Kos

Hallo Ihr,

hiernochmal ein ausfuehrlicherer Rueckblick der letzten Tage:
Am Montag, dem 27. kamen wir in Patras gegen 23 Uhr an; bis wir aus der Faehre waren, verging nochmnal eine halbe Stunde. Unser Ziel war ein Campingplatz nahe der grossen Peloponnes-Bruecke, den wir im letzten Griechenlandurlaub kennengelernt hatten. Nach einer naechtlichen Fahrt durch Patras fanden wir ihn tatsaechlich und interesssanterweise war sogar noch jemand an der Rezeption….

So stellten wir also unser Zelt auf mit Hilfe einer Stirnlampe sowie Sachas Beiwagen-LED-Leiste. Heftige Orkan-Boen hinderten uns am Schlafen.
Am naechsten Morgen war eine technische Durchsicht bei Babuschka (der K 750) angesagt: Am Endantrieb hatten sich beunruhigend viele Spaene angesammelt. Nach dem Abbau des Hinterrades war das Uebel zu sehen: Eine Schraube des Bremsnockenhebels hatte sich losvibriert – dadurch konnte sich der Nocken frei bewegen.
Die Auswirkungen davon waren zum einen eine teilblockierte Bremse  ein leichtes Abfraesen der Gussstege in der Nabe.

So kamen wir erst gegen mittag dazu, unsere Reise fortzusetzen. Zuerst fuhren wir ueber die Autobahn Richtung Korinth. Spaeter dann wechselten wir auf eine kleine Kuestenstrasse. Nach laengerem Suchen in Korinth brachte uns schliesslich ein sehr hilfsbereiter Kioskbesitzer auf den richtigen Weg Richtung Zeltplatz. Gegen sieben schlugen wir unser Zelt im Golf von Korinth auf.

Mittwoch, 29. 04. 09

Eine wunderbare Nacht war das, ohne Orkan, ohne Laerm, nur ein leichtes, beruhigendes Meeresrauschen….
Wir entscheiden uns fuer die alte Strasse nach Athen, um die Autobahn zu meiden. Kurz darauf stehen wir allerdings schon wieder – und zwar vor dem Kanal von Korinth. Ein animiertes Schild erklaert uns, dass wir nur noch 15 Minuten warten muessten. Wir wundern uns derweil, wo das fehlende Brueckenglied abgeblieben ist.Es rasselt und siehe da, zuerst kann man einige Schienen unter der Wasseroberflaeche erkennen, die sich nach dem langsamen Auftauchen als Gelaender der Bruecke entpuppen. Mit einiger Vorsicht befahren wir die Stahlkonstruktion, deren Strassenbelag nasse Holzplanken sind.
Die Strasse fuehrt zuerst an der griechischen Petro-Indusvorbei, bevor sie in eine wenig befahrene, kurvige Kuestenstrasse mit grandioser Aussicht uebergeht.
In Piraeus angelangt, durchqueren wir die quirlige Stadt. Ein Rollerfahrer zeigt uns den Weg zum Hafen. Ueberhaupt sind die Griechen sehr darum bemueht, orientierungslosen Touristen zu helfen.

Am Hafen angelangt, erfahren wir, dass wir Glueck haben: Am selben Abend, um sieben, laeuft die Faehre nach Kos aus! Wir waren mit die ersten Passagiere an Bord und konnten uns daher die Pullman-Sitze (mit reichlich Platz davor fuer unsere Schlafsaecke) aussuchen.
Das Unheil kam in Form einer aelteren, schwarz gekleideten Frau mit zusammengestecktem Haar, gewandet mit einem langen, glaenzenden Rock. Nach und nach tauchten immer mehr Frauen mit einem sehr aehnlichen Stil auf: Dutt und langer Rock.
Auffallend giftig funkelte uns vor allem eine juengere Frau an. Sie gab uns zu verstehen, dass sie unseren gewaehlten Platz fuer ihre Familie und sich beanspruchte. Da es auf der Faehre aber weder Platznummern noch einen ersichtlichen Grund fuer diese Anspruchsanhaltung gab, ignorierten wir die Frau.
Staendig kamen neue Mitglieder zu der Gruppe dazu – bald schon waren wir komplett umzingelt vom Familienclan mit seinen resoluten Frauen. Die Blicke uns gegenueber wurden immer boeser, der Ton aggressiver, immer weitere Familienmitglieder redeten auf uns ein. Die auf dem Boden liegenden Maenner rueckten immer naeher – das Verhalten nahm eine Art schleichende Eroberung an. Inzwischen sassen die Clan-Mitglieder selbst im Mittelgang – ihre Abneigung uns gegenueber war an den Gesten und Blicken nicht falsch zu interpretieren.
So besitzergreifend kannte ich die Griechen bisher nicht!
Schliesslich raeumten wir das Feld, als eine Alte wildgestikulierend den Platz vor uns fuer die bebes erbetteln wollte. An diesem ort fuehlten wir uns definitiv nicht mehr wohl – was koennte wohl passieren, wenn wir kurz aufstuenden?

Danach sassen wir einen Raum weiter vorne, hatten unseren Frieden und sind ueberzeugt, dass die griechischen Zigeuner sich mit einem solchen Verhalten keine grossen Freunde machen duerften.

 

Donnerstag, den 30.04.09

Leider ist eben der Computer abgesrzt – er scheint unsere Kamera-Sperarte nciht zu moegen. Bei naechster Gelegenheit versuchen wir, Bilder hochzuladen.

Morgens gegen halb sechs legte die Faehre in Kos an. Bevor wir fruehstueckten, legten wir uns noch etwas an den Strand.

Nach einem spontanen Tag Verlaengerung geht es morgen abend in die Tuerkei – zuerst nach Bodrum, danach noerdlich in Richtung Ephesus.

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Ausblıck von Pylı Im Hıntergrund dıe Tuerkei

 

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Dıe erste von zwei BMWs auf Kos. Angeblıch eın Ueberbleıbsel aus dem Krıeg.


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