Die Tour

Seit Jahren ist es der Traum von Sacha und mir, einen mehrmonatigen Motorradgespann-Urlaub anzutreten. Gescheitert ist dieses Unterfangen in den letzten Jahren entweder an mangelnder Zeit oder an mangelndem Kleingeld. Ende 2008 beschlossen wir, unseren langjährigen Traum wahr werden zu lassen: Die Situation im Jahr 2009 scheint die bisher idealste zu sein. Somit werden wir ab Mitte/Ende April, mit unseren beiden Seitenventil-Gespannen, eine ca. 6 -monatige Reise durch die Türkei sowie Länder des früheren Ostblocks antreten.

Geplant ist die Tour hauptsächlich als Camping- und Selbstversorgungreise.

Folgende Route ist ab Ende April 2009 geplant:

  • Abfahrt in der Schweiz, Richtung Italien (wahrscheinlich 21. April)
  • Fahrt nach Norditalien, Fähre von Venedig nach Patras, Griechenland
  • Fahrt auf Strasse von Patras nach Piräus (Athen), mit Fähre von dort nach Kos
  • Von Kos mit Fähre nach Bodrum (Türkische Westküste)
  • Türkei: Westtürkei, lykische Küste, Pamukkale, Kappadokien, evtl Abstecher Richtung Syrische Grenze (Nemrut Dagi, Harran, Sanliurfa) von dort wieder nach Norden (Safranboglu), Besuch in Istanbul, Edirne
  • Bulgarien: Melnik, Rila-Klöster, Plovdiv, durch Mittelbulgarien nach Nessebar, am schwarzen Meer entlang nach Rumänien
  • Rumänien: Rund um Bukarest, Karpatentour, Transsilvanien, Moldauklöster
  • Moldawien: Chisinau, das Höhlenkloster Orheiul Vechi, Festung Soroca, Transnistrien: Besuch höchstens mit Bus oder Taxi
  • Ukraine: Odessa, evtl. Halbinsel Krim, Lemberg, Fahrt durch die Westukraine
  • evtl Abstecher nach Tschechien und vielleicht von dort mal noch schnell über Prag nach Bayern
  • Polen: Kleinpolen, Krakau, Thorn, Danzig, Masuren
  • Litauen: Grutas-Park, Vilnius, Kaunas, Šiauliai, Kurische Nehrung
  • Lettland: Bauska, Riga, Sigulda
  • Estland: Tallinn, Insel Saarema, Nördliches Estland bis nach Narva. Je nach Zeit mit Fähre nach Rostock oder:
  • Finnland: Savonlinna, Petäjävesi, Rauma, Naantali
  • Schweden: Stockholm, Ängelsberg, Tanum, Malmö
  • Dänemark: Kopenhagen, Odense
  • Deutschland: Flensburg und von dort immer südlich….
  • optional: England

    So sieht unsere Reise im Februar 2009 bei google.maps aus:


    Warum mit dieser

    veralteten Technik?

    Dafür gibt es einige gute Gründe:

    • 8-jährige Erfahrung mit allen Höhen und Tiefen
    • x-Kilometer auf diversen Reisen in Europa gefahren
    • Die Maschinen entsprechend oft auseinandergenommen (und natürlich wieder zusammengebracht)
    • Einfache und robuste Technik, die mit einfachen Mitteln instandzuhalten bzw. zu reparieren ist. Und das in so gut wie jeder Hinterhofbude (fast) ohne Spezialwerkzeug
    • Viel Platz im Beiwagen (für benötigte Ersatzteile und Werkzeug), aber auch für luxuriöse Dinge wie Kühlschrank, Tisch, Stuhl, sogar für Gartenzwerge, wenn nötig
    • Sehr geringe Diebstahlgefahr (potenzielle Diebe überlegen sich den Diebstahl sicherlich zweimal)
    • Erfahrung, die uns gezeigt hat, dass wir mit dieser Art Fahrzeug einen gewissen „Mitleidsbonus“ bei Polizei, Zoll und sonstigen Behörden, speziell in östlichen Ländern, erzielen. Ausserdem sehen wir nicht nach reichen „Touris“ aus
    • schneller Kontakt zur einheimischen Bevölkerung durch unsere Fahrzeuge