Statistiken, die die Welt nicht braucht, Teil 1

Hallo Ihr,

anbei die erste der Statistiken. Fangen wir an mit

den empfohlenen Musikgruppen während unserer Reise

Beim bulgarischen Motorradtreffen in Kazanlak spielte EPIZOD, laut den Fans ist das eine Art „Ethno-Metal“. EPIZOD vertont beispielsweise Texte von Christo Botev, einem sehr nationalitischen Dichter des 19. Jhds. Die Texte drehen sich oft um den Kampf mit den Osmanen, die Bulgarien 500 Jahre besetzt hatten und im Jahre 1877/1878 mit Hilfe der Russen zurückgedrängt wurden. Für uns war es wahrscheinlich gut, dass wir die Texte nicht verstanden haben. Um Euch einen authentischen Einblick in ein Konzert zu geben, empfehlen wir Euch: http://www.youtube.com/watch?v=cmNI4QP5WYA&feature=related

Die Rumänen empfahlen uns IRIS. Wir haben sie nicht live gehört, es wurde uns einfach auf Anfrage von einigen Rumänen genannt. Viel lieblicher als EPIZOD, rumänisch ist sprachlich auch nicht ganz so hart wie bulgarisch: http://www.youtube.com/watch?v=doq10dkRRHI&feature=PlayList&p=764F4485B8F0C829&index=0

Die Moldawier haben ZTOP ZI ZTUB, auf die ich bei meinen Recherchen über Chisinau vor unserer Reise gestossen bin. Die andere berühmte Band in Moldawien ist die Casting-Band O-Zone mit ihrem berühmten Dragostea din tei (ihr wisst schon, Maia Hi, Maia Ha, Majahahah, laut den Rumänen „saupeinlich“ und nixsagend“) http://www.youtube.com/watch?v=ksJEGApQNCI
ZTOP ZI ZTUB live bei der Eurovision, man beachte die Oma im Schaukelstuhl:
Uebrigens haetten wir die Moldawier, als wir dort waren, so nicht eingeschätzt. Unbekannten gegenüber scheinen sie extrem reserviert und sehr, sehr unemotional zu sein.

In der Ukraine hatten wir relativ wenig Bekanntschaften, die uns etwas empfehlen hätten können. Aufgefallen ist uns, dass sie über recht viel Humor verfügen. Meine Empfehlung wäre GOGOL BORDELLO, wobei wohl nur der Sänger aus der Ukraine stammt. Musik, die absolut zum Land passt (wobei Ukrainer natürlich die „ziganis“ nicht leiden können):
http://www.youtube.com/watch?v=elyQ4ShVw-Y

In einem Musikgeschäft in Riga eine Heavy Metal Band namens Skyforger empfohlen, sind wohl recht erfolgreich in den baltischen Staaten: http://www.youtube.com/watch?v=gjHN8x0uYBI
Doch nicht ganz unser Geschmack, wie wir beim zweiten Mal hinhören bemerken mussten. Aber nu….

Von den Russen kam der Tipp für KIPELOV: http://www.youtube.com/watch?v=4WRPLXJ_nhI

Ein Zufallsfund aus Finnland, Amorphis: http://www.youtube.com/watch?v=QtdfQPEjTRw
Für sentimentale Gemüter noch ein Beitrag der Leningrad Cowboys: http://www.youtube.com/watch?v=CXP7ZeuW_T4

Bücher, die wir während der Reise gelesen haben

Jaha, ein Gespann hat viel Platz. Auch für Bücher. Die wurden allerdings in Hotels oder Campingplätzen immer wieder ein- und umgetauscht:

Rot sei mein Name, Orhan Pamuk (liest sich schön, wenn man durch die Türkei fährt, ist allerdings eher schwere Kost); Der Medicus, (schön, wenn man über den Balkan fährt); Der Pianist von Wladyslaw Szpilman (passendes Buch für eine Fahrt durch Polen); Meines Vaters Land von Wiebke Bruhns; Wyrm von Wolfgang Hohlbein (Ein Buch, das man notgedrungen liest, wenn man nix anderes hat, während man in einer rumänischen Holzhütte nächtigt. Handlung nicht schlüssig aufgelöst); Die Tuchhändlerin, Rebecca Gable ( Typischer Historien-Schmöker. Sacha hat noch einen weiteren dieser 1000-Seiter verschlungen); Meteora von Dan Brown (Für einen Dan Brown-Schmöker eine eher enttäuschende Kost. Ich habs halt gelesen, weil ich in der Nacht auf der Fähre partout nicht schlafen konnte. Wir finden, es gibt bessere Dan-Brown-Bücher); Der Schuldschein von Andreas Weber ; Der Transport von Desmond Bagley; Sacha hat in seiner Not sogar noch ein englisches Buch durchgelesen, ich hab mich halt mit Zeitschriften „über Wasser gehalten“

Gesammelte Gegenstände für Provisorien aller Art

Patras, Griechenland: Teil eines weissen Plastikeimers, dessen Zweck die Unterfütterung zwischen der Bremsplatte und der Vordergabel der Dnepr war. Hielt nach 7000 km, obs noch hält, müsst ich nachschauen

Campingplatz beim Kloster Dyanow, Bulgarien: Teil einer „Tyskie“-Bierdose, rausgefischt aus einem Container. Der Zweck war die Unterfütterung der Hinterradachse der Dnepr

Kastamonu, Türkei: Kauf von türkischen Haarhaken und Haushaltsgummis, die zusammengebastelt eine Halterung für die gewindelose Kardanglocke bei der CJ ergaben (die Gummis liefen um den Endantrieb herum.
Allerdings war erst das Update 2.0 erfolgreich (das obere Provisorium riss auf unebenen Strassen schnell): In Rumänien ersetzten wir die Haushaltgummi durch ein Stück Expander, in Polen kauften wir statt der Haarhaken zwei stablie Haken mit Gummi in einem Sportgeschäft. Mit dieser Konstruktion steht der Chinese heute noch in der Garage

Sofia, Bulgarien: gefundener Nagel, Zweck war die Unterfütterung des Kupplungsausrückmechanismus des Chinesen.

Bafa Gölü, Türkei: Fund zweier verzinkter Gewindestangen neben der Strasse. Auf Verdacht mitgeführt, man kann ja alles mal brauchen, nicht wahr. Eine davon bedauerlicherweise verloren, die andere wurde zu unserem Dnepr-, Ural- und CJ-Gedenk-Kreuz am Berg der Kreuze in Siauliei, Litauen, verarbeitet

Soroca, Moldawien: verostetes Stück Metall, gefunden auf Hof hinter Nistru-Hotel (überhaupt ein Mekka für den ambitionierten Bastler). Zweck war eine erneute Unterfüllung des Kupplungsausrückmechanismus des Chinesen


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