Neues Ritzel, neues Glueck

Hoi Zusammen,

sorry liebe Blog Leser, dass wir uns erst jetzt wieder melden. Die letzten paar Tage waren sehr stressig und haben uns voll beansprucht. Aber der Reihe nach:

In Suceava (vor 4 Tage) war die Welt des Gespannreisens noch in Ordnung. In der Stadt selber haben wir (wiedermal) ein paar Kirchen und eine alte Festung angeschaut. Da dies uns einen halben Tag gekostet hat, sind wir erst spaet da los und sind nur 14km weit zum naechsten inofficiellen Camping Platz gefahren. Da wollte ich sowieso wiedermal eine gross Inspektion der Mopeds machen.

Aber da Babuschka ein sehr komisches Geraeusch aus dem Bereich der Stirnraeder machte, habe ich mir das zuerst angeschaut. Nach kurzem Anschauen des Radialspiels an der Lima (von Aussen moeglich) habe ich festgestellt, dass da was nicht in Ordnung sein kann. Also habe ich kurzerhand den Stirnraddeckel abgenommen. Meine Befuerchtungen haben sich bewarheitet: Das speziell angefertigte Ritzel fuer die Lima (das letzte in Reserve) war hinueber. Das Problem war offensichtlich, dass das Material des Ritzels zu weich war und sich der Halbmondkeil wieder (wie schon beim letzten Ritzel von 10000km) eine groessere Nut geschaffen hat. Dadurch wurde dann das Ritzel beschaedigt und es war nicht mehr fest genug auf der Welle. Es waere nur eine Frage der Zeit gewesen, dass es noch groesseren Schaden angerichtet haette.

Nun hatte ich also das Problem, dass ich auf einem no name Camping Platz wo nur alle rumaenisch Sprachen, ein neu angefertigtes Ritzel zu beschaffen. Ich bin dann zum Besitzer des Platzes und habe ihm das Ritzel gezeigt und mit Zeichen zu verstehen gegeben, was mein Problem ist. Er hat dann schnell begriffen und uns ein Plan gezeichnet wo wir ein Mechaniker mit komletter Werkstatt finden koennen. Und das alles auf rumaenisch.

Mit voller Hoffnung sind wir also am naechsten Morgen wieder zurueck nach Suceava gefahren (Babuschka nur auf Batterie, da das Ritzel ja draussen war). Tatsaechlich fanden wir dann die Werkstatt und hatten sogar das Glueck, dass der Sohn des Werkstattesitzers super gut englsich sprach. Nach kurzer Schilderung des Problems, meinten beide „no problem“. Sie koennten ein neues Ritzel machen und dieses sogar haerten. Nachdem mir der Preis fuer ein Ritzel gesagt worden ist, habe ich 5 Stueck bestellt. Ein Angestellter hat dann noch kurz die Lima Achse ausgemessen und sogar eine Verbesserung am Ritzel vorgeschlagen. Dies war am Donnerstag Mittag. Das einzige Problem bei der Sache sei, dass am Freitag kein Strom vorhanden waere, da die Stadtwerke einen Unterbruch machen. Ich wuerde die Ritzel also „erst“ am Samstag bekommen. Ich konnte mich vor Begeisterung kaum zurueckhalten. Regina und ich haben uns in eine 5 Minuten entfernte Pansion eingecheckt.

Um den Nachmittag noch Sinnvoll zu nuetzen, hat Regina Lola ausgeraeumt und wir sind dann ein zwei Moldau (Humor und Voronet) Kloester besuchen gegangen. Diese sind wirklich super, da diese nicht nur Innen, sondern aus Aussen auf den Kirchenmauern Fresken haben. Zudem waren beide Kloester stark befestigt.

voronet

Fresken in Kloster Voronet

Am Freitag um 10Uhr wollten Regina und ich weitere Kloester besuchen. Bevor wir aber losfuhren, bin ich noch kurz beim Mechanicus vorbei und wollte fragen ob alles ok ist. Er gab mir zu verstehen, dass die Ritzel fertig sind. Oha, schon. Super. Er hat dann noch sein Sohn angerufen und dieser ist dann nach kurzer Zeit auch bei der Werkstatt angekommen. Dieser fragte mich ob alles ok ist und ob die Ritzel passen. Waerend ich eines der Ritzel eingebaut habe, haben Regina und Steve zusammen geredet (vorallem Regina….). Eine halbe Stunde spaeter konnte ich den Motor mit dem neuen Ritzel austesten und als gut befinden.

ritzel

Diese sollten nun hoffentlich genuegen

Steve fragte uns noch, ob wir Lust haetten am Abend mit ihm und ein paar Freunde auszugehen. So verbrachten wir einen interessanten Abend mit einem angehenden Schauspieler, einem Kammeramann des nationalen TV, einem Computerfachmann fuers lokale TV und Steve (der Maschineningenieur ist).

Da der Aufbau von Babuschka am Freitag war, sind wir dann erst am Samstag zwei weitere Moldau Kloester anschauen gegangen: Sucevita und Moldovita. Beides wieder befestigte Anlagen mit super schoenen Fresken (Innen und Aussen).

sucevita

Klosterkirche von Sucevita mit Tatoo (Fresken)

rock

Frauenkloster! Keine nackten Maennerbeine. Glatze war erlaubt.

Waerend der Fahrt klagte Regina ueber schlechten Verhalten von Lola, besonders als wir einen Pass raufgefahren sind. Das Problem wollte ich nicht mehr am Abend anschauen und habens auf heute Morgen vertagt.

Unser erster Verdacht waren die Ansaugstutzen, da diese schon Risse aufzeigten. Nachdem ich diese gewechselt habe, zeite sich aber noch keine grosse Veraenderung. So habe ich noch die Vergaser nachsynchronisiert. Aber wegen der ganzen Kickerei (Lola wollte einfach nicht mehr starten), sind die Kerzen auch noch kaputt gegangen (versoffen). Als wir dann diese auch noch gewechselt haben, rannte Lola wieder.

Endlich konnten wir wieder fahren. Unser Weg hat uns nach Westen ueber Viseu de Sus nach Sighertu Marmatiei gebracht. Die Strasse (uebrigens sehr schlecht) hat uns quer durch die Maramuren gebracht. Hier ist Holzwirtschaft angesagt. Das zeigt sich auch darin, dass vieles hier aus Holz gebaut ist unter anderem auch die Kirchen.

So, nun ist Schluss. Ich muss den Platz raeumen. Bilder werden wir Morgen reinstellen.

Gruesse und gute Nacht,

Sacha

pass

Pause auf einem der Paesse unterwegs


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