Black Roses Treffen in Kasanlak

Hoi Zusammen,

so, wir (vor allem ich) haben das bulgarische Motorradtreffen ueberlebt. Im Moment sind wir in Nesebar, an der Schwarzmeerkueste. Aber dazu spaeter.

Am Freitag sind wir gegen 16.00 Uhr ans Treffen gefahren. Als erstes sahen wir – die Polizei. Auf MZ!
Der erste Eindruck des Treffens selbst war, dass es sehr professionell aufgezogen war: bewirtete Grillstaende, Haendler, eine Buehne, Tatoo, Hotel, Campinghuetten und ueberdachte Sitzbaenke. Um diese Zeit waren noch nicht viele Mopeds da. Aber schon bald haben wir die erste Ural M62 Solo entdeckt. Etwas spaeter haben wir noch einen Dnepr-Chopper Eigenbau gefunden. Der Besitzer der Maschine sei an dem Tisch da hinten und wir sollen doch mal da vorbeischauen. Das war dann auch der Anfang vom Ende von meiner Leber: Der Uralfahrer sass naemlich am Tisch der Free Drinkers. Wir (d.h vor allem ich) wurden sofort eingeladen, mitzutrinken. Neben viel Bier wurde noch viel mehr Rakia getrunken. Auch wird gerne mal Bier mit Rakia gemischt. Nebenbei haben wir auch den Praesi des Clubs kennengelernt: Doncho (aus Varna). Er konnte recht gut Deutsch und hat uns allen anderen vorgestellt. Ich wurde zu „Saschko“ umgetauft. Von da an konnten wir nicht mehr am Tisch der Free Drinkers vorbeigehen, ohne dass ich mindestens ein halben Becher Rakia trinken musste! Zum Rakia noch ein kleines Detail: nur der Home-made Rakia ist der wahre, denn der gekaufte vom Laden hat nur 40% (!) und man ist nicht sicher, ob dieser auch „gesund“ ist. Derjenige, den man selber brennt, hat um die 60% und man weiss zumindest, was drin ist.

Zwischendurch sind wir immer wieder Mopeds anschauen gegangen. Eine weitere Dnepr (diejenige, die wir in der Garage in Sofia gesehen haben) ist auch dazu gekommen. Neben vielen YamaSuKawas hatte es ein paar IZH (Jupiter mit Beiwagen), eine Balkan, eine AWO-Chopper und ein paar Cezet-Umbauten. Ach ja, Trikes gabs auch noch. Erwaehnenswert ist besonders, dass die Umbauten (und da hats wilde gegeben) richtig zugelassen sind und von den Besitzern immer gefahren werden, nicht nur zu Treffen.

Zu den Leuten: Es war relativ einfach, mit den Leuten ins Gespraech zu kommen. Meistens gab es irgendwo einer/eine die uebersetzen konnte. Viele sprechen auch Englisch.
Was uns an allen Bulgaren aufgefallen ist: Allen gemeinsam ist ihr Hass auf die Tuerken. Oft kommen die Gespraeche auf diesen Punkt. Dazu muss man erklaeren, dass sich Bulgarien mit Hilfe der Russen bereits ca. 1860 vom damligen osmanischen Reich freigekaempft hat. Aber die Bulgaren vergessen wohl nicht so leicht…

In der Nacht zum Freitag wollten wir irgendwann zurueck ins Zelt. Leider haben wir dann den LPG Dnepr Umbau von Dimitry gesehen und promt sass ich wieder bei einem Becher Rakia………….

Samstag Morgen bin ich dann im Zelt aufgeweckt worden von Donchos Stimme (Doncho aus dem Hotel in Plovdiv). Leider haben wir nur kurz mit ihm gesprochen, da er kurz darauf weg musste. Danach haben wir ihn leider nicht mehr gesehen.
Nach einem guten Fruestuck im Restaurant sind wir zufaellig dem Doncho (Free Drinker) wieder ueber den Weg gelaufen. Ihr wisst ja bereits, was das hiess: Rakia fuer mich. Um 11.00 Uhr morgens.
Den ganzen Tag durch sind auch immer wieder neue Mopeds angekommen. Biker Spiele wurden gemacht (Seilziehen, Ladas verklopfen, Motorradgeschicklichkeits-Pruefungen usw). Um 20.00 Uhr hat dann die erste Band angefangen zu spielen. Da diese uns nicht ganz zugesagt hat, sind wir mal wieder zu den Free Drinkers – Rakia trinken gegangen.

Irgendmal hat dann eine Lokale – und offensichtlich sehr beliebte – Band (Episod) angefangen, zu spielen. Auffallend war, dass ploetzlich viele Leute vor der Buehne waren (sogar die eher phlegmatischen Free Drinkers). Unter anderem gab es ploetzlich einen kleinen Aufmarsch ( ca. 5 Leute) von Skinheads mit bulgarischer Flagge. Das war doch recht befremdlich fuer uns, dass es Leute gab, die offen mit Hakenkreuz-Tatoos  auf der Brust rumlaufen. Und das in Bulgarien!
Aber zurueck zur Band: diese sang auf bulgarisch ganz offensichtlich patriotische Lieder. Ploetzlich wurden Fackeln angezuendet, bei einem Song sind alle Leute sogar auf die Knie gegangen – mit der Hand auf dem Herz. Ich muss aber sagen, dass es weder Probleme noch Schlaegereien gab. Es schien alles ganz normal. Fuer uns sehr komisch, aber so ist das halt.

Nach der Band war Erotik angesagt. Aufgefordert wurden wohl Maenner, die sich auf der Buehne ausziehen sollten. Es gab tatsaechlich einige Freiwillige. Die meisten haben dann aber  (gluecklicherweise) bei der Unterwaesche aufgehoert, sich weiter auszuziehen. Zwei gingen allerdings aufs ganze: Einer davon sogar mit zweien dieser Kreuze auf der Brust. Aber es war wohl kalt, denn naja, das Resultat war eher mickrig. Die Dame nach dieser Vorstellung dagegen hat es viel besser gemacht, wobei sie dann aber nicht bis zum Schluss gegangen ist. Bulgarien ist da ein wenig anders.

Nach diesem Schock musste/wollte ich Rakia trinken. Die letzten zwei Schluecke waren aber dann doch zuviel und mir gings recht schlecht (keine Details).

Am Sonntag haben die Leute sehr schnell zusammengepackt und sind abgefahren. Wir haben uns noch von den Free Drinkers (ohne Rakia) verabschiedet und auch von vielen anderen Leuten, die wir getroffen haben. Einer der Free Drinkers meinte noch: „Rakia connecting people“. Daraufhin sagte  ich nur noch :“ in Pain, yes“.

Gruesse, Sacha

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Freie Trinker

free2

Doncho, Praesi

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Wir stehen immer noch!

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IZH mit Besitzer

konzert1

Episod mit Fans

konzert2

"Erotic" Show

lada1

Falsch Geparkt

poliz

Nach Aufforderung der Polizei musste ich mich draufsetzen

schweiss1

Nie Achselschweiss

schweiss2

Kettenrahmen mit LPG Umbau

ural1

Ural Eigenbau

ural2

Honda mit Ural Motor


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