Sep 27 2009

Bitte ein Plzen….

Hoi Zusammen,

Regina und ich sind wieder auf der grossen Fahrt. Leider immer mit dem Hintergedanken, dass es langsam nach Hause geht. Aber davor wollten wir noch die Tschechei anschauen.

Gestern haben wir noch die Stadt Plzen angeschaut. Diese Stadt lohnt sich allemal einen Blick draufzuwerfen. Viele schoene alte und gut restaurierte Haeuser. Auch eine grosse Synagoge, die man auch besuchen darf, gibt es. Weiter koennte man die Brauerei besuchen, aber das interessierte uns nicht so.

Also ihr lieben Bayern, auf mal nach Plzen, die Tschechen beissen nicht.

Regina ist gerade die Weiterfahrt am organisieren. Wir haben festgestellt, dass dieses Land viel anzubieten hat.

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Blick ueber einen Teil der Stadt

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Schoener Blick frueh morgens beim Pipi

So ich wuensch euch noch ein schoenes Wochenende. Gruesse aus Plzen

Sacha


Sep 26 2009

Hatte die Ehre…….

Hoi Zusammen,

Es geht weiter. Heute werden wir in Richtung Tschechien fahren. Die letzten paar Tage haben uns gut getan. Es war herrlich das schöne Wetter zu geniessen und nicht auf den Moppeds zu sitzen. An dieser Stelle möchten wir Tanja und Schnüffi nochmals danken für ihre Gastfreundschaft.

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Amberg von oben. Die Stadt hat sogar zwei Hutmacher, wow.

Die beiden Motorräder sind nun  auch wieder ready.

Ich wünsch euch noch einen schönen Tag.

Sacha


Sep 24 2009

Reparaturen in Amberg

Hoi Zusammen,

wir geniessen immernoch  die Gastfreundschaft von Tanja und Schnüffi hier in Amberg.

Gestern habe ich angefangen an meinem Moped ein paar Sachen zu machen. Der Stossdämpfer vom Boot hat durch die Reise doch arg gelitten und musste ersetzt werden (danke Schnüffi). Auch die Bremsen mussten wiedermal zum bremsen gebracht werden. Aber das grösste Problem ist wiedermal das Ritzel der Lima. Nach kurzem Anschauen des Spiels (von aussen) habe ich mich entschlossen den Stirnraddeckel wegzunehmen um die Sache genauer anzuschauen. Dabei ist rausgekommen, dass sich der Halbmondkeil in die Achse von der Lima eingearbeitet hat. Es ist noch nicht schlimm, aber gemacht muss es werden. Ritter Klaus hat sich angeboten eine neue Nut in die Achse der Limaflansches zu machen. Gleichzeitig will er mir noch eine zusätzliche Halterung machen um die Lima noch besser am Motor zu befestigen. Es hat sich nämlich gezeigt, dass sich die Konstruktion die die Lima hällt, etwas bewegt.

Hoffentlich werden wir bald wieder auf Achse sein.

Grüsse aus Amberg

Sacha


Sep 21 2009

Durch den deutschen Osten

Hallo Ihr,

26 Stunden nach der Abfahrt in Helsinki kamen wir nachts um 23 Uhr in Rostock an. Schnell musste noch ein Hotel gefundenwerden, das von uns ausgesuchte Hostel war nämlich telefonisch leider nicht ereichbar.

Am nächsten Morgen gings dann immer Richtung Süden, angekommen sind wir dann bei regnerischem Wetter an der mecklenburgischen Seenplatte. In Röbel fanden wir Unterkunft in einem gemieteten Wohnwagen auf einem Campingplatz.
Abends erkundeten wir das zweifellos sehr nette Städtchen und stiessen dabei auf eine sehr empfehlenswerte Kneipe, das „Kugellager“ (www.kugellager.name). Der MZ-fahrende Wirt Carsten hat die Kneipe sehr stilecht eingerichtet; so sitzt der gast im vorderen Raum der ehemaligen Schlosserei auf bequemen Autositzen, umgeben von interessanten Postern, Fahrrädern und anderen Dingen. Im hinteren Raum thronen auf einer Empore schöne Motorräder, zB EMW und andere Schätzchen. Mit Carsten verrbachten wir einen schönen, interessanten Abend, bei dem wir feststellen mussten, dass es sich auch mal lohnen würde, mit dem Gespann durch sardinien zu fahren…Er empfahl uns ein Buch von einer Enfield-Reise von Neustrelitz nach Neu-Delhi und zurück. Autoren sind Lutz Friedel und Andreas Goeschel´, erschienen ist das Buch im Bülten-Verlag und hat die ISBN 3-938510-31-5.

Am nächsten Morgen ging die Fahrt weiter in Richtung Berlin. Da wir beide noch nie in der deutschen Hauptstadt waren, entschlossen wir spontan, einen Halt einzulegen. Da der Verkehr auf der Autobahn recht stark war, kämpften wir uns in den Süden vor, um die Stadt von dort aus per Zug zu besichtigen. Gespannfahren in Berlin ist für uns Landeier in etwa ähnlich prickelnd wie Gespannfahren in Istanbul, auch wenn es natürlich lang nicht so chaotisch ist.

In Berlin besichtigten wir, wie wohl jeder Berlin-Tourist, zuerst das Mauer-Museum, das uns doch recht beeindruckte. Natürlich mussten wir auch das „1. DDR-Motorrad-Museum“ besichtigen – können wir speziell für MZ-Fans wärmstens empfehlen. Momentan gibt es dort eine Trabi-Sonder-Ausstellung, inklusive einem Film mit Kommentaren der Konstrukteure. Ansonsten wanderten wir duch die Sadt, bis die Socken qualmten. Allerdings ist ein Tag für eine Berlin-Besichtigung zu wenig.

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Brandtor in Berlin

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Neuste Errungenschaft von mir

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MZ Gespann

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Pitty

 Nachdem wir am nächsten Tag in Zossen abgefahren waren, entdeckten wir kurz darauf bei Wünsdorf das Schild „Bunker-Stadt“ und „Bücher-Stadt“. Da mussten wir doch mal kurz vorbeischauen. Aus dem „kurz“ wurde dann aber leider nix: Zuerst besuchten wir einen teil der Bücherstadt, sprich eins der drei sehr gut sortierten Antiquariate. Zwei davon sind übrigens mit Militaria-Bücher sowie Accessoires (sowjetische Mützen, Uniformen, Funkanlagen usw) ausgestattet. Eigentlich wollten wir dann weiter Richtung Dresden, aber ein sehr kurioser Bunker eregte unsere Aufmerksamkeit: wie eine riesige Gewehrkugel aus Beton ragte sie ca. 10 Meter in den Himmel. So erkundigte sich Sacha nach einer Bunker-Führung, die dort angeboten wurde. Allerdings wurden dabei andere Bunker angeschaut und fand leider auch erst später an. So fanden wir uns in den Antiquariaten wieder…..

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Bunker als Bauernhaus getarnt, 2 Stockwerke aussen, 3 im Boden

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Die Bunkerbesichtigung war sehr interessant, das hätten wir hier so überhaupt nicht erwartet. Zuerst ging man in Richtung Wald und fanden uns dort vor der oberirdischen Bunkeranlage „Maybach II“ wieder, die aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs stammte. Die meisten der Bunker im Haus-Stil (also mit schrägem Dach) sind in beschädigem Zustand – aber die Anlage gibt einen guten Eindruck wieder, wie das mal gewesen ist, als von hier aus beispielsweise die gesamte Verpflegung der deutschen Truppen koordiniert wurde. Erwähnenswert ist der sehr gut informierte Führer, der das alles sehr interessant erzählt und die immerhin zwei Stunden Führung sehr kurzweilig hält.
 Der nächste Teil der Führung ging in den unterirdischen Teil, nämlich in  den Nachrichtenbunker „Zeppelin“. Wen das und andere, weiterreichende Führungen interessiert: http://www.buecherstadt.com/bilder_s_bunker/bunkeranlagen_1a.htm

Übrigens fand am Wochenende vor unserem Besuch ein MZ-Treffen statt udn es gibt auch immer wieder Militaria-Treffen.

Am späten Nachmittag brachen wir auf, zuerst Richtung Dresden, mit vielen Umleitungen danach in Richtung Augustusburg. Auf der Augustusburg besichtigten wir die Motorradsammlung, die wir absolut empfehlenswert finden, neben der Entwicklung der Marke DKW finden sich auch MZ, aber auch Exoten wie Mars, Nearacar, Böhmerland und Megola. Nächstes Jahr soll die Sammlung innerhalb der Burg umziehen – aber ein Besuch lohnt auf jeden Fall.

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MZ Gepann

 

Haten wir noch auf einen schönen Ausblick auf das Erzgebirge gehofft, wurden wir abends leider enttäuscht: Nebel legte sich über die Landschaft rund um die Augustusburg. Auf der Weiterfahrt Richtung Annaberg-Buchholz wurde der Nebel immer dichter, irgendwann konnte ich von Sacha, der vor mir herfuhr, noch nicht mal einen Schatten erkennen. Eigentlich verfalle ich nciht so leicht in Panik beim Motorradfahren, aber als ich dann wegen des Nebels nicht mal mehr merkte, ob wir durch eine Ortschaft fuhren oder nicht, wusste ich, dass das alles langsam sehr gefährlich wird. Ausserdem schlich ich frierend mit 40 km/h durch den Nebel – lange wollte ich das nicht mehr machen. In Bärenstein, dem nächsten Ort, hatte Sacha ein Schild mit der Aufschrift „Biker Hotel“ entdeckt. Dieses fanden wir dann glücklicherweise auch. Sofort wurde der Trockenraum angeschmissen und wir versuchten alles, um uns wieder aufzuwärmen.

Nach der Auffahrt auf einen kleinen Pass passierten wir dann auch schon die tschechische Grenze. Langsam verschwand auch der Nebel, es wurde sonniger und wärmer. Vorbei an  Cheb erreichten wir wieder die deutsche  Grenze. Nach der ultimativen Feststellung, dass es zwei Freiungs in der Nähe von Amberg gibt (das nördlicher gelegene Freihung, sowie das östlicher gelegene Freiung), haben wir dann nach längerem Suchen den Reichhardsschacht gefunden.

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Cheb

Die Überraschung war offensichtlich gelungen, es hatte tatsächlich niemand mit unserer Ankunft gerechnet. Das Ostbock-Treffen 2009 war gelungen: es war ein sehr friedliches Treffen, wir haben viele alte Gesichter wiedergetroffen, aber auch neue kamen hinzu. Das Wetter war bestens, eine solche Hitze hatten wir schon lange nicht mehr erlebt. Wir bedanken uns noch für den Stehpinkler…

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Auf der ersten Gretchen-Meier-Ausfahrt

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Riesiger Tank, aber er braucht Benzin aus Lettland

Momentan befinden wir uns in Amberg, wo wir uns wieder in zivilisierte Menschen verwandeln: duschen und vor allem unser „Hauptproblem“ Wäsche waschen.

Danach werden wir in Bayern noch einige Besuche machen, bevor es auf den Heimweg über die östlichen Nachbarländer Tschechei und Slowakei zurück in die Schweiz geht.

Noch was im Nachhinein: Wir haben noch ein paar Bilder in alten Blogs reingetan. Geht doch mal hinschauen.

Herzliche Grüsse,

Regina


Sep 21 2009

Finnland

Hallo Ihr,

so, wir  haben wieder Anschluss ans Netz, deshalb gibts jetzt in zwei Artikeln einen Überblick über die Erlebnisse der letzten Woche, ausserdem haben wir noch Bilder für Tallinn un d Helsinki reingeladen.

Von Helsinki aus sind wir letzte Woche in östlicher Richtung nach Porvoo gefahren.  Auf Nebenstrecken ging es in die ca. 50 km entfernte Hafenstadt. Helsinki selbst empfanden wir als sehr pompös, das Hinterland dagegen als sehr lieblich. Die Kleinstadt Porvoo mit seinen bunten Holzhäuschen empfanden wir als sehr typisch finnisch.
Um die finnische Südküste mit den vorgelagerten Schären anzuschauen, fuhren wir auf eine der länglichen Halbinseln. Leider hörte die Strasse kurz vor dem Ende der Landzunge auf: Militärgebiet. Schade, aber während der Fahrt  bekamen wir den Eindruck, dass sich eine Reise nach Finnland auf jeden Fall lohnt.

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Typische Häuser in Finnland

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Finnische Holzhäuser

Kurz vor Helsinki begnegnete uns übrigens ein Ural-Ranger-Fahrer – er war der erste seiner Art seit Monaten.

Abends fuhr unsere Fähre nach Rostock.
Wer sich jetzt fragt, warum wir nicht über Skandinavien auf eigenen 3 Rädern heimgereist sind, dem sei gesagt, dass wir unser ursprüngliches Reiseziel, Estland, erreicht haben. Dort haben wir gemerkt, dass es zeitlich gut drinliegt, das Ostbock-Treffen in der Oberpfalz zu besuchen. Damit es allerdings auch eine Überraschung wird, entschieden wir uns dafür, den Blog etwas zu verzögern….Wir bitten das zu entschuldigen.

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Rostocker Stadtturm

Herzliche Grüsse aus Amberg,

Regina


Sep 14 2009

Ciao Estland, Servus Finnland

Hoi Zusammen,

endlich wiedermal die Moeglichkeit euch auf dem Lauffenden zu halten. Sorry dafuer.

In Tallinn haben wir uns am Abend mit Anatoli getroffen. Ein Freund (Mischa) von Anatoli konnte sehr gut Englisch und hat uebersetzt. Als wir alle zusammen auf Anatoli gewartet haben, ist er dann ploetzlich mit einem Eimer voller Pilze aufgetaucht.

Als erstes haben hat Anatoli seine K750 aus der Garage genommen und wir sind eine kleine Tour (Mischa war in Anatolis Beiwagen) um Tallinn gemacht. Unter anderem haben wir die Altstadt und die Autohandlung von Anatoli besucht. Da hatte er doch ein paar schoene Autos, unter anderem ein Volga und ein seltener russicher Jeep aus dem WK2. Zurueck bei Anatoli wurden wir mit Pilzsuppe, Grillhuener, russischer Pizza und natuerlich mit Vodka aufgefuellt. Wir haben dann noch lange diskutiert warum Menschen wie wir russische Motorraeder fahren und noch vieles mehr. Irgendwann haben wir unsere Schlafsaecke im Wohnzimmer von Anatoli aufgeschlagen.

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Stadtmauer in TallinnAm naechsten Morgen wollten wir alle zusammen ein Museum in Tallinn besuchen, das in keiner Tourin Info zu finden ist: www.made-in-ussr.com . Leider hat das Museum erst um 1200 aufgemacht, unsere Faehre nach Helsinki ist aber schon um 1100 abegefahren. Somit mussten wir uns nur mit einem Blick ueber die Mauer begnuegen.Ach ja, fast vergessen: In Tallinn haben wir noch Gabriel (Franzose) mit seiner alten Ente getroffen. Er ist von Paris aus zum Baikalsee gefahren. Er hat eigentlich eine aehnliche Route genommen wie wir. Er war ca. seit 19000km unterwegs, allerding funktioniert seit Moskau nur noch ein Zylinder der Ente. Aber solange die Ente faehrt wird er auch ankommen. Fuer Leute dies interessiert: http://dyanenvadrouille.blogspot.com .Um 1100 ist dann unsere Faehre nach Helskinki ausgelaufen. 2 Stunden spaeter waren wir dann auf Finnischem Boden. Zuerst sind wir zur Touri Info und haben gestaunt, dass alle Hostels ausgebucht waren. Das naechste billigere Hotel waere 20km ausserhalb gewesen und vom Preis will ich gar nichts sagen. Zum Glueck fanden wir noch einen Campingplatz mit Bungalows und Metroanschluss zu relativ kleinem Preis (45Euros) verglichen mit den Hotels. Am Abend sind wir noch die Stadt besuchen gegangen. Wir muessen sagen, dass uns Helsinki nicht so schoen gefaellt wie zum Beispiel Talllinn. Helsinki hat viele gerade Prachtstrassen und wenig kleine Gasssen. Die Gebaeude sind pompoes und eher neu. Und auch die Preise sind sehr hoch.Viele kleine Inselchen vor Helsinki

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Orthodoxe Kirche auf Felsen gebaut

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Einer der pompösen Bauten

Also haben wir uns entschlossen in die Pampa von Finnland zu fahren. Wir wissen also nicht wann wir uns das naechste mal melden koennen. Und das mit den Bildern ist auch nicht so einfach wenns kein USB Anschluss gibt.

Gruesse aus dem Outback.

Sacha und Regina


Sep 11 2009

Tallinn

Hallo Ihr,

wir sind jetzt in Tallinn, der estischen Hauptstadt, angekommen.
Tallinn wirkt, wenn man Richtung Innenstadt fährt, sehr modern und es gibt sogar ernstzunehmende Hochhäuser.

Die Altstadt dagegen ist sehr malerisch: Sehr viele mittelalterliche Häuser, Kopfsteinpflaster, Teile der früheren Befestigungsmauer, die immerhin noch über 20 Türme hat, sowie einige wirklich originelle Kirchen finden sich in Tallinn. Wir würden Tallinn als eine wirklich sehr charmante Stadt mit viel Flair bezeichnen. Es gibt überraschende Orte und sehr schöne, verwinkelte Gässchen. Auch die orthodoxe Kathedrale ist sehr impossant.

Mit das originellste der Museen dürfte das Minen-Museum sein. Mit der jüngeren Geschichte wird hier auch Umsatz gemacht – so kann man in Tallinn zB. frühere Sowjet-Propaganda-Poster, russische sowie deutsche Weltkriegs-Uniformen, Weltkriegs-Militaria Zeugs erstehen, es werden in Turi-Shops aber auch völlig schmerzfrei T-Shirts mit sowjetischen Propaganda-Sujets angeboten. Übrigens sind in Tallinn wohl 40 % der rund 400.000 Einwohner russischstämmig.

Heute Abend werden wir uns mit Anatoli treffen. Wir haben ihn am Russentreffen in Narva kennengelernt und er hat uns eingeladen. Wir werden berichten wie es war.

Bilder werden wiedermal spaeter folgen.

Herzliche Grüsse,
Regina


Sep 7 2009

Russentreffen mit Russen

Hallo Ihr,

manchmal auf unserer Reise war es schon so, als gaebe es da einen unsichtbaren Regisseur, der sich darum bemüht, uns einen möglichst abenteuerlichen Trip zu bieten. So war es auch diesmal, beim Russentreffen in Narva:

Den Samstagvormittag verbrachten Sacha und ich noch in Narva, eine Stadt, die für Touristen nur wenig interessantes bietet. Da gibt es die wirklich schöne Hermannsfeste, und auf der anderen Seite dann die Festung Ivangorod – beide interessanterweise aus verschiednen Jahrhunderten. Und das wars dann auch schon fast…es sei denn, man kann sich schwer für Architektur aus der kommunistischen Aera begeistern. Eines dieser Ueberbleibsel ist uebrigens eine Lenin-Statue, die in einer Ecke vor der Festung steht – es duerfte wohl eine der letzten ihrer Art in Europa sein!

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Vorne Eu, hinten RUS: Festung in Narva

Gegen nachmittag fuhren wir noerdlich, im an der Narva, dem Grenzfluss zwischen Estland und Russland, entlang. Um halb vier wollten wir uns mit Pavel in Narwa-Joesuu zu einer kleinen Ausfahrt mit seinen Russen-Kumpels treffen.
Passenderweise riss mir kurz vor dem Ziel das Kupplungsseil an der Chinesin. Nach kurzem Abschleppen durch Sacha kamen wir bei Pavel an.

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Abschleppunternehmen Sashko

Kurzerhand wurde ich für die Ausfahrt auf den Rücksitz eines GAZ-Jeeps verfrachtet, was auch nicht schlecht war.
Der Konvoi der Classicriders bestand aus einem GAZ- sowie einem UAZ-Jeep, zwei Seitenventil-Gespannen (K 750 und MW 750) sowie einem Dnepr MT 16-Gespann.

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Marschhalt

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Konvoi im Unterholz

 

Kommentar Sacha: Die K750 hatte einen sehr speziellen Motor den wir noch nie zuvor gesehen hatten. Das Besondere war der vordere Teil wo normalerweise der Zuendverteiler drauf ist. Bei diesem Motor war da ein Ventilator der ueber ein Gussgehaeuse die beiden Zylinder gekuehlt hat. Dieses Gehaeuse schuezt zudem die Zylinder vor Schlamm. Gleichzeitig war an diesem Gehaeuse noch eine Seilwinde, die ueber eine Kette (vom Ventilator her) und ein „Umlenkgetriebe“ angetrieben wurde. Anstelle des Zuendverteilers hatte die K ein Zuendmagnet. Eine „externe“ Lima hat dem Moped den Saft gebracht. Der Besitzer der Maschine wusste nichts genaues ueber den Motor. Er hat zwei dieser Motoren auf einem Markt erstanden. Er sagte noch was ueber eine Entwicklung fuer die Armenische Armee. Auf jeden Fall war dieser Motor etwas richtig seltenes.

k750

Luftgekuehlter SV