Suedostpolen

Hallo Ihr,

nach Sandomierz haben wir uns Richtung Sueden gehalten. Auf der Strecke lag die sehr sehenswerte Burg/Schlossruine von Krysztopor – ein riesiges Gebaeude aus dem 17. Jhd. Zu seiner Zeit war das wohl ein sehr teuerer Bau, errichtet von einem italienischen Architekten. Interessant ist das Konzept des Gebaeudes, das sich nach dem Jahr richtet: Seine vier Tuerme symbolisieren die Jahreszeiten, die zwoelf Ballsaele die Monate, es gibt insgesamt 52 Raeume mit insgesamt 365 Fenstern.
Es waere eine schones Bauwerk gewesen, waeren nicht eines Tages die Schweden daran vorbeimarschiert. Nun kann man eine schoene Ruine besichtigen, die aber noch gut Auskunft darueber gibt, wie das Schloss wohl zu seiner Glanzzeit ausgesehen haben mag.

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Hauptgebaeude der Burg mit unaussprechlichem Namen

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Runder Innenhof

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Waende!

In Lancut kamen wir in einer Herberge der PTTK (der polnischen Touristenorganisation) unter, das frueher einmal ein Dominikanerkloster war. Ueberhaupt hat Polen sehr viele verschiedene Uebernachtungsmoeglichkeiten und falls man nicht allzuviele Ansprueche an eine Unterkunft hat, sind diese sehr guenstig.

Lancut besitzt ein Schloss von Mitte des 17. Jhd., das erstaunlich gut erhalten ist. Man kann etwa 40 der insgesamt 100 vorhandenen Raeume besichtigen. Der Besucher bekommt eine gute Vorstellung davon, wie die polnische Oberschicht vor dem 2. Weltkrieg gehaust haben mag. Der letzte Besitzer musste 1944 mitsamt seinen 400 wertvollsten Besitztuemern vor der roten Armee fluechten.

Von dort ging es dann ueber sehr schone  Nebenwege Richtung Dynow, wo wir auf die ersten Holzkirchen trafen. Diese sind sehr unterschiedlich: es gibt welche mit Blechdaechern, dann gibt es Kirchen mit einem Tuermchen sowie welche, die mehrere Kuppeltuermchen besitzen.

Eine der bekannteren Holzkirchen befindet sich in Ulusz. Allerdings ist es gar nicht einfach, dorthin zu gelangen: Zuerst muss man den Ort finden, auf unserer Karte war er jedenfalls nicht verzeichnet. Danach mussten wir mit einer Holzfaehre den genaechlichen  Fluss San ueberqueren. Daraufhin folgte eine Schotterpiste, die sich ueber Kilometer durch den Wald zog. Und wenn man glaubt, man findet das nie, steht man ploetzlich vor einem Schild, das mitten in den Wald zeigt. Man muss dann nur noch 300 steile Hoehenmeter bwaeltigen und findet sich auf einem Berg, auf einer Lichtung wieder. Inmitten von alten Grabsteinen befindet sich die wunderschoene Holzkirche von Ulucz. Wir hatten sogar das Glueck, das die Kirche geoeffnet war. Innendrin war sie nciht besonders spektakulaer, da sie leer war; lediglich eine Ikonenausstellung war zu sehen.

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Faehre nach Uluz

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Holzkirche von Ulusz

Der Weg nach Sanok ist gesaeumt von diesen Holzkirchen und wir haben noch einige andere besichtigt. Wen die Kirchen nicht interessieren: die Strassen und Wege sind die Fahrt auf jeden Fall wert.

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seltene Turmkirche mit etwas neuerer Holzkirche im Hintergrund

Heute geht es von Sanok aus in Richtung Westen, damit wir am Wochenende puenktlich in Krakau sind.

Herzliche Gruesse,

Regina

Nachtrag von mir:

wir haben von Sebi aus Brasov noch ein Bild seinem chopper bekommen. Dieses wollen wir euch nicht vorenthalten.

Bilder im alten Blogeintrag sind nachgereicht.

Sacha

basty

Das Bastybike


One Response to “Suedostpolen”

  • Jürgen Neumann Says:

    Salli Regina!

    total coole sache was ihr da durchzieht! RESCHPECKT! Kannst mir mal berichten ob ein Land vielleicht zum durchradeln geeignet ist:) Frankreich scheint dagegen ein Wellnesspark zu sein. Dort war ich vor kurzem 10 tage unterwegs. Also dann noch viel Glück und viel, viel Spaß!
    Grüße auch an Sacha

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