Chao Bulgaria und Blagordarya

Servus Zusammen,

lange ist es her wo wir uns gemeldet haben. Inzwischen sind wir in Rumaenien. Aber dazu spaeter. Wir wollen doch etwas chronologisch vorgehen.

Nach Kasanlak sind wir ueber eine sehr gerade und langweilige Strecke direkt an die Schwarz Meer Kueste. Diese Strecke waere zum einschlafen, wenn nicht zwischendurch mal ein Loch im Weg waere. Am Abend sind wir in Nesebar angekommen. Prinzipiell waere dieses Staedtchen super schoen, wenn man es zwischen den vielen Souvernirshops, Change Offices und Touristen sehen wuerde. Zu den „Souvenirs“ ist speziell zu erwaehnen, dass es relativ viel „Andenken“ aus dem Krieg gibt: Helme, Orden, Zipos (ich weiss nicht obs das gab), Buesten vom AH, Wehrmachtszeugs und sogar eine ausgebleichte Armbinde mit HK. Sicherlich alles „echt“. Aber wir fragen uns wer so was kauft. Naja.

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Touristen Angebot in Nesebar: Stahlhelm und Iconen

Am naechsten Tag sind wir richtung Varna gefahren und haben westlich davon den „Steinernen Wald“ besucht. Genauer gesagt, ich habe ihn besucht, da Regina bei den Mopeds geblieben ist, da vor Diebstahl gewarnt wurde. Dieser Wald bestand aus Steinsaeulen und man weiss nur das diese sehr alt sind. Aber die Experten wissen nicht wie diese entstanden sind. Kurz danach sind wir auch von der Polizei angehalten worden und unsere Papiere wurden kontrolliert. Aber das war auch alles. Und das einzige mal in Bulgarien.

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Steinerner Wald

Weiter gings dann Richtung Norden an der Kueste entlang. Da gabs dann auch nur zwei Zeltplaetze (einer war scheisse,  der andere war angeblich voll) und jedemenge Hotelanlagen und Resorts. Die Kroehnung war Albena als wir auf der Suche nach einem Zeltplatz ploetzlich vor einer bewachten Schranke gestanden sind. Diese Trennt den Poebel, wie uns, vor der all inclusive Anlage. Allein der Eintritt waere 2.5 Euros gewesen. Etwas weiter fanden wir in Balcik eine Privat Unterkunft. Zum Glueck, da es die Nacht durch schweres Gewitter heruntergegangen ist.

Die Strasse von Balcik zur Rumaenischen Grenze war schoen, aber vom Meer hat man nicht viel gesehen. Einzig waren riesige Sonneblumen und Weizenfelder zu sehen. Auch hatte es grosse Windkraftanlagen. Der Grenzuebertritt war in 10 Minuten gemacht. Der Zoellner wollte einzig den Umrechnungskurz Schweizer Franken zum Euro wissen. Wofuer auch immer. Regina wurde gefragt, was fuer ein Buch sie lese.

Die Suche nach einem Reisefuehrer hat uns nach Constanta gefuehrt. Da wurden wir dann auch von einem rumaenischen Polizisten gewart, nicht mit Fremden zu reden und auf die Mopeds achtzugeben. Ich habe aber zuvor schon eine gute Diskussion mit Taxifahrern gehabt und er hat uns dann auch den Weg aus Constanta erklaehrt. Nicht alle Rumaenen schienen boese zu sein.

Da die fuer uns interessanten Sachen im Westen liegen, sind wir dann Richtung Bukarest gefahren. Die Strasse ist laut Karte eine Autobahn, aber in Wirklichkeit sind die ersten 50Km eine normale Strasse auf der der ganze Verkehr faehrt. Dieser Verkehr ist echt schlimm. Natuerlich wird ueberholt, aber das auch wenn der Gegenverkehr schon in Wurfnaehe ist.  Der Verkehr ist schlimmer als in der Tuerkei und Bulgarien und das mit den schlechtesten Strassen (zum Teil).

Allgemein gesagt, ist unser Empfinden dass Bulgarien weniger Verfall hat als Rumaenien. Besonders sind die Strassen in einem besseren Zustand. Aber in Rumaenien gibts offensichtlich mehr auslaendische Investitionen, da wir bisher doch ein paar grosse und neue Industrieanlagen gesehen haben. Die Leute in Rumaenien scheinen verschlossener zu sein, da ich doch ein paar mal nach dem Weg fragen wollte. Die Leute haben mich einfach ignoriert oder haben hoechstens den Kopf geschuettelt. So was hatten wir bisher noch nicht. Aber mal schauen, das Land ist ja noch gross.

Gruss aus Curtea de Arges

Sacha und Regina 

 

Noch ein kurzes Fazit zu Bulgarien:

Leute: Auf dem ersten Blick sind die Bulgaren distanziert. Aber sobald man ein Gespraech in Gang gesetzt hat, kann man gut mit ihnen reden und sie geben auch gerne Auskunft. Und viele haben uns spontan zu sich nach Hause eingelanden. Sie sind aber sehr stolz auf ihr Land (nicht die Regierung) und vergessen auch nichts was mal vor ein paar hundert Jahren passiert war.

Motorrad: Benzin gibs ueberall, aber wenn man etwas mehr bezahlt, scheint die Qualitaet auch besser zu sein. Unsere Motoren waren beim besseren Benzin leiser. 20W50 Motoroel dagegen haben wir keines gefunden.

Land: Das Hinterland (alles auser der 30km am Rand des schwarzen Meeres) ist super und absolut empfehlenswert. Man kann gut und guenstig wohnen, ca 20 Euros fuer ein Doppelzimer. Es gibs sicherlich Campingplaetze, aber diese sind fast nie angeschrieben und desshalb findet man sie nicht. Die Kyrillische Schrift machts nicht leicht, aber mit etwas Gedult gehts doch. Das Essen ist sehr gut und Fleichhaltig, harhar. Von der vielgepriesenen Korruption haben wir absolut nichts mitbekommen. Die Hauptstrassen sind generell gut, nur ein paar Nebenstrassen koennen mal schlecht sein. Als Reiseland ist Bulgarien sehr sicher.

Pannen: ein chinesischer Kupplungszug ist gerissen. Sorry Leute, auch diesmal kein Getriebe!!!!!!!!!!

Mein Abschluss: Wenn ich Tsar von Bulgarien waere (es gab scheinbar solche) wuerde ich jedem Bulgaren unter 25 Jahren einen Trabant verordnen. Denn damit wuerden diese heisskoepfigen jungen Leute ihre Lebenserwartung erhoehen, da die risikoreichen Ueberhohlmanoever nicht mehr moeglich waeren.

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Targovishte

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Targovishte

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Rumaenische Reparatur

 

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Kirche in Curtea de Arges

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Brunnen in Suedrumaenien


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