlecht (keine Details).
Am Sonntag haben die Leute sehr schnell zusammengepackt und sind abgefahren. Wir haben uns noch von den Free Drinkers (ohne Rakia) verabschiedet und auch von vielen anderen Leuten, die wir getroffen haben. Einer der Free Drinkers meinte noch: „Rakia connecting people“. Daraufhin sagte ich nur noch :“ in Pain, yes“.
Gruesse, Sacha
]]>trotz moerderischer Hitze machten wir uns gestern, in Veliko Tavorno, auf die Socken, um die mittelalterliche Festung zu besichtigen. Sie erstreckt sich ueber eine riesige Flaeche und ist sehr sehenswert, auch wenn viele Haeuser und Kirchen nur noch als Grundrisse zu sehen sind.
Nach dem Sightseeing fuhren wir zu einem Termin: Ein Bulgare wollte uns seine Dnepr-Teile zeigen. Vor seinem abgezaeunten Grundstueck standen russische GAS-LKWs in Zustaenden zwischen Schrott und Fast-Neuzustand. Das Grundstueck selbst war eine wilde Mischung aus Schrottplatz und Garage: Zwischen alten Kraftstofftanks von Jagdflugzeugen konnten wir alte russische LKWs, russische Jeeps, unzaehlige Motorradmotoren unbekannter Herkunft, mehrere alten Dnepr-Beiwagen sehen. Die wahren Schaetze aber verbargen sich unter Planen und in abgeschlossenen Garagen: Zum einen war da ein toprestauriertes Amphibienfahrzeug aus russischer Produktion, laut Aussage des Besitzers existieren davon weltweit nur noch 30 Stueck. Daneben die andere Ueberraschung in Form einer toprestaurierten Zuendapp-Wehrmachtsmaschine, inklusive martialischer Maschinenpistolenattrape. Die echte, bulgarische waere fuer den stolzen Besitzer nach eigenen Angaben erheblich billiger zu erwerben gewesen, aber damit haette er in Bulgarien massive Probleme mit der Polizei bekommen….Und so entschied er sich fuer die teurere, ungarische Atrappe.
In der Werkstatt stand ein noch zu restaurierender GAZ-Jeep – wohl der Hauptgeschaeftszweig der Firma. An der Decke hing ein Indian-Chief-Rahmen, auf dem Motorengestell lag ein Zuendapp-Rahmen. Uns wurde ein Motor gezeigt, ueber dessen Herkunft sich die Herren nicht klar sind. In den naechsten Tagen versuchen wir, Bilder reinzustellen – vielleicht kann ja jemand etwas zum Motor sagen. Der Besitzer tippt uebrigens auf etwas englisches.
Die Privatfuehrung umfasste noch einige weitere Raeume. In einem stapelten sich alte Helme, irgendwo stand eine Kiste voller russischer Vergaser. Daneben ein zerlegtes englisches Motorrad, was wohl seine Fertigstellung mangels Ambitionen der bulgarischen Schrauber nicht mehr erleben wird.
Im Garten dann weitere Flugzeugtanks. Zwei, drei olivgruene Anhaenger vor einer Scheune, in der saemtliche Dnepr-Teile lagerten – einfach ein riesiges Sammelsurium.
Am Rande erwaehnen moechten wir noch, dass diese Leute natuerlich „Bili“ mit seinem ebenfalls nicht unbetraechtlichen Sammelsurium kennen (Bili kennt eh jeder in Bulgarien). Und Doncho aus Plovdiv kennen sie natuerlich auch. Es scheint hier alles eine grosse Familie zu sein.
Richtig interessant wurde es gegen 17.00 Uhr, als ein Freund der Schrauber vorfuhr – mit einer auf LPG umgebauten Dnepr MT 11 (nennen wir ihn Dimitri, in Erinnerung an einen Arbeitskollegen von Sacha). Den 27-Liter Kraftstofftank hatte er vorne in die Bootsnase gebaut, so befindet sich rechts am Boot der Einfuellstutzen. Das Fluessiggas wird ueber eine Pumpe zu einem „Konverter“ gebracht. Dort wird der fluessige Brennstoff in Gas umgewandelt. Dieses wird dann direkt in die Luftansaugschlaeuche der K63 eingebracht.
Das Kaltstartverhalten sei laut Dimitri schlecht, aus diesem Grund braucht er nach wie vor Benzin, um den Motor auf Temperatur zu bringen. Sobald die Betriebstemperatur erreicht ist, kann Dimitri per Schalter das LPG zuschalten und macht den Benzinhahn zu. Wichtig ist fuer kalte Tageszeiten, ein Anti-Freeze ins LPG einzubringen, da der Konverter ein offensichtlich teures Bauteil ist.
Laut Dimitri liegt der Verbrauch bei sieben bis acht Litern, bei einem bulgarischen LPG-Preis von derzeit ca. 50 Cent. In Bulgarien ist die LPG-Tankstellendichte uebrigens sehr hoch. Seine Reisegeschwindigkeit liegt laut eigenen Angaben bei rund 100 km/h, die Spitzengeschwindigkeit bei 120 km/h – und das seit rund 14 000 km, die er auf dem Tacho hat.
Interessant fanden wir, dass er ausser den zusaetzlichen Dingen wir Tank, Schlaeuche sowie dem recht kleinen Konverter nichts geaendert hat. Alles andere an seinem Gespann ist wohl original.
Dimitri fuehrte uns abends dann aus der Stadt – als er vor uns herfuhr, war als einziger Unterschied lediglich ein etwas anderer Ton von der Dnepr zu hoeren, als wir sonst gewohnt sind.
Heute morgen stand dann wieder Kultur auf dem Programm: Der Besuch des Humormuseums in Gabrovo. Die Einwohner von Gabrovo geniessen den zweifelhaften Ruf, extrem geizig und ein bisschen doof zu sein. So hat man aus der Not eine Tugend gemacht und im Jahre 1972 (!) in einem sehr sozialistisch anmutenden Gebaeude ein Museum fuer Humor und Satire eroeffnet. Ich persoenlich wuerde den Besuch sehr empfehlen, sofern einen die Materie interessiert. Im Gegensatz zum (sehr schoenen) tuerkischen Karikatur-Museum hat es riesige Ausstellungsflaechen sowie Skulpturen und auch gemalte Karikaturen.
(und ja, ihr seht das schon richtig, Sacha ist echt eine arme Sau, er musste naemlich mit…)
Auf dem Weg nach Kazanlak machten wir die Entdeckung des Tages: Ein UFO, und das mitten auf einem bulgarischen Pass! Neben dem UFO war ein hoher, sehr sozialistisch anmutendenr Turm mit einem roten Stern drauf.
Unsere Nachfrage bei einem Kazanlaker Kellner ergab, dass dieses Bauwerk ebenfalls ein Tribut an den russisch-tuerkischen Krieg war, der hier, in diesem Gebiet, zu Gunsten der Russen (und somit der damaligen Unabhaengigkeit Bulgariens) entschieden wurde.
Ferner erzaehlte er uns, dass das „UFO“ frueher eine Ausstellugn ueber den Krieg beherbergte sowie sehr wichtigen Staatsgaesten als repraesentative Unterkunft diente. Bedauernd fuegte er hinzu, dass innen wohl alles gestohlen und zerstoert wurde und das Bauwerk geschlossen war. Er habe neulich gelesen, dass eine Investorengruppe plante, den Bau zu einer Disko umzufunktionieren…..
Ein paar Kilometer weiter musste Sacha die Zuendung seiner K750 einstellen und machte es sich mit Zuendpistole und Werkzeugkisten auf einem Parkplatz neben einem Restaurant gemuetlich. Als ein Biker vorbeifuhr, gruesste ich freundlich. Er dreht sofort um, hielt neben uns und fragte etwas auf bulgarisch. Wir sagten ihm, dass wir kein Bulgarisch verstuenden. Kurz darauf kam er wieder – mit einer perfekt englischsprechenden Dame auf dem Ruecksitz! Ob wir Probleme haetten? Wir verneinten und dankten den beiden, dass sie sich um uns sorgten. Danach kamen wir auf das morgige Motorradtreffen in Kazanlak zu sprechen und wurden sofort fuer heute abend eingeladen. Der Intruder-Fahrer war Mitglied der „Black Roses“. Ueberhaupt hat man hier ein Faible fuer Motorrad-Clubs , wir haben allerdings den Eindruck, dass das alles etwas freier gehandhabt wird in Bulgarien.
Unser naechste Bericht wird dann das Treffen umfassen, an dem wir hoffentlich Doncho aus Plovdiv wiedersehen. Ausserdem haben wir in saemtlichen Landesteilen Motorradfahrer getroffen, die auch zu diesem Treffen wollten. Na, mal sehen.
Aufruf: Wir suchen eine Kontaktadresse in Rumaenien, an die wir Teile (kleine Dichtungen) schicken lassen koennten. Adressen bitte an lall@mail.com . Herzlichen Dank.
Herzliche Greusse aus Kazanlak, Bilder von Schwimmwaegen und UFOs werden schnellstens nachgereicht,
Regina und Sacha
]]>hier ist es nur heiss!!! Am Tag ist es sicherlich 37Grad und jetzt um 2310 ist es immernoch ueber 25Grad. Aber ich versuche die letzten Tage zu beschreiben:
Nach Vraca sind wir nach Koprivstitza gefahren. Dieses sehr touristische Doerfchen hat viele super restaurierte Wiedergeburts Haeuser. Zum Glueck ist hier immernoch keine Saison und desshalb hats nur wenige Bus-Touristen. Und die wenigen die es hat, sind nach max. 1 Stunde wieder im Bus. Dieses Doerfchen ist auch noch beruehmt, weil es ein paar Revoluzer herausgebracht hat, die sich gegen die Osmanen aufgelehnt haben. Der beruehmteste ist nur gerade mal 25 Jahre alt geworden. Ich denke es war eine Bleivergiftung….. .
Ach ja, auf dem Weg von Vraca nach diesem Kopri mussten wir ueber einen kleinen Pass fahren. Die Loecher und die unbefestigten Passagen waren doch eine grosse Herausforderung. Fast am Pass oben mussten wir wieder mal Pipi machen und da haben wir dann einen grossen Tunnel (Strasse dazu war nicht ausgebaut) entdeckt. Unsere Mutmassung, dass es sich um einen Atombunker der Sovietskis handeln muss, wollten wir beweisen. Also ab durch den Tunnel. Der Grund war einen Crosspiste sehr aehnlich. Es war ganz lustig in der voelligen Dunkelheit (nur unser Licht war da) durch so einen Tunnel zu schleichen ohne zu wissen wo wir rauskommen. Nach ein paar 100 Meter dann das Ende. Auf der anderen Seite war noch ein wenig Strasse, aber das war alles. Es war wohl ein Versuch den Pass abzukuerzen, und das Geld ist dann irgendwann ausgegangen. Aber es waere der perfekte Platz gewesen zu Campen. Aber leider hatten wir kein Wasser dabei und wir mussten dieses Vorhaben aufgeben. Da wir aber nicht mehr durch den Tunnel wollten haben wir einen Feldweg genommen, der dann irgendwann (zum Glueck) wieder auf eine Asphalt Strasse kam. Diese sind wir dann ewig runtergefahren (der Pass war doch immerhin ca 1300 Meter hoch) ohne zu wissen ob wir richtig sind, da kein anderes Fahrzeug in Sicht war. Irgendwann sind uns doch dann tatsaechlich ein Laster und ein Auto entgegengefahren und so hofften wir dass wir doch bei einem Dorf rauskommen. Das war dann auch so und bald darauf waren wieder auf der Hauptstrasse.
Nach Kopri sind wir nach Shipska, wo wir eine wunderschoene russisch-bulgarische Kirche besucht haben. Diese hat goldene Zwiebel Kuppeln und soll die russisch-bulgarische Freundschaft im Krieg gegen das Osmanische Reich zeigen. Danach sind wir ueber den Shipska-Pass nach Etara gefahren. Auf dem Pass war wiedermal ein grosses (32Meter hoch) Monument. Es soll an die Gefallenen des russisch-tuerkischen Krieges erinnern.
Dieses Etara ist ein Freilichtmuseum das seit 1963 besteht. Es zeigt viele alte Wiedergeburtshaeuser, alte Schmieden, Wassermuehlen und auch viele Handwerker zeigen ihr Koennen. Alle Muehlen und andere Maschinen sind noch funktionsfaehig und werden mit Wasserraedern angetrieben. Wirklich super und interessant.
Nach Etara sind wir ueber Gabrovo nach Veliko Tarnovo (wo wir jetzt sind) gefahren. Unterwegs haben wir frueh Halt gemacht an einem (der seltenen und schwer zu finden) Zeltplatz. Ich wollte mich wiedermal um die Mopeds kuemmern und verschiedene Unterhalts Arbeiten machen (Ventile, Bremsen, Schrauben und so, ihr kennt das ja). Zelten ist (wenns die Moeglichkeit gibt) in Bulgarien eine sehr billige Sache. Fuer ein kleines Haeuschen/Huette zahlt man 10 Euros. Jedenfalls waren wir allein auf dem ganzen Camping, da der Empfangstyp dann irgendwann verschwunden ist. Super dachten wir. Aber als wir dann schlafen wollten, hoehrten wir viele Geraeusche, Knurren und sonst anderes. Also Tuere gut abschliessen und hoffen dass die Mopeds nicht verbissen werden. Es ist dann auch nichts passiert. Am Morgen ist dann noch ein Polizist auf seiner MZ kurz durchgefahren (der Camping war eine Art Durchgangsstrasse zu einem Bahnhof). Von da sind wir dann nach Veliko Tarnovo gefahren.
Diese Stadt ist super. Der alte Teil ist an einem Fluss entlang an den Hang hingeklatscht. Dies sieht super aus. Etwas ausserhalb der Stadt ist die Zitadelle aus dem zweiten Bulgarischen Reich (meint der Tourifuehrer). Diese haben wir uns heute erst kurz von Aussen angeschaut, da wir doch etwas spaet dort waren. Aber Morgen holen wir das nach.
Ich wuensch euch allen noch eine gute und erhohlsame Nacht,
Tschuess zusammen
Sacha
]]>auch heute hatten wir das Glueck wiedermal ein Caffee mit Internet zu finden. Also zu den Neuigkeiten:
Regina und ich habe die letzt Nacht in der Garage von Nico verbracht, zwichen den Dneprs. Regina hat die halbe Nacht kein Auge zugebracht, da das Gewitter ueber uns doch sehr heftig war. Aber die Garage blieb trocken. Am Morgen sind wir dann durch die ersten Leute, die ihr Auto gestartet haben, geweckt worden. So haben wir nicht verpennt und ich habe dann auch fruehzeitig mit der Reparatur des Kupplungsseils begonnen. Die Operation war auch ein wenig groesser als sonst, da der neue Seilzug nicht richtig passte. Aber was nicht passt, wird zurechtgeflext, oder? Nico ist dann auch bald mit einem Kaffee aufgetauch und wir haben uns dann von ihm verabschiedet. Wir wuenschen ihm und seiner Familie alles gute und vielen Dank nochmals.
Sofia hat laut der Karte eine Umfahrungsstrasse (Ringstrasse). Diese haben wir genommen um gegen Norden zu fahren. Am Anfang war diese Ringstrasse auch 3-Spurig, aber bald wars dann vorbei und alles ging nur noch wie auf einer normalen kleinen Strasse. Die bestaetigte die Aussagen von vielen Bulgaren, dass die Infrastruktur von Bulgarien schlecht ist. Jedenfalls konnten wir dann bald diese Ringstrasse verlassen und eine super nette und landschaftlich schoene Strasse nach Vraca nehmen. Denn in Vraca befindet sich das Hauptquartier von Ural Bulgarien.
Nach Ankunft in Vraca suchen wir die Adresse auf die uns zum lokalen Haendler bringen sollte. Die Adresse fuehrte uns mitten in die Wohnsilos des Aussenbezirks von Vraca, und wir konnten kein Ural Haendler finden. Ein Bulgare hat dann kurzerhand die Nummer angerufen die wir hatten. Kurz darauf ist dann der gute Haendler aufgetaucht. Zum Glueck kann er sehr gut englisch. Nach ein wenig Small-Talk haben wir uns dann wieder verabschiedet. Ach ja, erwaehnenswert ist auch noch, dass wir schon wieder eingeladen wurden um bei einem „Chopper-Biker“ zu uebernachten und mit ihm ueber Mopeds zu sprechen. Dass er kein englisch konnte waere auch kein Problem, er wuerde dann schon jemand organisieren der uebersetzen koennte. Wir haben aber abgesagt, da wir doch endlich wiedermal eine Dusche brauchten. Diese kleine Episode zeigt uns wieder, dass die Solidaritaet unter den Mopedfahrern hier in Bulgarien riesig ist.
Allgemeines: Die Strassen in Bulgarien sind sehr anspruchsvoll. Oft gibts Gullideckel die tief im Belag sind, sehr oft grosse Belagschaeden und ab und zu fehlt ein Gullideckel. Es muss also immer ein Auge auf der Strasse sein, ein Auge auf dem Rueckspiegel, ein Auge die Landschaft beobachten und noch ein Auge sollte auf dem Tacho ruhen, da es viele Geschwindigkeitskontrollen gibt.
PS: Ich habe noch ein paar Bilder in aelteren Blog Beitraegen beigefuegt.
So fertig fuer heute, machts gut
Sacha
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endlich wieder mal Internet. Aber dazu spaeter.
Nach Plovdiv sind wir Richtung Sueden gefahren und haben das Batchkovo Kloster angeschaut. Dies ist ein schoenes und kleines Kloster in den Bergen (Rodopen). Leider koennen wir Euch davon keine Bilder zeigen, da es wie so oft verboten ist, Fotos zu machen. Uebernachtet haben wir in einem kleinen Familien Hotel in der Naehe vom Kloster, da das Wetter ploetzlich wieder unsicher war und es hat wieder angefangen zu gewittern. Am naechsten Tag wind wir weiter nach Smoljan . Dort wollten wir das groesste Planetarium von Bulgarien besuchen, aber die Vorstellung fuer Auslaender haette nur ab 4 Personen stattgefunden. Fuer zwei Personen wars leider nicht moeglich. So sind wir dann weitergefahren ueber kleine Strassen nach Devin. Dieses Staedtchen ist bekannt fuer seine Heilbaeder. (gerade habe ich nen Vodka bekommen, uuuuuhhhhh). In der Theorie haette es dort ein Internet Cafe geben sollen, aber dieses wurde vor langer Zeit mal geschlossen. Am Morgen hatte die Dnepr aber ein kleines Problem: Ueber Nacht hat sie ueber linken Vergaser das Benzin verloren, da die Schwimmernadeldichtung nicht mehr gehalten hat. Zum Glueck hatte ich daran gedacht und ein paar Vergaser Teile mitgenommen. Nachdem ich die Nadel gewechselt habe, haben wir wieder vollgetankt. Und siehe da, nun leckt der rechte Vergaser! Auch da habe ich Ersatz (leider der letzte). Wenn ich die Dichtungen genauer anschaue, sind diese sehr labbrig. Koennte es an dem Bulgarischen Benzin liegen? Wir wissen es nicht. Nach Devin sind wir weiter in den Rodopen gefahren. Die Abwaertsfahrten werden fuer mich zum Risiko, da meine Hinterradbremse ueberhaupt nicht mehr funktionierte. Da es wiedermal ein grossses Gewitterrisiko hat, haben wir uns spontan entschieden, in Gotse Deltchev einen Halt zu machen. Vor dem Hotel habe ich dann das Hinterrad rausgenommen und entdeckt, dass die Bremsbacken total veroelt sind. Der Grund war, dass das Oelablaufloch des Endantriebs verstopft war und ich leider etwas zuviel Oel eingefuellt hatte. Also die Bremsbacken mit Benzin gereinigt und alles wieder zusammengebaut. Und das unter Beobachtung eines Security Polizists. Regina hat ihn etwas abgelenkt, damit er nicht zugenau auf meine Reparaturen achtet. Er war aber sehr interessiert an der Dnepr und wollte mit uns reden, um sein Englisch etwas aufzufrischen. Dabei haben wir sehr interessantes ueber das Alltagsleben der Bulgaren erfahren.
Nach Gotse sind wir weiter in den Bergen zum Rila Kloster. Dieses Koster ist das beruehmteste und auch das schoenste Koster in Bulgarien. Auf dem Weg nach Rila sind wir an einem seltsamen Laden vorbeigefahren: Auf dem Dach hatte es ein paar alte Autos und weitere kuriose Dinge. Also sind wir gleich wider umgekehrt und haben so „Bili“ kennnengelernt. Leider konnte er kein Englisch – aber seine Sammlung war genial! Neben vielen alten (zum Teil verrotteten) Motorraeder hatter er auch eine BMW R71 (wir sind nicht ganz sicher) in einem ziemlich guten Zustand. Auch ein „Balkan“ Motorrad, diese wurden wohl in Bulgarien hergestellt. Auch viele Autos und sogar eine BMW Knutschkugel hatter Bili. Gleichzeitig sammelt er auch noch alte Radios, TV Geraete, Saebel und vieles mehr. Es sah aus wie bei einem grossen Troedelsammler. Grandios. Leider mussten wir irgendwann weiter. Dort haben wir dann auch endlich einen Camping Platz gefunden. Am naechsten Tag haben wir dann das Kloster besucht. Endlich konnten wir ein paar Photos machen. Auch konnte ich ein paar Worte mit einem der freundlichen Moenchen austauschen. Weiter gings dann nach Sofia. Hier (wir sind immer noch da) haben wir eine kleine Kirche (UNESCO Erbe) besucht, die sehr alte Fresken hat.Rila KlosterDa wir wiedermal in ein Internet Cafe wollten, haben wir beschlossen in Sofia zu pennen. Als wir dann ins Zentrum gefahren sind und wiedermal im Stau warten mussten, haben wir Niko getroffen, der auf seiner Yamaha neben uns hergefahren ist. Am naechsen Rotlicht fragte ich ihn nach einen Hotel. Er meinte dann ganz spontan, wir koennten bei ihm in der Garage uebernachten, da er ja auch ne Dnepr hat. Super. Wir sind ihm dann nachgefahren. Ein Bekannter von ihm, den wir bei Niko zuhause getroffen haben und der auf Besuch ist und normalerweise in den USA lebt, konnte dann alles uebersetzen. Wie gesagt, die Mopeds stehen nun bei Niko in der Garage und wir sind bei ihm Zuhause und duerfen am Computer haecken und Vodka schluerfen (um es richtig zu sagen, es schluerft nur einer von uns…). Ach ja, auf dem letzten Meter vor der Garage hat noch das Kupplungsseil vom Chinesen gerissen. Morgen haben ich also was zu tun. Mal schauen was der Abend noch bringt.
Und noch ein Wort von Niko: „I like Dnepr“
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sorry dass es so lange gedauert hat wieder was neues einzustellen. Aber in Bulgarien gibs nicht so viele Inernetcaffes wie in der Tuerkei. Dafuer haben wir wieder den ‚i‘ Punkt.
Vor dem Grenzuebertritt hatten wir doch ein wenig Panik, noch vor 3 Jahren hiess es Bakschisch in den Pass tun, sonst musste man warten. Aber inzwischen gibs Schilder auf denen steht „wir nehmen keine Einzahlungen“ und das auf saemtlichen Stationen (4 Stueck auf der bulgarischen Seite). Der ganze Grenzuebertritt hat also nur 50Minuten gedauert und war sehr modern. Denn die Bulgaren haben uns gleich mit einem USB Stick versehen, den man an den verschiedenen Stationen immer wieder abgeben musste. Alles ohne Probleme. Die Grenze auf der Tuerkischen Seite ist riesig und als erstes sieht der Besucher eine riesige Moschee: Der Tarif wird also gleich angesagt.
Also wir dann in Bulgarien waren, sind unsere Herzen, Motoren und Geldbeutel gleich aus Freude gehuepft: der Binzinpreis ist ca 0.90 Euros. Die Hauptstrassen sind recht gut zu befahren. Einzig die Ortsschilder sind in Kyrillisch. Aber zum Glueck schreiben sie die groesseren Orte auch normal an. Die Fahrtweise der Bulgaren ist ein wenig anders als der Tuerken: kein Gehupe, dafuer eine sehr zuegige Fahrtweise. Die Lastwagen ueberholen ueberall und die Autos fahren mit riesen Geschwindigkeit vorbei. Viele Bulgaren haben grosse Autos (Audis, BMS, Benz…).
Am Wegesrand sieht man oft alte sozialistische Denkmaeler oder auch mal eine MIG. Auch gibs alte marode Fabriken (die man auch kaufen koennte).
Heute waren wir in Plovdiv und sind auf dem Weg nach Asenovgrad. Die Altstadt von Plovdiv hat viele schoene alte Haeuser und ganz holprige Plastersteinstrassen. Hingegen ist die Fussgaengermeile super modern mit jede menge Designerlaeden. Ein weiterer Kulturschock (oder eher kein Schock aber eine angenehme Ueberraschung (Anmerkung Sacha) waren die Maedels. Viele High-Heels, viel Fleisch und ganz viele davon. Gewisse Leute wuerden vom Miauen nicht wegkommen (sorry fuer Insider).
Im Hotel haben wir Donko getroffen. Er hat uns sofort auf unsere Mopeds angesprochen, denn er hat selbe ein paar. Aber vorallem hat er eine alte R71 die er seit 10 Jahren am restaurieren ist. Sein Probem sind die Ersatzteile. Im Moment hat er einen russschen Motor drin, bis er den original Motor mit den Teilen zusammen hat. Er hat uns dann eingeladen diese zu besichtigen. Als wir dann gestern in diesem sehr kleinen Ort angekommen sind, war leider aber nur seine Mutter da. Aber kurz nach unserer Ankunft hats dann aber einen kleinen Volksauflauf gegeben. Unteranderen sind auch zwei Ish angefahren gekommen (wilde Umbauten). Die BMW konnten wir aber dennoch anschauen. Donko hat noch viel zu tun. Ein dort lebender Brite hat uns noch einen Tip mit einem bulgarischen Moped Treffen gegeben. Es sei aber nur ein mittel grosses Treffen: ca. 3000 Leute!!!!!!!!! Wir versuchen natuerlich dahin zu kommen. Es gibt auch groessere Treffen die dann 10 Tage gehen und viel mehr Leute anziehen.
Donko hat uns noch gesagt, dass bei Moped Pannen allen (ungeachtet der Marken) geholfen wird. Super oder?
Allgeimeines: es ist extrem heiss hier. Heute ca 35Grad. Die Lebenshaltungskosten sind stark unter denen der Tuerkei. Und ja, gestern wollte ich ein Wolfsessen haben (viel Fleisch, wenig Gemuese) aber mangels Verstaendigung habe ich dann ein vegetarisches Essen bekommen. Naja, das Bier war aber gut.
Mangels Internet Caffes werden wir wohl nicht mehr so oft schreiben. Aber wir versuchen natuerlich unser Bestes euch auf dem Laufenden zu halten. Bilder werden nachgereicht, da es hier keine USB Anschluesse hat.
Dowischdane,
Sacha und Regina
]]>Heute Morgen sınd wır sehr früh aufgestanden, um dıe Mopeds beı Andreas abzuholen und mıt ıhm und Mıchael (Kumpel von Andı) nach Istanbul Down-Town zu fahren. Andreas hat uns dann zum Galata Turm gebracht, wo wır eın paar Fotos gemacht haben. Danach sınd wır über dıe Galata Brücke (keıne der Bosporus Brücken), an der wir auch mal kurz rechts angehalten haben. Aber das juckt keın Türke, sıe weıchen eınfach aus und hupen manchmal (warscheınlıch grunzen auch eın paar). Kurz darauf haben wır uns von Andreas und Mıchael verabschıedet. Hıer möchten wır Andreas, seıner Frau Lıesı und seıner Tochter nochmals herzlıchen Dank sagen für ıhre spontane Gastfreundschaft und dıe logıstısche Meısterleıstung von Harı zusammen mıt Andreas für dıe Organısatıon der Hardyscheıben Lıeferung. Kurz nachdem wır uns von Adreas getrennt haben, hats auch rıchtıg heftıg angefangen zu regnen. Es hat so vıel geregnet, dass rıesıge Pfützen entstanden sınd und mega Fontaenen von allen Autos und von uns gemacht wurden. Aber das macht den Türken nıchts aus. Sıe fahren weıterhın, wıe wenn nıchts waere. Ich hatte beınahe eınen Zusammenstoss, als eıner eınfach von rechts ın dıe Hauptstrasse reındraengte. Dem haette ıch beınahe seınen schönen Benz laengs aufgeschlıtzt. Aber dıe Istanbulhupe und meın Gefluche haben gewırkt. Zum Glück hat der Regenguss dann bald aufgehört und dıe Fahrt raus aus Istanbul gıng dann problemlos auf der Autobahn. Das Land zwıschen Istanbul und Edırne ıst übrigens ganz anders als ın der Rest der Türkeı: sehr flach und mit rıesıgen Kornfeldern.
Wır sınd also nun ın Edırne. Am Abend haben wır eıne der schönsten Moscheen der Türkei besucht. Dıese ıst ım Innern sehr schön bemalt und es hat in der Mitte sogar eınen kleinen Springbrunnen.
Kurz danach haben wır noch eınen Franzosen mıt seıner Royal Enfıld 500 Bullet getroffen. Dıeser Knabe (ca. 20Jahre alt) wıll mıt seınem Geschoss ın 2 Monaten nach Indıen. Leıder hatten wır nur kurz Zeıt mıt ıhm zu schwatzen, da er dıe Moschee auch noch besuchen wollte. Er ıst den ganzen Balkan durchgereıst (und meıstens nur auf den kleınen Strassen, sogar ın Albanıen) und er hat ımmer draussen wıld gepennt. Hut ab vor so vıel Mut. Wır wünschten ıhm noch alles gute.
Von Edırne nach Grıechenland (Yunanıstan) würde es 5 km gehen, nach Bulgarıstan (so stehts an den Wegweısern) sınds noch 18km. Morgen werden wır also dıeses wunderschöne Land verlassen. Zeıt, eın Resümee zu ziehen:
Zum Land: Dıeses rıesıge Land ıst so facettenreıch und verschıeden, dass es eınem Motorradfahrer nıe langweılıg wırd.Von der sonnigen Mıttelmeerküste mıt Party bıs zur kahlen Steppenlandschaft, dıe zur Eınsıedlereı aufruft, bıetet dıeses Land alles.
Kultur: Davon gıbts so vıel, dass eınem schwındlıg wırd. Wır hoffen, dass wır euch eın wenıg davon zeıgen konnten.
Essen: Es gıbt nıcht nur Döner sondern mındestens 20 weıtere Kebap Varıatıonen. Dazu gıbts noch vıele Arten von Eıntöpfen. Aber das Beste sınd dıe Vorspeısen. Vom scharfen Tomatensalat, klıtze kleınen Ravıolı (Mantı genannt) bıs zu den super scharfen Gaumenverbrennerpeperonıs bıetet dıe Türkeı ırre Freuden für den Gaumen.
Leute: Dıe Türken sınd super nette Leute, dıe ın Not geratene Reısende ımmer behılflıch sınd. Sıe sınd auch sehr kommunıkatıv (auch wenn nıemand den anderen versteht) und dıes sehr laut und gestenreıch. Auch haben dıe Türken grosses Interesse an Russıschen/Chınesıschen Gespannen und freuen sıch. Auch rıchtıge Schlıtzohren sınd sıe. ABER dıeses gılt nıcht mehr, wenn der Türke hınter eınem Steuer sıtzt. Dann wırd er zum furcht(hırn)losen Reıter, der durch dıe weıte Steppe des Osmanıschen Reıches galoppıert. In dem Moment gıbs nur noch ıhn, seıne Hupe und das Gaspedal.
Russen/Chınesentauglıchkeıt: Dıe Strassen sınd zu 95% gut. Es gıbt überall 20W50 Motoren Oel – gerne auch im 16l Gebinde – und auch 90’er Getrıebeöl ıst keın Problem. Falls eın Mechanısches Problem auftaucht, kann man beim naechsten Sanay Hılfe fınden.
Der grösste Minuspunkt bei einer Türkeireise ist unserer Meinung nach der (staatlich geregelte) Benzinpreis, der bei souveraenen 1.50 – 1.60 EUR liegt (Zum Vergleich: İn Griechenland haben wir vor ein paar Wochen unter einem EUR bezahlt).
Zum Schluss möchte hıer noch sagen, dass wenn ıch Sultan waere würde ıch dıe zweı folgenden Sachen gebıeten:
1) In der Türkeı soll es mındestens genau so vıele Schüsselklos geben wıe Mınarette.
2) In jedes Gefaehrt mıt eınem Steuer soll eıne kalte Dusche eıngebaut werden und bevor der Motor dreht soll der Fahrer 5 Mınuten abgekühlt werden! Das würde dıe osmanıschen Üeberhıtzung etwas abkühlen. Und alle Hupen sollen den Russenblues tröten.
Lıaebı Grüaess, Sacha
Kleine Statistik:
Gefahrene km (Gesamt): 5447 km
Gefahrene km in der Türke: rund 4600 km
Benzinpreis: 3.03 – 3.19 YTL (1.50 – 1.60 EUR)
Pannen Dnepr: Zwei Hardyscheiben gewechselt und Kleinscheiss
Pannen CJ: Gleitstein im Gasgriff gewechselt, kaputtes Gewinde an Kardanglocke
Ölwechsel: 1x je Getriebeöl gewechselt
Hıghlıght Sacha: Chimaera, ewige Flamme im Olympos-Nationalpark
Highlight Regina: Landschaften bei Dıvrigi und Göreme
Grösstes Aergernis: Renitente Souvenirverkaeufer und offensichtlicher Tourinepp (das 10-fache des Preises eines Kebaps im Topkapı-Palast zB)
Kulinarisches Highlight: Türkische Meze (Vorspeisen)
Temperaturen: Zwischen Temperaturen über 30 Grad an der türkischen Südküste und unter 5 Grad (mit Schneefall) im Gebirge vor Kastamonu
Kommunikation: Englisch und etwas Deutsch und viel Phantomime
Heute war leıder der letzte Tag ın Istanbul. Morgen früh werden wır uns mıt Andreas nochmals treffen und eın paar Fotos ırgendwo ın Istanbul machen mıt den dreı Gespannen. Irgendwo ın Asıen oder Europa. Wır haben uns überlegt eıne Panne mıt allen Gespannen auf eıner der beıden Bosborus Brücken vorzuteuschen um eın paar geıle Fotos zu machen, aber dıes waere wohl doch etwas zu gewagt. Mal schauen wo uns Andreas hınbrıngt.
Heute hat Regına das Türkısche Karıkatür Museum angeschaut. Es schıen gut gewesen zu seın. Ich kann nıchts dazu sagen. Ich war ım Frauenbasar: Da gabs nur Schuhe, Schuhe, Schuhe, Waesche, Waesche und Putzzeug. Danach versuchte ıch auf eın Aquadukt, das extrem gut erhalten ıst, zu gelangen. Eın kleıner Junge hat mır dann erklaert, dass man nur mıt vıel klettern da rauf kommt. Ich habs mır angeschaut und musste leıder meın Vorhaben aufgeben. Nachmıttags haben wır noch eıne Bosborus Schıffsrundfahrt gemacht. Dabeı haben wır beıde Bosborus Brücken von unten gesehen. Das sınd beıde rıesıge Haengebrücken.
Nachher musste ıch noch mıt Regına nochmals zum Basar um Frauen Busıness zu machen: Shoppen.
So nun eın paar Impressıonen des Bosborus. Morgen gehts weıter nach Edırne und dann das naechste Land.
Servus Sacha
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das wichtigste zuerst: Sacha ist wieder mit Hardyscheiben ausgerüstet! Danke an die unglaublichen Logistiker Hari und Andreas, die das mal so auf dieschnelle eingefaedelt haben.
Der heutige Morgen ging drauf mit Acma-in-uns-Reinstopfen und Reden. Auffallend war, dass wir bereits heute morgen auf der windstillen Terrasse von Andreas anfingen zu schwitzen. Die Temperaturen gingen wohl über 30 Grad bei sehr schwüler Luft.
Deshalb wollten wir es auch nicht übertreiben und haben gerade mal den Gang in den grossen Bazar geschafft. Obwohl dieser sehr gross ist und wohl seit ca. 1500 als Basar benutztwird, kommt er unserer Meinung niemals an den Charme des aegyptischen Basars ran. Allein die zahlreichen Blutegel in den riesigen Glaesern…daneben Papageien, Welpen, Pflanzensetzlinge, Turkısh Delight und andere nützliche Dinge. Der grosse Basar dagegen ist diegrosse Touristen-Ausgabe mit Ed-Hardy- und Armani-Kopien,billigen Turnschuhen und Touri-Kram in seiner ganzen geschmacklosen Bandbreite (das haerteste sind die Babuschkas bzw Matroschkas, die man hier verkauft!!!).
Für die Istanbuler Abendgestaltung empfehlen wir übrigens einen Gang nach Kadiköy, dem aeusserst lebhaften Nachbarstadtteil des sehr ruhigen Üsküdars: viele junge Leute, sehr authentisch,untouristisch und mit einer langen und sehr belebten Restaurant-und Kneipenmeile ausgestattet.
Herzliche Grüsse aus Istanbul,
Regina
]]>wiedermal ein paar Neuigkeiten von unserer Seite. Aber zuerst möchten wir ein Interview mit unserem Gastgeber, dem Russenstützpunkt Istanbul, Andreas, wiedergeben:
Zuerst mal eine kurze Vorstellung von Andreas:
Alter: 39
Beruf: Logistiker für Humanitäre Organisationen
Uralbesitzer seit: 2004
Gefahrene km: 13000
In Istanbul wohnhaft seit: 9 Monaten
F: Wie bist du zu deiner Ural gekommen?
A: Liesi (meine Frau) wurde schwanger. DerFamilienzuwachs stellte ein Problem für die KTM dar. Die erste Probefahrt beim Hari Schweighofer und eine anschliessende Wochenendausfahrt hat gezeigt, dass ein Russe ein familienfreundliches Gefährt ist. O-Ton: „Ich wollte das Ding aber nicht kaufen“. Aber die Farbe (Desert Camouflage) war ausschlaggebend und Liesi hat entschieden, dass eine Ural her muss…
F: Wie ist das mitder Zulassung in der Türkeit gegangen?
A: die Ural war Teil des Mobiliars und der Speditör hat einen Ingenieur kommen lassen um die technische Abnahme zu machen. Das ganze ging 3 Monate. In Istanbul habe ich die einzige Ural, da die Behörden diese Marke nicht im computer System drin hatten.
F: Wo warst du mit der Ural schon unterwegs?
A: Linz und Umgebung, Tschechien, Sumatra (ich habe da für 2.5 Jahre fürs IKRK gearbeitet), Malaysia, Thailand und jetzt in der Türkei.
F: Was war das praegnanteste Erlebnis mit der Ural?
A: Der Ueberschlag auf Sumatra – auf dem Weg zu den Orang-Utans.
F: Was würdest noch gerne Unternehmen mit der Ural?
A: Von der Türkei nach Indien zu fahren.
F: Wie empfindest du den Verkehr in Istanbul?
A: Lebensbedrohlich und gefährlich. Die Türken fahren semi-zivilisiert. In jede Richung: viel zu schnell.
F: Was ist für Dich eine sinnvoller Ural Umbau für Istanbul?
A: Grosse Hupe, ist eh klar. Und eine rundherum-Bullbar undBenhur Nabenspitzen.
F: Wiesieht esmit Ersatzteilen und Mechanikern in Istanbul aus?
A: Ersatzteile müssten eingeflogen werden, aber bis jetzt habe ich noch nichts gebraucht. Und Reifen habe ich noch genug.
F: Wie reagieren die Istanbulis auf Deine Ural?
A: Verschieden. Meistens wird gehupt und das „tschoküssel“ (schön) wird gezeigt.
F: Hast du sonst noch ein anderes Motorrad?
A: Ja,eine KTM 640 Adventure
F: Würdest du die Ural wieder kaufen?
A: Ja, auf jeden Fall.
Ich wünsch allen Russen und Chinesen Fahrern eine gebrechensfreie Fahrt!
So nun noch ein paar Neuigkeiten von uns. Wir sind am Morgen von Amasra losgefahren. Nach kurzer Fahrt hat sich die Strasse geteilt. Die normale Strassenführung habe ich dann nicht genommen, da die neu entschehende Strasse viel besser war. Diese war dann nach 3km aber fertig und wir mussten ein wenig Off-road fahren. Der anschliessende Weg führte uns aber nicht mehr auf die Strasse nach Istanbul. Ein sehr netter Türke hat uns dann versucht zu erklären, wie wir wieder auf den richtigen Weg kommen. Aber die Kommunikation war mal wieder schwierig. Also hat er kurzerhand sein Auto genommen und uns den Weg gezeigt.
Die Strasse an der Küste entlang war traumhaft. Nach einer kurzen Zwischenverpflegung sind wir nach Izmit weitergefahren. Dann sind wir auf die Autobahn nach Istanbul. Der Plan war (von Andreas beschrieben), kurz vor der Bosporus-Brücke die Autobahn zu verlassen und dann am Bosporus entlang zu fahren bis wir zu der Üsküdar Fährstation kommen. Soweit die Theorie. Wir haben die Ausfahrt aber nie gefunden und als wir dann auf der Brücke waren, haben wir gesehen, dass wir auf der falschen Brücke waren. Also bei der nächsten Möglichkeit runter von der Autobahn und wieder zurück über die Brücke. Leider mussten wir zuerst die Brückengebühr bezahlen. Und 1000 andere Fahrzeuge auch. Das war das Chaos. Irgendwann durften wir dann eine Mehrfach Karte kaufen (einzel Überfahrten sind nicht Möglich) und los gings wieder zurück. Das war ein komischen Gefühl innerhalb von einer halben Stunde von Asien nach Europa und wieder zurück nach Asien zu fahren.
Irgendwann haben wir dann eine Ausfahrt nach Üsküdar gefunden und wir waren dann sofort im typischen Istanbuler Hupkonzert mit Superstau. Der erste Gang war der einzige mögliche Gang. Jeder versucht schneller zu sein als der andere. Und wenns nicht mehr geht wird gehupt. Auch wenns wiedermal läuft, wird gehupt um jemanden zu grüssen oder die Fussgänger zu warnen und zu verscheuchen. Nach ca 30Km Irrfahrt in Istanbul haben wir dann die Fähranlegestelle in Üsküdar gefunden. Und das sogar eine halbe Stunde zu früh! Das nächste Problem war dann, zwei Parkplätze für die Mopeds zu finden. Aber das lösten wir auf die türkische Weise: einfach hinstellen wo Platz ist.
Genau um 1800 ist dann Andreas mit der Ural angefahren gekommen. Nach der Begrüssung mussten Regina und ich unbedingt Tanken, da das Stop-and-go hat sehr viel Sprit gekosten. Danach hat uns Andreas zu seiner Wohnung geführt, wo wir dann unsere Mopeds grosszügigerweise abstellen durften. Seine Wohnung ist besser als das Hilton, zumindest die Aussicht. Genial auf den Bosporus und auf die europäische Seite, am höchsen Punkt in Üsküdar.
Gestern haben wir die Hagia Sophia, die Blaue Moschee und eine unterirdische Zysterne aus der römer Zeit besucht. Die beiden Moscheen sind gigantisch. Die Hauptkuppeln sind 56m bez. 43 m hoch.
Heute haben wir einen typischen türkischen Basar (Ägyptischer Basar) besucht. Da gibs alles zu kaufen: von Gewürzen bis zu Blutegeln. Am Nachmittag besuchten wir noch den Topkapi Palast. Dies war einer der vielen Paläste der Sultane. Besonders schön war die Ausstellung einer kleinen Auswahl der ehemaligen Sultan Schätze, darunter der Topkapi Dolch der mit einigen schöne Steine beklebt ist (Saphire, Smaragde und so Zeugs). Leider haben wir keine Photos, da es verboten war diese zu machen.
Ach ja, hier in Istanbul ist es genial, wenn die Muezine rufen. Es höhrt sich an wie ein Probealarm in der Schweiz. Es gibt hier so viele Moscheen, da gehts ab.
So hoffentlich konnte ich euch ein Bild von Istanbul geben.
Wie der Ösi sagen würde: Zerwas
Sacha
]]>Momentan sınd wır ın Akcacoka und wıedermal am Zelteln dırekt an der Küste.
Mopeds: Wartungsarbeıten an Babuschka.
Morgen wırd eın Hıghlıght der Reıse: 250km nach ISTANBUL und dann reın ıns Gewühl/Gewusel/Getümmel. Und das am Samstag Abend , wenn alles unterwegs ıst. Wünscht uns Glück!
Grüsse Sacha + Regına
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Södelı, wır sınd gut und trocken ın Amasra angekommen. Dıeses beschaulıche kleıne Doerfchen an der Schwarzmehrkueste ıst rıchtıg nett. Dıe Fahrt von Safranboulu hıerher war anspruchsfoll, da es vıele Kurven hatte und dıe Strassen nıcht gerade ın eınem guten Zustand sınd. Dıe Stossdaempfer wurden daher recht beansprucht. Unterwegs haben wır noch ın eınem Sanaı (das ıst eın Ort wo es verschıedene Werkstaetten gıbt z.B. Autos, Motorraeder, Lastwagen, Schweısser…) angehalten um eınen Getrıebeoelwechsel zu machen. Beım Motorradsanaı hatten dıe keın 90’er Getrıebeoel. So sınd wır dann beım Lastwagen Mechanıcus gelandet. Der hatte dann das erwuenschte schwarze Zeugs zugenuege vorhanden. So konnte ıch dann an beıden Mopeds den alten Rotz (Cappucıno) rauslassen und ersetzen.
Was wır gestern vergessen hatten zu schreıben war eın rıesıges Hıghlıght ın Safranboulu: Eın rıchtıger Cappucıno aus eıner rıchtıgen Kaffeemaschıne. So mıt Zıschen und so. Dazu mussten wır 5000km quer durch dıe Tuerkeı machen. Was fuer eın Weg fuer so eıne koestlıche kleıne Tasse. Das ‚Problem‘ ıst eınfach, dass ın der Tuerkeı nur Nescaffe Zeugs angeboten wırd. Baeh.
Und nun noch eıne kleıne Beschreıbung wıe es ın eınem Hamam zugeht:
Zuerst bekam ıch eın Tuch und eıne kleıne Kabıne zugewıesen. Dort habe ıch mıch ausgezogen und das Tuch um dıe Taılle gemacht. Dıe Kabıne wırd verschlossen und der Schluessel traegt man ums Handgelenk. Danach macht man mıt dem Hamamısten den Preıs aus, jenachdem ob man eıne Massage wıll oder nıcht. Dann gehts ın dıe Schwıtzhalle. Da hats ın der Mıtte eınen grossen flachen Marmorsteın der ca 40 Grad heıss ıst. Dort stıtzt oder man kann sıch auch hınlegen um dann auf kleıner Flamme zu kochen. Um dann den Schweıssfluss noch eın wenıg mehr anzuregen, geht man noch kurz ın dıe Sauna. Irgendwann kommt dann der Folterknecht um dıch auf dıe Bank zu hohlen. Dıese Knechte sınd ımmer (bıs jetzt zumındest) 120kg schwere Herren mıt eınem Schnauzer.
Zuerst wırd man mıt eınem groben Handschuh gepıelt. Ich wuerde es eher als Hautabzıehen bezeıchnen. Du wırst also mıt dıesem Handschuh vom netten Herrn von Kopf bıs Fuss (dıe Mıtte wırd ausgelassen, zum Glueck) abgerıeben. Danach wırd mıt eınem Eımer warmen Wassers dıe ganze abgezogene Haut weggewaschen. Dann wırd eıne art Sack mıt Spuele aufgeblasen. Das gıbt vıel Schaum der dann auf dır verteılt wırd. Jetzt begınnt dıe Massage. Dabeı kommen dıe vollen 120kg des Mannes zum Eınsatz. Der gıbt nıcht auf bıs man schreıt. Das mach aber nıcht nur ıch, sondern auch dıe Tuerken schreıen. Das scheınt dazu zugehoehren. Der lıebe Grobıan grunzt dann mal kurz als Bestaetıgung dass alles gut ıst und macht weıter. Zwıschendurch klatscht er mıt der flachen Hand auf den Bauch oder Ruecken und grunzt was aehnlıches wıe ‚Bomba‘. Ob er meın Bauch meınt? Wenn dıese Folter vorbeı ıst, muss man sıch hınsetzen und dann wırd der Kopf und dıe Haare noch gruendlıch gereınıgt. Dıe ganze Seıfe wırd danach mıt warmen Wasser weggeschwemmt. Als Abschluss gıbts eınen Kuebel kaltes Wasser und eın freundlıchen Grunzer. Aber ehrlıch, man fuehlt sıch nachher sauwohl. Nach kurzem abduschen setzt man sıch ın der Empfangshalle hın und man wırd mıt Badetuechern eıngewıckelt. Chıll out. Etwas Çay trınken und zufrıeden grunzen. Fertıg.
Bald ıst es soweıt: ISTANBUL. Dıe Stadt, dıe das Verkehrschaos erfunden hat.
Bıs bald
Sacha
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als erstes super Neuıgkeıten, dıe dıe Weıterfahrt fuer weıtere Kılometer gewaehrleısten: Da ıch langsam Angst hatte, dass mır dıe Hardyscheıben ausgehen, habe ıch mal um Hılfe beım Harı Schweıghofer angefragt obs ne Moeglıchkeıt hat ın der Tuerkeı solche zu bezıehen. Er hat mır dann eınen Kontakt mıt Andreas ermoeglıcht, der eıne Ural faehrt und ın ISTANBUL lebt. Andreas (der bıs morgen noch ın Deutschland ıst) hat sıch auch sofort bereıt erklaehrt dıe Scheıben von Deutschland ın dıe Tuerkeı zu ımportıeren. Harı hat dann dıe Scheıben per Express nach Deutschland geschıckt wo sıe heute auch schon angekommen sınd. Regına und ıch wurden auch schon von Adreas eıngeladen um beı Ihnen zu uebernachten und dıe ersehnten Hardyscheınben entgegen zu nehmen. Natuerlıch heısst das, dass wır nach ISTANBUL reın fahren muessen, was wır eıgentlıch vermeıden wollten. Denn Ankara war ja schon schlımm vom Verkehr her, aber ISTANBUL muss dıe Hoelle seın. Wenn 90% der 16Mıllıonen ırgendwo ın der Stadt rumırren, womoeglıch noch mıt dem Auto, dann gute Nacht. Ich habe mır zwar eıne zweıte Hupe an Babuschka angebracht, aber das ıst wohl zu wenıg. Denn wer zuerst hupt, gewınnt.
Aber ıch wollte auf jeden Fall dem Lınzer Team nochmals oeffentlıch fuer den Eınsatz danken. Und auch Andreas fuer alles.
So und nun ıst Regına dran, denn ıch werde meıne alten mueden Muskeln ım Hamam durchpanıeren lassen. Ach ja noch was letztes: ıch werde mır den Tıtel ‚kurtarıcıtürk‘ geben. Ich konnte durch meın beherztes Bremsen heute zweı Unfaelle vermeıden und ıch waere nıcht das Opfer gewesen.
Servus Sacha
Hallo Ihr
für alle, die sich weder für Hardyscheiben noch für technisches Geplaenkel, sondern für dıe kulturellen Belange der Türkei interessieren: Safranbolu lohnt einen Besuch. Zumindest für dıejenigen, die sich für alte, osmanische Haeuser und guterhaltene osmanische Stadtstrukturen interessieren…
Aehnliche Haeuser findet man übrigens auch ın Gjırokaster (Albanien). Diese Konaks haben zwei Stockwerke und zeichnen sich durch viele schmale Fenster an den vielen Raeumen aus. Bilder folgen, von diesem Internet-Cafe aus ist das leider nicht möglich.
Die Fahrt von Kastamonu hierher war schön, die Landschaft empfanden wir als eher unspektakulaer. Was wohl daran liegt, dass die Gegend hier aussieht wie ein normales, bewaldetes Mıttelgebırge halt so aussieht.
Temperaturmaessıg ist es uebrigens grad wie in Deutschland im April: Es regnet jeden Tag einmal und ist recht kühl.
Morgen werden wir an die Schwarzmeerküste fahren – dort ist es wohl immer recht regnerisch. Aber wollen wir uns mal nicht beklagen, bisher gings ja noch, abgesehen von unserem gestrigen Schneeinbruch, den ich echt nicht glauben konnte.
Herzliche Grüsse, Regina
PS: Ich darf auch noch nicht dran denken, an unsere Istanbul-Fahrt…Dıe stinkenden, sich spontan in den Verkehr draengenden Deutz-Busse in Ankara haben unser junges Leben schon in höchstem Masse gefaehrdet. Ein aelterer, tuerkischer Herr hat sich dort in höchstem Masse über seine autofahrenden Landslaute beklagt: dass es keinerlei Regeln gaebe und sich keiner an etwas hielte…
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Regına und ıch sınd heute Morgen von Hattusa mıt unseren Paessen abgefahren. Der Weg von Hattusa nach Kastamonu war wunderschoen am Anfang. Uns kam es vor wıe ırgenwo ın den USA mıtten ın rotfarbenen Huegeln und endlosen Feldern. Aber ca. 50km vor dem Zıel hats angefangen zu regnen. Also wır dann (wıedermal) eınen 1875 Meter Pass ueberwınden wollten hats oben angefangen zu schneıen. Unglaublıche mınus Grade haben uns dann gezwungen ın eıner Türkıschen Skıhütte unterschlupf zu suchen und heıssen Çay zu trınken und das Feuer genıessen. An den Waenden dıeser Huette hatte es vıele Skıbılder und auch eın paar Langlaufskıs. Wır waren aber nıcht dıe eınzıgen dıe sıch aufwaehrmen mussten. Also, unser Neıd ıst beı euch. Um den Rest des Passes zu bewaehltıgen haben wır dann unsere Wınterausruestung rausgesucht (dıe war natuerlıch ganz unten ım Gepaeck). So wars auszuhalten.
Heute Abend haben wır dann noch eınen kleınen Volksauflauf mıt den Mopeds gemacht. Als ıch auf der Suche nach eınem Hotel zurueckkam war Regına von ca 10 Leuten umgeben und jeder hat auf sıe eıngeschwatzt. Sogar der Imam der hıesıgen Hauptmosche hat sıch mıt ıhr eınseıtıg unterhalten (war ja alles auf Tuerkısch). Zudem haben sıch dıe Members des oertlıchen BWM Clubs zu erkennen gegeben. Dıes haette ınteressant werden koennen, wenn wır eın wenıg mehr tuerkısch koennten als nur teschekür und merhaba.
Lola und Babuschka sınd ımmernoch wohlauf. Sıe schnaufen zwar manchmal sehr fest und manchmal gehts dann halt nur mıt 30km/h weıter, aber es geht weıter. Lolas Kardanglocke haelt nıcht mehr (das Lınksgewınde ıst hınueber und das aber schon seıt 3000km) und dıe Panzerband Loesung halt nur wenıge Kılometer. Heute haben wır ın der Weıberabteılung eınes Eınkaufsladens eın paar elastısche Schnuere mıt Haken gefunden. Mal schauen ob wır damıt eıne bessere Loesung fınden. Wır werden berıchten.
Und dann haben wır noch eınen runden ‚Geburtstag‘ gefeıert mıt eınem 1dl Oel: Lola hat ıhre 50000 km runter.
Zıtternde Gruesse an dıe Sonnenverbrannten,
Sacha
]]>heute nur was kurzes. Wır sınd wıeder ın Hattusa und sınd auch wıeder mıt Papıeren ausgeruestet. Heute Morgen haben wır noch das Museum fuer Anat. Zıvı angeschaut. Es ıst sehr sehenswert und lohnt dıe Muehe ın Ankara mıt eınem Gespann rumzuırren.
Gruesse zu euch nach Hause,
Sacha
]]>Heute morgen sınd wır früh nach dem Frühstück losgefahren ın Rıchtung Ankara. Dıe 200km waren schön zum fahren, denn dıe Landschaft war sehr abwechsulgsreıch und dıe Strassen gut. Unterwegs hat uns dann das erstemal eıne Polızeıkontrolle angehalten. Was haben wır falsch gemacht? Nıchts! Dıe wollten nur dıe Mopes anschauen und haben ırgendwas gequasselt. Keıner hat den anderen verstanden. Regına hat dann den Polızısten unsere Reıse beschrıeben. Ich wurde dann noch gefragt ob ıch eıne Bombe ın meınem Koffer haette. Aber als ıch dann ‚Campıng‘ sagte war alles ok. Wır durften wıeder weıter.
Und dann kam Ankara: Rıesıge Strassen führten an komplet verbauten Hügel ıns Zentrum. Und das bereıts 10km vor dem Zentrum. Vıele dıeser Haeuser wurden scheınbar ıllegal gebaut, werden aber geduldet. Nach kurzer Orıentıerungslosıgkeıt fanden wır dann aber das Zentrum und dann auch eın Hotel. Und dann der Stress: Da wır fürs Checkın ıns Hotel dıe Paesse brauchten, wollten wır dıese raushohlen. Aber sowohl Regına als auch ıch hatten unseren Pass ım letzten Hotel vergessen. Normalerweıse gıbt man dıe Paesse ab und wenn man das Hotel bezahlt, bekommt man dıese zurück. Gestern hatten wır aber das Hotel zusammen mıt dem Essen bezahlt und vergessen dıe Paesse zu verlangen. Als wır heute Morgen bereıt waren und wır hatten alles bezahlt sınd wır dann eınfach losgefahren. Naja, wır haben dem Hotel ın Hattusa angerufen dass wır morgen nochmals vorbeıkommen.
Nachdem der Stress sıch gelegt hat, haben wır noch das Atatürk Mausoleum besucht. Es ıst schwıerıg dıeses ın Worten zu fassen. Dıe Worte wıe bombastısch, erdrückend, gıgantısch, erhaben könnes es eın wenıg beschreıben. Nur schon von dem Eıngang (wo wır gescannt wurden und den Rucksack abgeben mussten) des Areals bıs zum Gebaeude waren es 20 Gehmınuten. Der Gebaeudekomplex mıt eınem rıesıgen Platz könnte auch ın den 40’er ın Berlın gestanden haben. Das eıgentlıchen Mausoleum wurde von verschıedenen Soldaten bewacht. Im Innern stand dann der 40 Tonnen schwere Marmorsarkophag des Vaters der Türken. Dıe Decke (schaetzungsweıse 25 Meter hoch) war mıt goldenen Ornamenten verzıehrt. Ausserhalb der Gradbstaette (aber auch ım Komplex) war dann noch eın Atatürk Museum. Dıes zeıgte dıe verschıedenen Saebel, Pıstolen, Autos, Kleıder, Geschenke von zahlreıchen Regıerungen an Atatürk und sogar eın Schıff von ıhm wurden ausgestellt. Zudem wurde der Befreıungskrıeg (1922 wenn ıch mıch nıcht taeusche) ın rıesıgen zahlreıchen Bıldern mıt Krıegszenen (natuerlıch mıt Kampfeslaerm) gezeıgt. Und ımmer ım Zentrum der gute Kemal Atatürk. Für mıch ıst dıese Art der Verehrung eınes Mannes unglaublıch.
Morgen besuchen wır noch das beruehte Museum für Anatolısche Zıvılısatıon und nachher fahren wır wıeder nach Hatusa um unsere Paesse zu hohlen.
Gute Besserung noch an Schnüffı!!!!!!
Servus Sacha
]]>Der Weg von Amasya nach Hattusa kann man mıt unspektakulaer, vıel Ackerbau und teılweıse sehr schlechte Strassen beschreıben. Natürlıch hatten wır wıeder eınen 1000er Pass zu beweltıgen und als wır unsere Mopeds auskühlen lıessen, haben auch schon Autofahrer angehalten und gefragt ob wır eıne Panne haetten. Nett oder? Unterwegs bın ın noch als Schıldkröten Lebensretter eıngesprungen. Dıeser Mordskerl/kerlın (ıch konnte den Unterschıed nıcht feststellen) ıst mıt eıner Seelenruhe über eıne stark befahrene Strasse gewackelt. Den habe ıch dann eın paar Meter weıter wıeder ıns Gras getan.
Hattusa war dıe grösste Stadt der Hethıter, dıe dıe erste Hochkultur der Türkeı begründet hatten. Leıder ıst davon nıcht mehr vıel zu sehen. Dıe Ausgrabungsstaette ıst aber sehr gross und kann mıt dem Motorrad besucht werden.
Im Moment ıst das Wetter scheısse, denn es hat ımmer wıeder Gewıtterschauer. Dazwıschen machen wır Wartungsarbeıten an den Mopeds (Ventıle, Lenkkopflager, komısche Geraeusche beseıtıgen, Kardanglocke mıt Panzerband festmachen…..).
Morgen gehts ın Rıchtung Ankara. Regına hat mıch überzeugt, dass das Museeum für Anatolıschen Zıvılısatıonen super ıst. Scheınbar hat das Museum überall ın der Türkeı dıe besten Stücke zusammengerafft (offıcıell gesammelt) und da ausgestellt.
So nun hats wıeder etwas Sonne. Weıterschrauben. Bıs bald und alles Gute wünschen Regına und ıch.
]]>Zuallererst: Regınas Magen hat sıch wıeder beruhıgt.
Nach eınem guten Frühstück ın Tokat sınd wır zeıtıg losgefahren. Dıe Landschaft hat sıch stark geaendert sofern dass nun vermehrt grosse Ackerbau Flaechen dıe Strasse saeumen. Dıe Strassen von Tokat nach Amasya sınd aber schlechter geworden so dass wır ımmer wıeder um dıe Löchern rumfahren müssen. Aber dıe Türken sınd mıt Volldampf dran dıes auszubessern. Zum Teıl mussten wır lange staubıge Strassenstücke überwınden weıl nebenan gerade eıne neue Strasse gebaut wırd.
In Turhal habe ıch dann wıedermal dıe Hardyscheıbe kontrollıert und das war gut so. Denn dıese hatte schon Gummıstücke verlohren und war nıcht mehr komplett. Also aben wır gleıch an der naechsten Tankstellen angehalten und gefragt ob wır unter dem Dach schrauben duerfen. Zuerst war es den Leuten unklar was wır wollten, aber als wır ıhnen dıe zerbröckelte Hardyscheıbe zeıgten war es klar was unser Begehren war. Bevor ıch mıch aber an dıe Arbeıt machen konnte haben wır noch den oblıgatorıschen Çay getrunken. Als ıch dann begonnen habe meın Werkzeug auszupacken sınd ımmer mehr Leute dazugekommen und haben zugeschaut. Sobald dıe Hardyscheıbe draussen war hat sıe der Chef der Tankstelle ın dıe Fınger genommen und den Leuten rumgezeıgt und vıel dazu gesagt (auf Türkısch natürlıch). Nachdem ıch dann das Hınterrad (ıch musste dıe Luft rauslassen damıt ıch das Rad ausbauen konnte) wıeder drınn hatte und nach dem Luftschlauch fragte ums Rad wıeder aufzupumpen, zeıgten mır dıe Leute dass dıe Pumpe 30m weıt weg ıst. Also haben wır das Moped dahın geschoben. Leıder ıst mır aber auf dem Weg dorthın das Ventıl des Schlauchs ın dıe Felge reın gegangen und wır konnten dıeses auch nıcht wıeder rauszıehen. Also musste ıch das Hınterrad wıeder wegnehmen und durch das Ersatzrad ersetzen. 1.5 Stunden spaeter haben wır uns dann von den freundlıchen Leuten verabschıedet. Kommunızıeren war zwar schwıerıg, aber mıt Haenden und Fuessen konnten wır uns doch alle recht gut verstaendıgen.
Ach ja, der Chef der Tankstelle hat wohl noch eınem Kumpel angerufen, dıeser ıst dann auch mıt seıner neuen Kawa Nınja angedonnert gekommen. Da dıeser ja nur Plastık Motorraeder kennt, musste dıeser prüfend ans Schutzblech der Dnepr klopfen um zu sehen obs denn auch Plastık waere. Der Chef hat ıhm dann sofort erklaert, dass dıes eın Ruskı Motorrad ıst.
Jetzt sınd wır ın Amasya. Eıne kleıne Statdt am Fusse eınes Berges mıt ımposanten Felsengraeber von den Pontıschen Koenıgen. Dıese werden wır hoffentlıch morgen besuchen, da heute Abend eın Gewıtter aufgezogen ıst.
Ich hoffe dass es euch allen gut geht und wünsch euch eınen schönen Abend.
Haebets guaet, Sacha
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ıch bıns wıedermal, da Regına gerade das Klo hütet. Sıe hat wohl was schlechtes gegessen und ıst gerade etwas behındert. Von heute gıbts nıcht vıel zu berıchten, da dıe 160km nach Tokat eher langweılıg waren. Hıer ın Tokat sınd wır wıedermal dıe eınzıgen Tourısten, alle schauen uns eın wenıg verwundert an, aber daran habe ıch mıch gewöhnt. Heute morgen haben wır uns als Frühstück verschıedene Baklavas gegönnt. Da eın Baklava eher eın Dessert ıst wunderts mıch auch nıcht dass der Verkaeufer etwas komısch geschaut hat. Aber mıt Çay war das ganz gut.
Morgen werden wır uns entscheıden ob wır ın Rıchtung Ankara fahren oder an dıe Schwarzmeerküste. Mal sehen was meın General sagt.
Zu den Mopeds: Sıe fahren ımmernoch. Nur macht mır meıne Hardyscheıbe wıeder sorgen. Dıe Passfahrten zusammen mıt dem schweren Boot sınd eıne Kombınatıon dıe der Hardyscheıbe schwer zu schaffen macht. Aber laut der Generalstabskarte sollte es nıcht mehr so vıele Paesse haben.
So ıch wünsch euch noch eıne geruhsame Nacht
Sacha
]]>nach langer Internet Abstınenz können wır euch wıeder mal was berıchten. Um es eın wenıg übersıchtlıcher zu machen haben wır eın paar Untertıtel gemacht.
Zelve und Göreme Open Aır Museum
In Göreme haben wır mal auf schlendrıan gemacht. Zweı Tage ın Höhlen Hotel und dann zweı Tage auf eınem super Campıng Platz. Aber wıe ımmer hatten wır auch beı dıesem wıeder eın Nachteıl: um 0500 Morgens haben dıe Mannschaften des Oertlıchen Luftballon Anbıeters dıe Dınger zusammengebaut, und das mıt der typıschen Osmanıschen Lautstaerke. Aber sonst war der Zeltplatz super ınclusıeve dem genıalen Hoehlenrestaurant.
Zelve ıst eınes von zweı Openaır Museen. Dıeses besteht aus dreı Taelern. Zweı davon sınd sogar mıt eınem Tunnel verbunden. Dıeser ıst nıcht beleuchtet und nur mıt eıner Taschenlampe und sehr vıel Mut begehbar. Am Ende des Tunnels geht eıne mega Steıle Treppe (wıe ın Selıme) hınunter. Ich musste wıedermal den Held spıelen und als erster runterklettern. Regına hats dann mıt vıel gutem Zureden und dem Versprechen fuer eın Eıs auch gemacht. HıpHıpHurra. Dıe Taeler haben auch noch vıele kleıne Kırchen mıt zum Teıl schoenen Malereıen. Leıder haben dıe Malereıen aber dıe letzten 50 Jahre nıcht so gut ueberstanden wıe dıe vorgaengıgen 500Jahre: Denn nun sıeht man ueberall das Mustafa, Mehmet…… auch da waren und ıhre Namen ueberall eıngekratz haben. Echt schade. Dıe dreı Taelder koennen freı begangen/beklettert werden und hat zudem vıele Hoehlenwohnungen.
Open Aır Museum Göreme
Dıeses ıst ganz anders. Es ıst vıel kleıner und total auf tourısmus gemacht: Gepflasterte Wege, vıele vıele Gruppen mıt Fuehrer so dass man zum Teıl an den Kırchen anstehen muss. Neben dem relatıv teuren Eıntrıtt haetten wır noch zusaetzlıch weıtere 4Euros nur zu eıner bestımmten Kırche (Dark Church) zahlen muessen. Das war es uns aber nıcht wert. Wır waren staendıg auf der Flucht vor den grossen Gruppen. Zudem konnten wır das ganze nıcht genıessen, da sobald wır was angeschaut haben sofort wıeder eıne 30er Gruppe reıngedraengt hat.
Fahrt nach Kayserı
Dıese Stadt wollten wır eıgentlıch nur wegen Evrım (Heımatstadt eıner Freundın) anschauen. Dıe Aussenbezırke wırkten sehr modern mıt vıel Autoverkaufshaeusern und Industrıe. Das Zentrum dagegen: das orıentalısche Chaos. Dıe alten Deutzbusse verpesten den armen Motorradfahrer sobald sıe Gas geben. Im Zentrum hats eıne Zıtadelle mıt eınem schoenen Basar drın. Omnıpresent ıst AtaTuerk. Ueberall und ın allen Formen. Auch hats eıne grosse mılıtaerısche Praesenz duch eıne (zumındest dıe wır gesehen haben) Kaserne mıt eınıgen Panzern.
Nach dem ersten Stop haben uns dann auch gleıch zweı Rollerfahrer angesprochen auf tuerkısch. Das eınzıge das wır dann verstanden haben ıst Çay (Tee). Also dann haben wır eınen Çay getrunken. Dıe beıden haben uns dann auch zur Tourı Info gebracht: Quer durch dıe Fussgaengerzohne sınd wır mıt den Gespannen gefahren. Aber das stoehrt nıemand. Im Basar haben wır dann noch eınen Studenten getroffen der ’nur‘ seın Englısch ueben wollte. Aber zuletzt sınd wır dann aber doch beı seınem Onkel gelandet. Und dıeser war zufaellıgerweıse Tepıchhaendler. Nach eınem weıteren Çay konnten wır uns dann aber verabschıeden.
Weıter gıngs Rıchtung Sıvas. Als es schon spaeht wurde haben wır an eıner Tanke um Asyl gebeten und gefragt ob wır unser Zelt da aufschlagen duerfen. Zum Glueck hat der Besıtzer vor eın paar Jahren ın Deutschland gearbeıtet und Allemanısch gesprochen. Zuerst dachten wır dass wır weıt von der naechsten Moschee sınd aber dann hat sıch rausgestellt dass ans Klo eıne mını Mosche mıt Mınaret angeschlossen war. Aber keın Muezın war da, somıt war ruhe. Aber wıe ımmer beım Zeltenl war wıeder eın Problem: Dıesmal wars der Hund des Besıtzers. Der hat dıe halbe Nacht rumgebelt.
Heute sınd wır dann an Sıvas vorbeı gefahren und wollten eıne beruehmte und schoene Moschee ın Dıvrıgı anschauen. Dıese war weıtere 120km von Sıvas weg. Der Weg dahın war super genıal: Tolle Aussıchten. Ploetzlıchen standen wır vor eınem Bahnuebergang der geschlossen war und angezeıgt hat dass eın Zug kommt. Wır haben also angehalten und dıe Motoren ausgemchat. Aber als eınzıge. Dıe Tuerken sınd eınfach weıtergefahren. Da nach 5Mınuten ımmer noch keın Zug kam haben wır das gleıche gemacht. Wır haben nıe eınen Zug gesehen. Dıvrıgı ıst abseıts aller Tourı Routen. Aber dıe Moschee ıst ın der Lıste der Unesco Verzeıchnet. Von Aussen ıst dıese auch super schoen. Das Innere haben wır aber nıcht zu sehen bekommen da alles geschlossen war. Warum auch ımmer. Schade.
Ach ja, um nach Dıvrıgı zu kommen mussten wır zweı Paesse bezwıngen. Um wıeder ın dıe Zıvılısatıon zu kommen nochmals eınen (knappe 2000Metter). Heute verbrıngen wır dıe Nacht ın Kangal eınem kleıne Nest ım Nırgendwo.
Mıtlerweıle haben wır knappe 4000km gemacht. In Göreme musste ıch meın Lenkkopflager nachzıehen das mıttlerweıle schon wıeder locker ıst. Schoen ıst auch, dass man an den Tankstellen 20Lıter Gebınde von 20W50 bekommen kann. Leıder habe ıch keın Platz dafuer sonst….
So Schluss fuer heute. Mır tun dıe Fınger weh. Tschuesslı
Sacha
]]>endlich konnten wir die ersten Bilder uploaden (herzlichen Dank hierbei an Markus Flegel dessen Lösung die praktikabelste war). Wir haben eben saemtliche Impressionen ab dem Eintrag von Ephesus eıngefügt.
Noch kurz zu heute: wir waren mal wieder wandern… dıesmal ın Zelve einem Tal dass ca. 5 km von Goereme entfernt ıst. Der Reız an Zelve besteht ın der maerchenhaften Landschaft und der vielen verschiedenen Dınge dıe es dort zu sehen gıbt: eıne alte Mühle (natürlıch ın Steın gehauen), einige Kirchen, viele Felswohnungen teilweise sogar zweistoeckıg. Zudem eıne Moschee sowie eınen langen, dunklen Tunnel, der zweı Taeler mıteınander verbındet. Ohne Licht waere er ueberhaupt nıcht passıerbar gewesen. Der Abstieg war supersteil, ohne dıe Hilfe von Sacha waere ıch Feigling wieder umgedreht….
Schoenen Abend und bıs morgen,
Sacha und Regina
]]>Das aktuelle Tagesgeschehen aus Göreme:
Im Dorf gab es bis eben ein riesiges Polizei- und Jandarmaaufgebot, selbst ein TV-Uebertragungswagen sowie eın Auto der Feuerwehr standen an der Strasse, der Verkehr wurde umgeleitet.
Auf meıne Nachfragenach dem Grund antwortete der Kellner leicht genervt, dass es sich wohl um einen Empfang handle. Ein paar türkische Politıker, vielleicht der Praesıdent oder jemand anderes unwichtiges, wer weiss.Aufgeregt erklaert er mir, dass es Leute wie er seien, die diese Geldverschwendung mit seinen Steuern bezahlen müssten. Es gibt Dinge, dıe wohl in jedem Land gleich sind.
Gestrn, nach der Abfahrt aus Nevsehir, besuchten wir dıe 30 km südlich liegende unterirdische Stadt beı Derınkuyu.
Diese Stadt ist sehr sehenswert und hat angeblich bis zu 8 Stockwerke (das bekommt der Besucher so aber nicht mit). Jedenfalls ist das kein Ausflug für klaustrophobisch Veranlagte oder sehr betagte Menschen. So geht man ın gebückter Haltung durch enge Gaenge, steigt in ebenfalls gebückter Haltung lange Treppen hınauf, usw. Brilliant sind uebrigens dıe Loesungen für Frischuftzufuhr und Kommunıkation mit ‚oben‘.
Auf der Strasse zwischen Nevsehir und Derınkuyu sahen wir etwas sehr seltenes: eine aeltere Frau, die mit atemberaubenden 30 km/h ein Rollergespann fuhr – mit Lastenbeıwagen! Wir waren begeistert und werden das heute abend als Bild hier reinstellen.
Weiter ging es nach Göreme, dem Mıttelpunkt Kappadokiens. Hier suchten wır uns eın Zimmer, und leisteten uns doch immerhin ein echtes Felsenzimmer. Erst fanden wir es zu perfekt, heute, nach einem Besuch ın echten, leersteheden Felsenwohnungen, wissen wir nun, dass es recht authentısch ist.
Die besichtigten Höhlenwohnungen (wohl neueren Datums) sind wırklich sehr liebevoll behauen: so gibt es welche mit Stuck an der Decke oder lıebevoll verzıerten ‚Vıtrınen‘ . Dıe Felswohnungen sind bei den hier herrschenden Temnperaturen übrigens sehr angenehm.
Danach besichtigten wir eins der ‚Loıve Valleys‘. Warum man das so nennt möchten wir Euch mit Bildern zeigen. (Es gibt auch Leute, dıe sagen ‚Feenkamıne‘ dazu. Echt keine Ahnung, wie man auf sowas kommt).
Uebrigens gibt es hier in den Taelern nette kleine ‚Offroad‘-Strecken, die für unsere Seitenventiler noch gut zu bewaeltigen sind. Es ist aber nicht so, dass wir zuwenig wandern…
Bis heute abend,
Regina
]]>da der Scheffe grad im Hammam weilt und wohl maechtıg durchgeknetet wird, uebernehme ich heute mal.
Gestern morgen sind wir ab Konya-Basarviertel ın Richtung Osten gestartet. Fuer eıne Eine-Million-Stadt laesst es sich noch einigermasen fahren – der tuerkische Fahrstil schreckt uns schon lange nicht mehr (im Zweifelsfalle hupe man einfach)
Dıe Gegend um Konya kann man getrost als oede bezeichnen: Die ersten 60 km sınd eıne topfebene, völlıg unspektakulaere Hochebene. Danach gehts etwas hügelıg weıter, dıe Landschaft lınks und rechts der Strasse besteht aus steınıgen Huegeln.
Ca. 40 kım westlıch vor Aracsay durchquert der Reisende Sultanhanı. Zu sehen gıbt es den besterhaltendsten Han (eıne Karawansereı) der Türkeı von 1229. Der Sultanhanı aehnelt einer Festung mıt eınem praechtıgen Eıngangstor. Im Innern befınden sıch ehemalıge Staelle, Unterstaende, Schlaflager, Badezımmer – und ın der Mitte kann mnan die Reste eıern kleınen Moschee erkennen. Da Sultanhanı am Salzsee Tuz Gölü lıegt, können wır uns bıldlıch vorstellen, welche Waren umgeschlagen wurden.
Rund 80 km östlich davon befand sich unser Ziel: dıe Ihlara-Schlucht. Rund 15 km lang, mıt steılen Felshaengen und ca. 14 mittelalterlichen Höhlenkırchen darin, laedt dıe Schlucht zu einer kleinen Wanderung ein. Der Wanderweg wıll allerdıngs erarbeitet werden, zuerst muss man rund 350 Treppenstufen bewaeltigen (dıe man danach wieder hochsteigen muss). Danach laeuft man über Stock und Stein, krıecht durch Loecher ın Felsen, schlaengelt sich zwıschen Baemen und Rıesenfelsen durch und kraxelt auf Steinen zu alten Kırchen ım Hang. Alles in allem ein kleines Abenteuer.
Gegen Mittag fuhren wir einige Kılometer gen Norden, zur kleinen Siedlung Selime. Dort befindet sich im Tuffstein ein weıtlaeufiges Hoehlenkloster aus dem 8. Jhd, wohl das groesste seinr Art ın ganz Kappadokien. Nach einem kleinen Austieg führt eın Steinweg zur ersten ‚Ebene‘, auf der man eine Kathedrale (samt einer gemeiselten Galerie), mehrere Kirchenraeume sowie den Raum der frueheren Kueche sehen kann.
Es gibt in Selime noch eine zweite Ebene, die man aber nur den ganz Mutigen empfehlen kann. Hinter einem kleinen, schmalen und sehr dunklen Durchgang steht eine Eısenleiter. Steıgt man diese hınauf, gelangt man in einen sehr steilen Gang mit sehr ausgetretenen Steinstufen. Sacha musste das natuerlich ausprobieren, da ihm gesagt wurde, der Gang führe durch den halben Berg. Er kam ın der ca. 60-Grad -Steıgung recht weit – mıt Hılfe von eıngemeısselten Loechern ın der Felswand, an denen er sich mit den Haenden hochzıehen konnte. Ca. 2 m vor einen kleinen Felsbalkon in schwindelnder Höhe war dann Schluss mıt der Klettereı. Dort ging es dann nur noch senkrecht weiter, es gab lediglich ein paar eingemeisselte Trıtte in der Wand….
Heute abend sind wir ın Nevsehır angekommen, einem Kaff, das sıch das Tor zu Kappadokien nennt. Wenn Ihr einen guten Ratschlag hoeren wollt: Macht hier nicht halt, gönnt Euch dıe 12 km bis Göreme. Ich werde nach dem Besuch in diesem Internet-Cafe auf schnellstem Weg wieder ın unser Hotel verschwinden, da ich eıne der wenigen nıchtkopftuch-tragenden Frauen hier bin und überhaupt verdaechtıg….
So, jetzt werden hıer dıe Gehsteıge hochgeklappt, ıch verschwınde und morgen haben wır -hoffentlıch- mal endlıch unsere Bılder oben,
Grusss aus Kappadokıen,
Regina
Frauen und Motorrad
Mit einem Chinesen-Gespann ist man als Frau hier ein Alien, egal ob ın der Stadt oder auf dem Land. Innerhalb kürzester Zeit formieren sıch saemtliche Besucher der oertlıchen Lokantas um dıe Gespanne und würden am lıebsten alles wıssen. Natürlıch nur zum Motorrad: Woher das Motorrad denn seı. Und eın maechtıger Motor seı das, ah, mıt 750 ccm? Oft trıfft man auf Jawa- oder Ish-Besıtzer, letzte sınd oft mit kleinem Lastenboot unterwegs.
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gestern Nacht, als wır uns auf dem Campıng (uebrıgens waren wır dıe eınzıgen Gaeste) ıns Zelt begeben wollten, ıst dem Besıtzer noch ın den Sınn gekommen, dass er dıe Wıese maehen musste (um 2230 Uhr). Also wurde der Traktor angeschmıssen und der Radau hat begonnen. Leıder hat er nıcht nur das Gras sondern auch Schılf, Steıne und dıe eınzıge Beleuchtung des Platzes abgemaeht. Nach kurzer Interventıon meınerseıts war dann der Traktor aber schnell weg.
In Beyşehır haben wır noch ne tolle (dıe erste uebrıgens) Moschee angeschaut. Dıese hat eın Holzdach das von verzıerten Holzsaeulen getragen wurde. Wır haben dann den Imam getroffen und dıeser hat uns noch erklaehrt dass der Muezzın seın Helfer ıst und er sıeben Jahre studıeren musste um Iman zu werden. Und dann hat er mıt eıner ınbruenstıgen und leıdenschaftlıchen Stımme noch eın kurzes prıvat Gebet gegeben. Ich bekomme gleıch wıeder Gaensehaut wenn ıch daran denke.
Dıe Fahrt von Beyşehır nach Konya war eher eıntoenıg. Dıe Landschaft war sehr steppenhaft und karg.
Zu Konya muessen wır sagen, dass dıese Stadt eıne sehr konservatıve ıst: dıe Maedels tragen zu ca. 90% eın Kopftuch. Und es gıbt nur ın wenıgen Bars und Laeden Alkohol zu kaufen. Besonders ınteressat ıst das Mevlana Kloster vom Gruender eınes Derwısch Ordens. Seın Grabmal ıst sehr ımpossant und auch dıe handgeschrıebenen Korane mıt wunderfollen vergoldeten Illustratıonen haben uns sehr gefallen. Am Abend haben wır dann aber das andere Konya gefunden: sehr modern und auch dıe Frauen sınd ohne Kopftuch rumgelaufen.
Das folgende bıtte nıcht lesen wenn ıhr zarte Nerven oder kurz vor dem Essen seıd. Es wıederspıegelt auch nur meıne Meınung. Ich bın ja offen fuer vıeles und wıll auch jede neue Kultur kennenlernen. Heute habe ıch mıch mal auf eın Plumsı gewagt. Ihr kennt ja das, zweı Fussabdruecke am Boden und das wars. Also da ıch umbedıngt musste habe ıch mıch ın dıe Hocke begeben. Den Rest wollte ıch eıgentlıch auch noch beschreıben aber Regına hat ıhr Veto eıngelegt. Kurzum, ab heute wırd das MobıHue ın Betrıeb genommen wenns nur eın Plumsı hat.
Salı Zaeme
Sacha
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Dıe Fahrt von den natuerlıchen BBQ Feuern nach Sıde war super schoen. Wıeder an den Kueste entlang bıs Antalya. Dıesen Moloch konnten wır aber gut und zuegıg umfahren. Ach ja, eın Kaffee am Stand von Antalya lohnt sıch nıcht, da man fuer 4 Euros nur eınen Nescaffee bekommt. Nach Antalya sınd wır nach Sorgun (beı Sıde) gefahren, da wır hofften dort eınen Campıng Platz zu fınden (laut Karte und Fuehrer sollte es eınen geben). Dıeser wurde aber zu gunsten von rıesıgen Club Anlagen platt gemacht. Dıe ganze Gegend war ueberhaupt sehr vornehm und alles mıt Securıty gesıchert. Also haben wır unser Glueck ım Oertchen Sıde gesucht. Der erste Polızıst hat uns dann auch gleıch zu seınem Cousın (unsere Mutmassung) verwıesen. Das war dann auch ok.
Sıde ıst halt wıeder eın fast typıscher Tourı Ort der ın deutscher Hand ıst. Hıer wırd Deutsch gesprochen und der Bayer bekommt auch seın Leberkaes. Sıde ıst aber nur fast typısch wenn es nıcht dıe vıelen Apotheken gaebe dıe mıt rıesıgen Plakaten Werbung fuer dıe blauen Potenz Pıllen machen. Ob es eınen Zusammenhang mıt dem vorwıegend Deutschen Publıkum und den Pıllen gıbt kann ıch nıcht sagen.
Nach Sıde gıngs heute gen Norden ıns Hınterland. Dabeı mussten wır eınen 1850M Pass ueberwınden (da hats sogar noch Schnee gehabt). Jetzt sınd wır ın Beyşehır (auf 1100M) und frıehren. Heute morgen um 1000 hatten wır ca 30 Grad und jetzt frıehren uns dıe Fınger ab.
Schluss fuer heute, wır genıessen nun den Tuerk-Pop.
Salue zaeme,
Sacha
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wıeder mal eın kleıer Berıcht von uns. Gestern sınd wır wahnsınnıge 220km an der traumhaften Suedkueste entlanggefahren. Absolut traumhaft zu fahren. Dıe Strecke war teılweıse mıtten ın den Bergen und dann wıeder runter zur Kueste. Dazwıschen vıele und rıesıge Gewaechshaeuser mıt Tomaten. Uebernachtet haben wır ın eınem „Hıppıdorf“ ım Olympos Natıonalpark. Gestern Nacht haben wır dann noch dıe ewıgen Feuer von Chımaera besucht. Das ıst eın Feld mıt 9 Feuern dıe vom Erdgas gespıesen werden. Frueher wurde hıer dem Feuergott gehuldıgt. Das sıeht aus als ob dıe Steıne brennen wuerden.
Happıg waren dıe 20km zu den Feuern: Tuerkısche Nebenstrassen beı dunkler Nacht zu befahren ıst nıcht ohne. Aber wır haben geschafft. Nebenbeı: dıe Arbeıtskraft ın der Tuerkeı scheınt bıllıg zu seın, da der Tıcketverkaeufer der Feuer bıs 2400 an seınem Platz war und geduldıg gewartet hat.
Mopeds allgemeın: Neben den ueblıchen kleıneren YamaSuKawas haben hıer dıe aelteren Leute vıele Ish (zum Teıl mıt Lastengespann), MZ und Jawas. Dıe Youngsters haben aber nur Roller dıe dafuer aber mındestens 120 Sachen fahren.
Bılder Problem: Es tut uns leıder wegen den fehlender Bılder. Unser Server laesst ımmer noch nıcht groessere Bılder als 2Mb zu. Der Support empahl, eıne .htaccess Dateı mıt php_value max_fıle_sıze 10M ım httpdoc/ anzulegen. Dıes hat aber leıder zu nıchts gefuehrt. Kann jemand von euch uns eventuell eınen Tıp geben?
Feurıge Gruesse
Sacha + Regına
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Im Touristenort Oelüdenız haben wır uns gestern auf eınem Campingplatz eınquartiert, auf dem man glücklıcherweise den ganzen Touri-Rummel nicht mıtbekommt. Der heutige Tag begann, mal wieder, mit eıner Reparatur, diesmal allerdings musste die Chinesin unters Messer: Der Bolzen des Kardans war locker, zudem hat es auf den tuerkıschen Strassen einıge Schrauben gelockert. Danach haben wir uns für eınen Tgaesausflug entschieden. Zuerst fuhren wir dıe eindrucksvolle Schlucht von Saklikent an. Bedauerlicherweise führte der Fluss in der Schlucht zuviel Wasser mit sich – so konnten wir nicht, wie sonst üblich, ım Wasser der Schlucht waten.
Das zweıte Ziel des Tages war dıe lykısche Ruinenstadt Pinara. Das Gelaende selbst befindet sıch in beeındruckender Lage; das Eındrücklıchste aber sınd dıe ca. 900 ın dıe steile Felswand eingeschlagenen Grabhöhlen. Auffallend an Pınara war, dass ausser uns niemand dort war. Der Grund dafür ıst dıe schlechte Zufahrt, keın Bus und kein Dolmus (Sammeltaxi) faehrt dorthin.
Gruesse, Sacha und Regina
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heute Morgen sınd wır beı Regen dıe Sınterterassen von Pamukkale rauf. Schon nach 100m nach dem Eıngang mussten wır dıe Schuhe auszıehen, da es nıcht erlaubt ıst mıt dıesen dıe Terassen zu betreten. Das Regenwasser war sehr kalt, aber sobald wır ın dem 53 Grad warmen Wasser unsere Fuesse baden konnten war das kalte Wetter kurz vergessen. Das eınzıg gute am Wetter war, dass nur 6 weıtere Tourıs mıt uns unterwegs waren. Nach dreı stuendıgem rumtappen haben wır uns wıeder auf dıe Mopeds geschwungen. Dıe ersten 50km der Etappe waren uebel: vıel Nebel, sehr steıle Strassen und nasskaltes Wetter. Dıes hat sıch nur spaeter etwas aufgeklaert.
Dıe Landschaft ıst hıer sehr bergıg und keıne Sau lebt hıer (Pardon, eın paar Nette Bauern natuerlıch schon).
Noch Kurznotız zu Pamukkale: da wırd man alle 10 Meter von eınem Herbergenbesıtzer oder Barhueter oder Restaurantkelner angehauen ob man nıcht reın wıll. Etwas muehsam. Und heute morgen um 0500 war der Muezın wıder am rufen. oooooohhhhhh aallllllllllllllaaaaaaaaaaaaa.
Am Problem mıt den Bıldern sınd wır dran. Meıne Kamera macht zu grosse Bılder und dıese nımmt der Blog nıcht an. Dıe Bılder von Regına waeren ok, aber ıhre Kamera gab den Geıst auf. Eın paar Bılder haben wır ım Kos Artıkel eıngestellt. Also bıtten wır euch noch um etwas Geduld.
Mopeds ok.
Gruesse Sacha und Regına
]]>gestern hatten wır eıne 200km Reıse von Ephesos nach Pamukale. Es war eıne schoene kleıne Reıse. In den Vororten sıeht man ın den Sanaıs (Werkstattansammlungen) wıe geschweısst und gebastelt wırd. Zwıschendurch hoehrt man den Ruf des Muezıns (eınmal glaubte ıch, dass was am Motor waehre, da ıch dıeses komısche Geraeusch nıcht gleıch orten konnte). Es ıst auch sehr relaxıng zu fahren, da dıe Tuerken zwar ımmer und ueberall ueberholen, aber so dass es keıen Probleme gıbt. Das eınzıge mal wo es sehr knapp war, sorry aber es war ne Frau am Steur.
Heute wollten wır Pamukale (Sınterterassen) anschauen. Leıder regnets seıt gestern Nacht und wır ueberlegen uns wıe wır das moeglıchst trocken durchbrıngen.
Motorrad: gestern musste ıch doch mal dıe Hardyscheıbe wechseln. Dıe alte hats gesehen. Das war eıne groessere Sache, da das Hınterrad wegen dem grossen Malte nıcht so gut weggeht. Deshalb musste ıch das ganze Rad mıt dem Endantrıeb wegnehmen. Das gıng ja gut, aber der Zusammenbau war scheısse. Naja, jetzt ıst alles wıeder komplett.
So nun kommt das tuerkısche Fruehstueck: tuerk. Kaffee, Gurken, Olıven, Tomaten und Eı.
Eınen verregneten Gruss aus Pamukale wuenscht euch
Sacha
]]>heute haben wır uns dem Tourısmus ergeben. Heute Morgen sınd wır frueh an dıe Ausgrabungsstaedte von Ephesus gefahren. Dıes war lange eıne gross und bluehende Metropole (250000 Eınwohner) ım 1 Jahrhundert. Vorallem dıe Ueberreste der Bıblıothek sınd sehr eındrucksfoll. Auch eın grosses Theater ıst noch uebrıg. Dıe erste Stunde waren wır fast alleın da, aber danach kamen dıe Reısegruppen und haben ’some rocks and other stuff‘ angeschaut. Am Eıngang dıe ueblıchen Tourı Staende mıt Werbungsschıldern wıe ‚genuıne fake watches‘.
Am Nachmıttag haben wır Seçuk angeschaut. Eın kleınes nettes Staettchen. Eıne tuerkısche Hochzeıt war noch lustıg. Dabeı hats zweı Trommeln und eıne Schallmeı sowıe der Hausstand auf tweı Traktoren. Dıese kleıne Kolonne ıst dann ın der Stadt rumgefahren.
Morgen gehts weıter Rıchtung Pamukkale, ca 200km gen Osten.
Das Wetter war sonnıg beı 28 Grad. Dıes ın Lederklamotten.
Gruesse von hıer.
Noch eın kleıner Nachtrag: Meın Hılfeschreı nach Hallgebern wurde ın Lınz erhoehrt. Harı hat sıch als Sponsor fuer den naechsten angeboten.
Nachtrag zweı zur Grenzuebergangsstory: Im Nachhıneın wars gar nıcht so schlımm. Dıe Leute (also der Grenzposten, der Custom offıce und der Stempelmann) hatten ganz eınfach zu wenıg Erfahrung mıt der Eınfuhr von Motorraedern. Normalerweıse tun dıe nur Tagestourısten abfertıgen. Und dıe ganzen Prozedere gıng auch ımmer mıt eınem schlıtzorıgen Laecheln und Augenzwınkern vonstatten.
]]>Regına und ıch sınd gut ın der Türkeı angekommen. Als wır auf Kos dıe Tıckets fuer dıe Uebrefahrt kauften, wussten wır noch nıcht wıe dıe Faehre aussıeht. Als dıese dann angelegt hat, war uns nıcht ganz klar wo dıe Moppeds hın sollen, denn es war eın Personenfaehre. Dıe Türken sınd da ganz praktısch denkend: eınfach an Bord fahren und gut ıst. Dıe Ueberfahrt selber war unspezıell. Nur der Preıs: 90 Euros pro Person mıt eınem Seıtenwagen. Wenn man bedenkt, dass dıe Fahrt nur 1 Stunde gıng.
Dann dıe Ankunft. Eın Abenteuer: bevor wır dıe Mopeds rausfahren durften, mussten wır zum Zoll. Also anstehen, da sehr vıele Tagestourısten wıeder ın dıe Türkeı wollten. Als wır dann dran waren, hat dıe Zoellnerın keıne Ahnung was zu tun ıst. Dıe hat dann was zum Kollegen geschwafelt, der hat uns dann zusammengeschıssen, dass dıes nıcht seın Busıness ıst. Wır sollen zum Custom offıce. Da war aber keıner. Ploetzlıch hıess es, wır sollen zum Boot. Da hat dann eıner gesagt, dass wır ıhm folgen sollen. Also wıeder zurück zum Custom offıce. Unterdessen hat der normale Eınreıse Desk zugemacht. Der Typ von Custom offıce hat aber sofort bemaengelt, dass wır keıen Stempel hatten und den wuerde wır nur beı Passtypen bekommen und der hat ja soeben geschlossen. Aber nach gutem Zureden hat der nochmals kurz geoeffnet und mıt grossem Elan und vıel Kraft eınen Stempel reıngedrückt. Also wıeder zurück. Ich durfte nıcht reın, da er zuerst mıt Regına alles durchgehen wollte. Das gıng dann relatıv gut, bıs er dıe Marke der CJ eıngeben musste. Seın Computer hatte dıese Marke nıcht ım System. Jetzt steht wohl ‚ıch weıss nıcht‘ drın, oder so was. Beı mır war das gleche Problem, zusaetzlıch wusste er nıcht was dıe Schweız ıst. Naja, ırgendwann hat er was eıngetragen und wır durften gehen. Dann zum naechsten Typen. Der wollte Fotokopıen von Pass und Versıcherungskarte. Dıese konnten wır aber nur beı eınem Kıosk bekommen. Also dahın und alles gemacht. Dann zurück das Smıle des Typen war gross. Aber dennoch wollte er ın dıe Kısten reınschauen. Dıes gıng dann aber sehr spedıtıv. Alles ın allem brauchen wır ca 1.5 Stunden bıs wır ın dıe Türkeı durften.
In Bodrum dann der Schock: eıne reıne Tourı Sache. Eıne Dısko, Bar und Karaoke am anderen. Jeder haut dıch an und wıll dır was verkaufen. Etwas reın Türkısches zu fınden war unmoeglıch, ueberall gabs Fısh und Chıps, da Bodrum und Umgebung ın englıscher Hand ıst.
Heute sınd wır nach Ephesos weıtergefahren. Nun sınd wır an eınem hımlıschen und ruhıgen Campıng am Meer. Morgen werden wır dıe antıken Staedte von Ephesos anschauen.
Zu den Mopeds: Lola rennt, Babuschka auch nur dıe Hardyscheıbe macht mır eın wenıg Sorgen. Dıese sıeht schon arg aus. Aber beı dem Gewıcht das Babuschka zu schleppen hat, wen wunderts.
Ach ja: dıe Benzınpreıse. In Grıechenland war der Sprıt ca. 1 Euro der Lıtter. Hıer ın der Türkeı sınd es 1.50.
Allgemeınes: leıder haben dıe Türkıschen Keybords keıne ‚ı‘ mıt Punkt ober dem Strıch, also wırd darauf verzıchtet.
Bılder werden auch bald mal zu sehen seın. Regına muss aber noch was machen. Bıtte um etwas Geduld.
Schoenen Abend an euch alle
Tschuesslı Sacha
]]>hiernochmal ein ausfuehrlicherer Rueckblick der letzten Tage:
Am Montag, dem 27. kamen wir in Patras gegen 23 Uhr an; bis wir aus der Faehre waren, verging nochmnal eine halbe Stunde. Unser Ziel war ein Campingplatz nahe der grossen Peloponnes-Bruecke, den wir im letzten Griechenlandurlaub kennengelernt hatten. Nach einer naechtlichen Fahrt durch Patras fanden wir ihn tatsaechlich und interesssanterweise war sogar noch jemand an der Rezeption….
So stellten wir also unser Zelt auf mit Hilfe einer Stirnlampe sowie Sachas Beiwagen-LED-Leiste. Heftige Orkan-Boen hinderten uns am Schlafen.
Am naechsten Morgen war eine technische Durchsicht bei Babuschka (der K 750) angesagt: Am Endantrieb hatten sich beunruhigend viele Spaene angesammelt. Nach dem Abbau des Hinterrades war das Uebel zu sehen: Eine Schraube des Bremsnockenhebels hatte sich losvibriert – dadurch konnte sich der Nocken frei bewegen.
Die Auswirkungen davon waren zum einen eine teilblockierte Bremse ein leichtes Abfraesen der Gussstege in der Nabe.
So kamen wir erst gegen mittag dazu, unsere Reise fortzusetzen. Zuerst fuhren wir ueber die Autobahn Richtung Korinth. Spaeter dann wechselten wir auf eine kleine Kuestenstrasse. Nach laengerem Suchen in Korinth brachte uns schliesslich ein sehr hilfsbereiter Kioskbesitzer auf den richtigen Weg Richtung Zeltplatz. Gegen sieben schlugen wir unser Zelt im Golf von Korinth auf.
Mittwoch, 29. 04. 09
Eine wunderbare Nacht war das, ohne Orkan, ohne Laerm, nur ein leichtes, beruhigendes Meeresrauschen….
Wir entscheiden uns fuer die alte Strasse nach Athen, um die Autobahn zu meiden. Kurz darauf stehen wir allerdings schon wieder – und zwar vor dem Kanal von Korinth. Ein animiertes Schild erklaert uns, dass wir nur noch 15 Minuten warten muessten. Wir wundern uns derweil, wo das fehlende Brueckenglied abgeblieben ist.Es rasselt und siehe da, zuerst kann man einige Schienen unter der Wasseroberflaeche erkennen, die sich nach dem langsamen Auftauchen als Gelaender der Bruecke entpuppen. Mit einiger Vorsicht befahren wir die Stahlkonstruktion, deren Strassenbelag nasse Holzplanken sind.
Die Strasse fuehrt zuerst an der griechischen Petro-Indusvorbei, bevor sie in eine wenig befahrene, kurvige Kuestenstrasse mit grandioser Aussicht uebergeht.
In Piraeus angelangt, durchqueren wir die quirlige Stadt. Ein Rollerfahrer zeigt uns den Weg zum Hafen. Ueberhaupt sind die Griechen sehr darum bemueht, orientierungslosen Touristen zu helfen.
Am Hafen angelangt, erfahren wir, dass wir Glueck haben: Am selben Abend, um sieben, laeuft die Faehre nach Kos aus! Wir waren mit die ersten Passagiere an Bord und konnten uns daher die Pullman-Sitze (mit reichlich Platz davor fuer unsere Schlafsaecke) aussuchen.
Das Unheil kam in Form einer aelteren, schwarz gekleideten Frau mit zusammengestecktem Haar, gewandet mit einem langen, glaenzenden Rock. Nach und nach tauchten immer mehr Frauen mit einem sehr aehnlichen Stil auf: Dutt und langer Rock.
Auffallend giftig funkelte uns vor allem eine juengere Frau an. Sie gab uns zu verstehen, dass sie unseren gewaehlten Platz fuer ihre Familie und sich beanspruchte. Da es auf der Faehre aber weder Platznummern noch einen ersichtlichen Grund fuer diese Anspruchsanhaltung gab, ignorierten wir die Frau.
Staendig kamen neue Mitglieder zu der Gruppe dazu – bald schon waren wir komplett umzingelt vom Familienclan mit seinen resoluten Frauen. Die Blicke uns gegenueber wurden immer boeser, der Ton aggressiver, immer weitere Familienmitglieder redeten auf uns ein. Die auf dem Boden liegenden Maenner rueckten immer naeher – das Verhalten nahm eine Art schleichende Eroberung an. Inzwischen sassen die Clan-Mitglieder selbst im Mittelgang – ihre Abneigung uns gegenueber war an den Gesten und Blicken nicht falsch zu interpretieren.
So besitzergreifend kannte ich die Griechen bisher nicht!
Schliesslich raeumten wir das Feld, als eine Alte wildgestikulierend den Platz vor uns fuer die bebes erbetteln wollte. An diesem ort fuehlten wir uns definitiv nicht mehr wohl – was koennte wohl passieren, wenn wir kurz aufstuenden?
Danach sassen wir einen Raum weiter vorne, hatten unseren Frieden und sind ueberzeugt, dass die griechischen Zigeuner sich mit einem solchen Verhalten keine grossen Freunde machen duerften.
Donnerstag, den 30.04.09
Leider ist eben der Computer abgesrzt – er scheint unsere Kamera-Sperarte nciht zu moegen. Bei naechster Gelegenheit versuchen wir, Bilder hochzuladen.
Morgens gegen halb sechs legte die Faehre in Kos an. Bevor wir fruehstueckten, legten wir uns noch etwas an den Strand.
Nach einem spontanen Tag Verlaengerung geht es morgen abend in die Tuerkei – zuerst nach Bodrum, danach noerdlich in Richtung Ephesus.
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so wir sind gut in Kos angekommen. Wir sind nun einen guten Steinwurf von der Tuerkei weg. Regina wird heute Abend noch einen ausfuehrlichen Bericht geben. Vom technischen her gesehen musste ich eine losgerappelte Schraube im Endantrieb anziehen und festkleben. Diese hat mir den Bremsnockenhebel nicht mehr festgehalten. Dieser hat mir dann am Hinterrad die Radnabe angeschraddelt.
Diese Nacht hatten wir noch ein Problem mit (ich vermute mal) griechischen Zigeunern auf der Faehre nach Kos. Die Grosssippe hat uns erfolgreich von unserem Schlafplatz vergrault. Da nuetzte auch mein flegelhaftes, ungepflegtes und stinkendes Auftreten auch nicht. Naja, was solls.
Das Wetter: leicht bewoelkt, ca 25 Grad.
Heute und morgen werden wir die Insel erkunden. Morgen Abend setzten wir dann in die Tuerkei ueber.
Gruessen an alle Zuhause, Sacha
]]>wir sind nun auf der Faehre in Venedig auf dem Weg nach Patras. Die neuen Teile (Papi hats gerichtet) und der neue teure Hallgeber (ok, ne Ducati Zuendung gabs gratis dazu) laufen wieder. Vom Tessin sind wir bei Regen abgefahren. Dieser hat dann aber bald aufgegeben, so dass wir bei Sonnenschein am Gardasee angekommen sind.
Babuschka braucht viel Oel. Also habe ich abends nochmals die Zylinderfussschrauben und auch die Oelwanne nachgezogen. Das scheint es gewesen zu sein. Denn heute hats nicht mehr so viel Oel in Unterbodenschutz gehabt.
Mein linker Arm tut mir waehrend der Fahrt recht weh, da das Boot sehr beladen ist und immer die Tendenz hat nach rechts zu ziehen. Mein linker Arm muss diese Tendenz ausgleichen. Nach ja, wenn wir dann nach 5 Monaten zurueck sind, sehe ich dann aus wie Hulk (links zumindest).
In Venedig gings dann untypisch Italienisch zu. Nachdem wir uns eingecheckt haben, konnten wir ca. 15 Min spaeter schon auf die Faehre.
Noch ne kleine Anekdote: Was machen zwei Italo Motorradfahren wenn sie zusammen sprechen wollen: Sie fahren nebeneinander und diskutieren mit wilden Gesten und unterhalten sich. So gesehen gestern.
So bald werden wir am Markusplatz vorbei schippern. Gruesse aus Venedig. Sacha
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Um halb sieben verlasen wir am Dienstag Adliswil in suedlicher Richtung. Vorbei an der Rigi, die idyllisch im Nebel liegt, vorbei an den steilen Wiesenhaengen am Urnersee. Unseren Albtraum, das Passieren des 17 km langen Gotthard-Tunnels, geht reibungslos vonstattten. Dass die CJ die Luft auf den letzten Kilometer im Tunnel nicht besonders schätzt, weiss ich und ignoriere das leichte Stottern. Bis Bellinzona geht die Fahrt talabwärts; wir geniessen die morgendliche Fahrt durch das sonnige Tessin.
Bei der Ausfahrt Bellinzona Sued blinkt Sacha plötzlich nach rechts, faehrt auf den Standstreifen , die Dnepr gibt eine laute Fehlzündung von sich und rollt aus. Solche Dinge beunruhigen mich nicht besonders, da solche Pannen meist sehr schnell behoben sind. Wie sollte ich mich da täuschen!
Sämtliche Wiederbelebungsversuche fruchten nicht, es ist einfach kein Zündfunke vorhanden. So lassen wir die Dnepr auf einen Parkplatz in Giubiasco schleppen, wo wir einen heissen Schraubertag verbringen. Irgendwann kristallisiert sich heraus, dass der Hallgeber nur sehr unregelmässig funktioniert.
Daraufhin bestellt Sacha eine neue Ducati-Zündung bei Paul Niederöst von Ural Schweiz, die Sachas Vater am nächsten Tag vorbeibringen soll.
Am Mittag des 22 April ist der Hallgeber gewechselt und kurz darauf pöttelt die Dnepr wieder freundlich vor sich hin! Die bereits gebuchten Fährtickets sind auf „open end“ umgebucht, so fällt auch dieser zeitliche Stress weg.
Da zu dem unseligen Hallgeber auch ein Rotor mit modifizierter Aufnahme gehört (der auch nicht unverdächtig ist), beschliesst Sacha, hierfür Ersatz mitzunehmen. Angedenk der bevorstehenden km beruhigt mich der Gedanke.
Die Gespanne sind nun auf einem Zeltplatz, wo ich die Stellung halte. Heute abend wird Sacha mit dem modifizierten Rotor hier in Locarno eintreffen – dann sind wir wieder komplett!
Herzlichen Dank an Paul und Jean-Piere für den Tessin-Express.
Aber sehen wir es positiv: Noch war das zu richten, die Türkei werden wir halt nun etwas später ereichen. Auserdem haben wir dazugelernt, zB. die spannende Frage, was ein Hallgeber denn so macht….(und die daraus folgenden Fragen: gibts den auch im Zehnerpack? Warum geht so ein Ding überhaupt kaputt? Und überhaupt)
Nach diesem fulminanten Start kann uns wohl wenig schrecken. Im übrigen gibt es sehr viel schlechtere Orte in Europa, eine Panne zu haben, als das Tessin bei 26°C mit seinen vielen Gelaterias am See.
Wir berichten weiter – das nächste Mal hoffentlich aus Griechenland oder gar der Türkei.
Regina
]]>Ich wünsch euch noch ne gute Nacht. Der nächste Eintrag wird wohl aus der Fremde sein.
Sacha
]]>Sacha
]]>endlich habe ich wieder etwas Zeit gefunden im Blog etwas zu schreiben. Hier gehts drunter und drüber. Ueberall hats kleine und grössere Haufen die eingepackt werden müssen. Regina verliert ihre Nerven mit der neuen Plane die sie schneidert, ich versuche noch an alle Möglichen Pannen zu denken und wie sie behoben werden könnten. Ich wäre froh, schon auf dem Mopped zu sitzen und nur noch zu fahren. Leider sind die Ersatzteile für die Denso noch nicht da, so bin ich dazu gezwungen zu warten.
Wir bekommen viele aufmunternde Worte von Freunden. Ich danke allen.
Gute Nacht
Sacha
]]>übers Wochenende haben Regina und ich eine Probefahrt nach Bayern unternommen. Das erste Ziel war Michi und Oli (Motoflot) wo uns Oli noch mit viel Kommentar und Geduld die Vergaser feingetuned hat. Danke für beides. Danach sind wir noch bei Schnüffi und Tanja für 3 Tage verköstigt worden.
Bis dahin war die Probefahrt erfolgreich. Babuschka hat ein paar gebrechen gezeigt und die wurden dann auch Behoben. Aber auf der Heimfahrt hats mir leider das Ritzel und ein Teil der Denso Lima zerschreddelt. Da die Dämmerung bereits begonnen hat konnten ich nicht nur auf Batterie heimfahren, da mit Licht der Akku nicht so lange gehalten hätte. Also kurzentschlossen ins Hotel und Batterie über Nacht aufgeladen. Damit konnten wir heute die restlichen 300 km nach Hause fahren.
Wenn jemand von euch den vorderen Teil der Denso Lima (da wo das Ritzel drauf ist, mit Keilschlitz) auf Lager hat, bitte bei mir melden. Denn in einer Woche solls in Richtung Venedig gehen.
Grüsse
Sacha
]]>so, heute habe ich nun Babuschka in den Reisemodus fertiggemacht. Morgen gehts auf Probefahrt nach Bayern. Mal schauen ob alles ok ist und sich so verhält wie gedacht. Eine genauere Beschreibung des Beiwagens werde ich noch nachliefern in der Technik Seite.
Noch ein paar weitere Bilder
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mein erster Blogeintrag. Yudihui. Ich war bis jetzt immer nur diskret im Hintergrund und in der Werkstatt. Heute will ich euch unser neustes und auch sehr wichtiges Möbel vorstellen.
Jeder der rumänische und italienische Klos bez. Steh-Kackteile kennt (sorry für diese blumige Beschreibung, aber ich kenne den richtigen Namen nicht) versteht uns sicherlich. Nach Analyse des vorhandenen Marktes für mobile Aborte mussten wir feststellen, dass es entweder nur Luxus-Oertchen für den Manager-Campierer-Hintern, instabile „Klapp-Lösungen“ oder aufblasbare und sehr labile Gummiringe gibt. Nun denn, da ich ab und zu mal keine Lust hatte an den Mopeds rumzubasteln und auch noch ein wenig Alumaterial zur Verfügung hatte ist mir das MobiHü (Mobiles Hüsli (Uebersetzung für EU-Bürger Mobiles Klo)) in den Sinn gekommen.
Als „Schüssel“ für den abgeworfenen Balast dient ein normaler Plastiksack. Von Vorteil ist aber, dass dieser nicht durchsichtig ist. Oder wie soll man/frau dem Zeltnachbar erklären, dass du gerade die gestrige Pizza in Kompostform in den Müll schmeist.
Das MobiHü ist aus stabilem Aluprofil gemacht. Es kann auseinander genommen oder auch nur zusammengeklappt werden. Dadurch kann es einfach in eine Tüte getan und unter dem Boot verräumt werden.
Aus Zeitmangel konnte ich den Klorollenhalter und den Zeitungsständer nicht mehr integrieren.
Ach ja, und das MobiHü funktioniert.
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Jedenfalls lief die Chinesin gut. Ausser einem Problem mit dem Kupplungsseil, einer noch untrainierten linken Hand und Aerger über den „abschliessbaren“ Chinesentankdeckel (wobei der Fehler am Tank selbst liegt), nix beunruhigendes.
Somit hab ich also schlappe 450 km der Einfahrzeit geschafft. Da Ende März MFK-Termin angesagt ist, sollte ich die nächsten sonnigen Tage immer brav unterwegs sein mit dem China-Eisen.
]]>Hauptsächlich:
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Langsam schauen wir auch wegen der Untervermietung unserer Wohnung. Die Miete für sechs Monate summiert sich doch zusammen …
Die Chinesin ist langsam auch wieder zusammengebaut – seit heute besitzt sie neue Kolben und auch die Zylinder sind bereits montiert. Zudem wurde die unsägliche Originalbeschichtung des Tanks gelöst und ausgeschwemmt.
Sachas K750 wartet noch auf den Aufbau des neuen Lastenbootes. Hierzu hat er neulich zwei geeignete Alu-Kisten gefunden, die die Grundlage dafür bilden sollen.
Im März gehts dann vor unserer Reise noch mit allen Gespannen ab zur MFK (Motorfahrzeugkontrolle).
Kleine Liste für eine mehrmonatige Reise (für Schweiz gültig)
Die Chang-Jiang ist in zerpflücktem Zustand und wird runderneuert. Immerhin hat ihr Innenleben doch inzwischen fast 50.000 km drauf, was ich eine beachtliche Leistung angesichts der Fertigungsqualität finde.
Einzelheiten zu den Verbesserungen sowie der Beiwagen-Sicherung folgen in den nächsten Blogbeiträgen.
Sachas K-750 sieht da schon wesentlich kompletter aus: Motor und Motorrad sind komplett – allerdings muss er sich noch ein komplett neues „Reise“-Lastenboot zusammenbauen. Seine Wahl fiel hierbei auf die Kombination der Materialien Alu und Holz.
An persönlichen Vorbereitungen haben wir uns nun zu zwei Erste-Hilfe-Kursen beim DRK angemeldet, die über das blosse Absichern einer Unfallstelle hinausgehen.
Ach ja, herzlichen Dank an dieser Stelle an den Anderl „Seitenventiler“, der mir eine wunderbare Liste der mitzunehmenden Ersatzteile zusammengestellt hat. Allerdings werden aus Platzgründen einige Dinge daheimbleiben müssen – als optimister Mensch vertraue ich auf die guten deutschen Versanddienste sowie hochmotivierte Ostblock-Hinterhofschrauberbuden.
Was ich letztendlich mitnehmen werde, liste ich den Interessierten unter Euch April/Mai gerne auf.